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KC-Mitteilungen · 1925-07-15 · Heft 7 (15.7.1925) · p. Seite 54

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1925
Issue
Heft 7 (15.7.1925)
Date
1925-07-15
Page
Seite 54 (sequence 4)
Language
German
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54 Idiboi flkademifcfie und allgem. Dacfiricfiten IDESIDI Neues zur Naffenfrage. Wir haben bereits zu früherer Zeit tibcr den Deutschen Akadcmikertag, die neueste Organisation völkischer Akademikerverbände, berichtet. Der in diesem Frühjahr in Elberfeld abgehaltene zweite Tag brachte wieder eine Menge von Entschließungen. Wichtiger als diese scheint aber die Vorfrage. Wer. ist der „Deutsche Akademiker- Tag"? Sind die großen Verbände, die sich gegen den ..Hochschulring deutscher Art" ausgesprochen haben, willens, sich vor diesen .umgebauten Wagen spannen zu lasten, denn um etwas anderes handelt es sich nicht. Das beweist die Anerkennung der „Deutschen Hochschulzeitung" in Wien als Cinheitsorgan und die Delegiertentagung des Hochschulrings am besten. Der Hochschulring, der sieht, daß er nicht die gewünschte „Cinheitsorganisation völkischer Akademiker" sein kann, hat rechtzeitig eine Neugründung angestrebt. Daß er selbst versagte, war die Schuld einzelner Leiter, war vor allen Dingen seine vielfach kulturkämpferische, antikatholische Politik. — S. C., C. V., Schwarzburgbund haben sich deutlich genug gegen den H.D.R. ausgesprochen. Eine andere Stellung gegen den Deutschen Akademiker-Tag würde sie zum Opfer eines Bauernfanges werden lasten. Aus den Beschlüsten, die sich fast sämtlich in altgewohntem Schlagwortgeleise bewegen — .wozu hierzu tagelange Ausschußsitzungen? — nur der zur Rassenfrage: „Der Deutsche Akademiker-Tag, der sich bereits auf seiner ersten Tagung zur völkischen Weltanschauung bekannt hat, widmet seine ganze Kraft der Vertiefung, die der Verbreitung des völkischen Gedankens. Die völkische Bewegung darf nicht parteipolitisch mißbraucht werden, sondern muß eine große, unparteiische, geistige Bewegung bleiben, die allmählich das ganze deutsche Volk durchdringen und seine Weiterentwicklung maßgebend beeinflussen soll. Ihr Ziel ist die völkische uid sittliche Wiedergeburt des deutschen Volkes. Ihr Kampf richtet sich vornehmlich gegen den zersetzenden und entsittlichenden Einfluß des materialistisch-mammonistischen Geistes und seiner Träger, in erster Linie des Judentums. 1. Die vorwiegend von internationalen Kreisen vertretene Llmweltlehre, die den Menschen als das Produkt seiner Umgebung erklärt, ist wissenschaftlich unhaltbar. Siö hat auf die deutsche Gesetzgebung verhängnisvollen Einfluß gehabt. Daher muß die neue Gesetzgestaltung den Ergebnissen der Lehre und der Forschung aus dem Gebiet der Raflenkunde Rechnung tragen. 2. Die Zugehörigkeit zu einem Volke ist, von Ausnahmefällen abgesehennicht von dem persönlichen Bekenntnis des Einzelnen zu einem Volke abhängig, sondern durch Sprache und Abstammung, durch 'das Vorhandensein bestimmter körperlicher und geistiger rassischer Eigenschaften, durch die Vlutsgemeinschaft mit den arts- und wesensgleichen Volksgenossen gegeben. Ebenso wenig, wie der Chinese oder Neger, auch wenn er sich selbst zum Deutschtum bekennt, als Deutscher bezeichnet werden darf, darf der Jude in- Deutscher bezeichnet werden darf, darf der Jude infolge seiner rassischen Verschiedenheit und seines durchaus ,anders gearteten Wesens zum deutschen Volke gezählt werden. Diese Tatsache ist auch von den führenden Männern der arischen Völker und des Judentums bestätigt worden. Alle diese fremden Elemente könnten bestenfalls als Freunde oder Anhänger der deutschen Kultur bezeichnet werden, niemals aber als Deutsche selbst. 4. Cs entspricht den geschichtlichen Tatsachen und den Ergebnissen der Wissenschaft, daß das Judentum seit Jahrtausenden, seit der' Gesetzgebung des Csra eine sich bewußt abschließende Rassen- und Volksgemeinschaft darstellt, die ihr arteigenes Volkstum ' besitzt. 5. Auf Grund der Tatsache, daß die Juden ein eigenes Volk bilden, das über die gairze Welt zerstreut^ doch die Weltverbindung unter sich, sogar mit eigener, politischer Spitze, durch den jüdischer Staat in Palästina, unterhält, ist die deutsche Staatsleitung auszufordern, unverzüglich die Juden als nationale Minderheit im Deutschen Reich zu erklären und die sich daraus ergebende Rechtsstellung zu schaffen. Weitere Richtlinien gehen den Verbänden unmittel- Die am 2. ,Akademikertag in Elberfeld vereinigten stud. Körperschaften verpflichten sich, Sorge zu tragen,^ daß Vorträge zur Aufklärung über die Rassen- und Iudensrage im Laufe des S. S. 25 und W. S. 25/26 gehalten werden. Die Redner können vom Ausschüsse 9 des 2. Akademiker-Tages vermittelt werden. Aus dem großdeutschen Gedanken, zu dem sich der erste deutsche Akademiker-Tag bekannt hat, folgt, daß kein deutscher Volksteil und kein Fußbreit deutschen Bodens freiwillig preisgegcben wird. Dieser Grundsatz muß für die deutsche Politik allezeit maßgebend sein. Der Ausschuß 9 erbittet die Zustimmung der Vollversammlung dazu, daß die Angelegenheit des Herrn Dr. Arnold Rüge, früherer Privatdözent der Llniversität Heidelberg, betr. Entziehung der venia legendi von einem Ausschuß geprüft wird, bestehend aus den Herren Prof. Martin Spahn-Berlin, Prof. Plate-Jena, Geheimrat Gerstenhauer-Weimar, Dr. Karl Hoppmann- 'Clberseld, Geh. Rat Prof. Lenard-Heidekberg, Dr. Iochmann-Breslau. Einstimmig angenommen auf Antrag des Deutschen Hochschulrings: 1. Der 2. Deutsche Akademiker-Tag empfiehlt die Errichtung von „Instituten für völkisches Wissen" an den einzelnen Hochschulen in ähnlicher Form wie das Institut zur Pflege deutschen Wissens an der Hochschule für Welthandel-Wien. 2. Der Deutsche Hochschulring ersucht, ihn zwecks Anlegung einer Sammlung die in den jüdischen Zeitungen und Zeitschriften erscheinenden Zerrbilder aus- Blätter, an ihrer Spitze die deutsche Hochschulzeitung zuschneiden und zu übersenden, wenn sie Beschmutzungen des Deutschtums oder Verletzungen des deutschen Anstandes darstellen. Der 2. Deutsche Akademiker-Tag empfiehlt den Hochschulvertretern, auf den Ausbau eines planmäßig durchgeführten Anschlagsystems als wirksames Mittel in völkischer Hinsicht täglich aus alle Studenten einzuwirken. Der 2. Deutsche Akademiker-Tag beauftragt den Ausschuß 9 ^Rassen- und Iudensrage), dieses Problem zu bearbeiten." Was sagt 'das doch wohl arische Old-Cngland zu der „politischen Spitze Palästina" mit einem englischen General als Oberhaupt undeiner überwiegend arabischen Bevölkerung, deren Rechte garantiert sind? Woher stammt die Kenntnis der „geschichtlichen Tatsachen und der Ergebnisse der Wissenschaft" bei den völkischen Akademikern", daß sich die Juden bewußt abschließen? Sollten sie, die Aushebung des Getto bedauern, sich etwa nicht mit seiner Entstehung beschäftigt haben? Kennen sie, die die Rückkehr aller Juden nach Palästina ansireberi, so wenig den politischen, soziologischen und ethnographischen Ausbau des Larrdes? Sinddie Welt-

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