KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 3 (15.3.1925)
- Date
- 1925-03-15
- Page
- Seite 24 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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24 heutigen Tage noch keinen Bericht abgestattet haben. Während die Sommerferien zunächst willkommene Gelegenheit boten, darüber hinwegzugehen, ließ es nachher der in der Verhandlung stehende Untersuchungsausschuß — offenbar um sich jeglichen Eingriffs in ein schwebendes Verfahren zu enthalten, zu keinem Bericht kommen. Und als schließlich die Untersuchungen des Ausschusses Zustände in der bisherigen Leitung der Studentenschaft ans Tageslicht gebracht hatten, die ihresgleichen suchen und die zum Einschreiten der Staatsanwaltschaft führten, da erklärten die Herren, sich an die Innsbrucker Verhandlungen nicht mehr entsinnen zu können. Tatsächlich hat die Berliner Studentenschaft von ihren, für ihr Geld und in ihrem Aufttag nach Innsbruck gereisten Vertretern über den Studententag nicht ein einziges Wort gehört. Die Tätigkeit des Keilwarts ist insofern von Erfolg begleitet gewesen, als wir im Verlauf des Semesters noch drei Neuaufnahmen zu verzeichnen hatten. Wären ivir von unfern A. H. A. H. in Berlin und in der Provinz in der Keiltättgkeit mehr unterstützt worden, so hätte diese Zahl sicher eine größere werden können. Wir bitten auch an dieser Stelle wieder, wie es schon zu Beginn des Semesters in einem der K.C.-Vlätter- Aussätze über Korporationserziehung geschehen ist, unsere A. H. A. H. mehr Aktivität der Verbindung gegenüber zu beweisen und Abiturienten wie junge Studenten in ihren Kreisen für die Ziele unseres Verbandes zu interessieren. Cs muß ein Leichtes sein bei entsprechender Bemühung, junge Akademiker gerade mit unfern Aufgaben zu befreunden, die über die der andern Korporationen hinausgehen und darin gipfeln, Menschen zu erziehen, welche im prakttschen Leben von Härte und Aeberzeugungstreue getrieben, für unsere Staatsbürgerrechte gegen alle Anfeindungen mit Wort und Tat eintreten. Unsere älteren Vundesbrüder müssen in starkem Maße mit der Begeisterung vorangehen, die zur Ausübung unserer Tendenz erforderlich ist. Wir erwarten von unfern A. H. A. H. rege Teilnahme an den während der Ferien (19. März, 2. und 22. April) stattfindenden Keiloffizien und Adressenangabe von Abiturienten, die aus ihren Kreisen für unsere Ideen zu interessieren find, an Bbr. Alfred Kaldanski (Keilwart), Charlottenburg, Niebuhrstr. 56, Teleph.: Bismarck 2298 und Bismarck 1824. Wie der Beginn des Semesters eine große Zahl von Kartell- und Bundesbrüdern bei uns zu unserm 30 jähr. Stiftungsfeste versammelt hatte, so war es am Ende des Semesters zur Schulungswoche wiederum der Fall. Kartellbrüder aus allen Teilen des Reiches waren erschienen und Vertreter der K.V K.V. Thuringia, Bavaria, Sprevia, Licaria, Ghibellinia, Rheno-Silesia, Viadrina, Friburgia, Saxo-Bavaria, Nassovia, Visurgia, Vineta, Rheno-Palatia, Staufia und Rheno- Gnestfalia fanden in der Diskussion Gelegenheit, über die Verhältnisse in ihren Verbindungen zu berichte,:, ihre Wünsche dem Geschäftsführenden Ausschuß vorzutragen und mit den einzelnen Verbindungen engere Fühlung zu gewinnen. Die Vorträge boten uns eine große Fülle wertvoller Anregungen, deren Vertiefung wir dem einzelnen nicht nur überlassen, sondern von ihm verlangen. Eine ausführliche Darstellung der Schulungswoche ist vom GA. geplant. So beschränken wir uns darauf, dem GA. für das durch seine Vorbereitung bedingte Gelingen der Veranstaltung zu danken und den Wunsch zu äußern, es mögen weiterhin halbjährlich diese Kurse stattfinden. Wir danken insbesondere noch Herrn Prof. Dr. Elbogen, Herrn Dr. Wiener und Herrn Dr. Hirn, sowie unfern Bbr. Vvr. A. H. Dr. Braun und i. a. B. Heinz Rosenthal für ihre Bemühungen um die von Erfolg gekrönte Schulungswoche, deren erfreuliches Ergebnis der Beweis dafür war, daß unser Verband, mögen auch die Wege der einzelnen Verbindungen verschiedene sein — und das ist gut so, denn es zeugt von selbständigem Denken und eigner Arbeit —, von gleichen Zielen geleitet wird und im Kern einen festgefügten organischen Zusammenhang hat. Deshalb gilt unser Dank auch den Vertretern der einzelnen K.V. K.V., die zum Beweis dieser Tatsache, zusammen mit uns drei Tage ernster, geistiger Arbeit widmeten. Im Hinblick auf den plötzlichen Tod des Reichspräsidenten ließen wir die Schlußkneipe ausfallen und schlossen das Semester mit einigen Abschiedsworten des Erstchargierten an die gemeinsam verlebten Stunden des Semesters, in dessen letzten Tagen wir noch zweimal chargierten, am Sonntag, d. 1. März, dem Volkstrauertag, auf dem Friedhof in Weißensee bei der Trauerseier für die im Kriege gefallenen Mischen Helden, und am Mittwoch, d. 4. März, zusammen mit den zur Schulungswoche erschienenen Kartellverbindungen bei den Beerdigungsfeierlichkeiten für den Reichspräsidenten. Licaria, München. . Wir eröfsneten das Wintersemester wie stets mit einem offiziellen Cafe. Trotz unserer geringen Aktivitas hielten wir einen strammen Derbindungsbetrieb aufrecht. Wir fochten 5 mal in der Woche auf der Kneipe mit einem Fechtlehrer und schwammen 1 mal in der Woche. Da uns keine Turnhalle zur Verfügung steht, konnten wir leider nicht turnen. Jedoch stehen wir mit der Ortsgruppe München des Reichsbundes jüd. Frontsoldaten in Verhandlungen, wodurch es uns wohl ermöglicht wird, mit dieser zusammen zu turnen. Die definitiven Chargenwahlen ergaben folgendes Resultat: X Morgenroth, xX Picard, XXX Wachsmann, F. M. f. C. A. L.Frauk, F.M.f.T.A.L.Schmidt. Durch Weggang unserer l. A. H A. H. Morgenroth und Frank sahen wir uns genötigt, die Chargen, ,vie und Frank saben wir uns genötigt, vre Cargen, wie folgt, zu verteilen: X Wachsmann, XX Picard, xxX Adler, F. M. f. C. Picard, F. M. f. T. A. L. Schmidt. Wir philistrierten unsere l. i. a. B. i. a. B. Werner Joseph, Hermann Imbach, Franz Loose, Hans Levi und Siegfried Bruchsaler. Die Verbindung hielt den Zusammenhalt mit der Philisterschaft durch einen wohlgelungenen Ball am 7. 2. aufrecht. An diesem Ball konnten wir auch einige A. H. A. H., die eigens von auswärts nach München gekommen waren, begrüßen. Mit unseren Couleurdamen vereinigten uns einige Tanzkränzchen und eine feuchtfröhliche Damenkneipe. Während des Faschings hatten die Bbr. Bbr. auch häufig Gelegenheit, an Veranstaltungen der Münchener jüdischen Gesellschaft teilzunehmen. Wir fochten eine Säbelpartie s.s. gegen einen verehelichen Burschenbund^mk^V. C. „Bavaria" in Frankfurt und stachen im 14. Gang unberührt ab. Die Verbindung schließt das W. S. am Dienstag, den 24. 2., mit einem Schlußkonvent. Wir möchten schon jetzt unsere l. Bbr. Bbr. und Kbr. Kbr. darauf aufmerksam machen, daß wir im S. S. das 30sährige Stiftungsfest zu feiern gedenken. Als Termin ist Ende Juli oder Anfang August vorgesehen. Unsere l. i. a. V. i. a. V. bitten wir auch hier nochmals, ihre fälligen Beiträge baldigst zu zahlen, da wir sehr mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Aus demselben Grunde ist es nicht möglich, Semesterberichte zu verschicken. Wir bitten daher unsere t. Bbr. Bbr. sich mit diesem Bericht zu begnügen. Saxo-Bavaria, Leipzig. Trotz eifrigster Keiltätigkeit war es uns infolge Materialmangels nicht möglich, Keilfüchse für die Verbindung zu bekommen. Dessen ungeachtet nahm das Semester einen in jeder Hinsicht durchaus befriedigenden Verlauf. Wir halten Montags Convent, Donnerstags Vortragsabend oder Kneipe, außerdem fochten wir 4 Stunden auf dem Univerfitätssechtboden und boxten eine zeitlang gemeinsam mit dem R.I.F.