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KC-Mitteilungen · 1924-12-01 · Heft 10 (1.12.1924) · p. Seite 4

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1924
Issue
Heft 10 (1.12.1924)
Date
1924-12-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 der Sprecher einen Frack anzöge. Schade nnr, daß dieser kein solches Kleidungsstück besaß andres auch energisch ablehnte, sich auf Befehl des Waffenringes eins zn borgen. Seinen Cut und seinen blauen Einzug stellte er aber zur Auswahl. - Der Waffenring beriet. Ergebnis: Der Cut wurde allerhöchst genehmigt, wenn der Sprecher schwarze Hosen dazu anzögc. Fatale Situation: Der Sprecher besaß nur gestreifte! Also blieb, da er sich auch keine Beinkleider leihen wollte, und die gestreiften Hosen für unmöglich erklärt wurden, nurder blaue Anzug. Nach sechsSkunden war man soweit! Am Totensonntag sprach der Sprecher im blauen Anzug mit schwarzer Binde, - der Anzug hat ihn nicht gehindert, eine ganz wundervolle, tief empfundene nnd tief ergreifende Bede zu ballen, eine Rede, wie sie in den letzten Jahren noch kein Student an dieser Stelle gehalten hat, eine Bede, die haushoch über den Worten des NeklorS und des Professors stand. Es war keine Farce, als der Neichswehrmiuister und der General von Seerkt unmittelbar danach auf den Sprecher zugingen, ihm die Hand zu drücken,— es war eine wahre Bewegung, die dies Verhalten spontan auslöste. Aber der Waffenring hat größere Gesichtspunkte im Auge. Was kümmert ihn, daß die gefallenen SO,denken voll diesem Kommilitonen geehrt worden sind, wie es schöner und würdiger nicht gedacht werden kann. Sie sehen nur die der Studentenschaft angetane Schmach des Redners im - - horribile dictu — blauen Anzug. Das darf nie wieder Vorkommen. Und so wird der Versuch gemacht, den Sprecher wegen des blaue,i Anzuges zu stürzen. Der Waffenring zieht feine beiden in den Ausschuß der Etlidentenschaft entsandten Vertreter zurück; verfaffungsgemäß muß der ganze 'Ausschuß von der hundertköpfigen Studentenvertretung neugewählt werden, und da wird vielleicht ein anderer Sprecher durchzudriicken sein. Möglichst einer, der einen Wichs zur Verfügung hat, oder zum wenigsten einen Frack. Ob er sonst für den Posten noch hervorragend begabt ist, ist lveniger wichtig. (Das ist Tradition beim Waffenring: Stellte er doch einmal einen Sprechender erklärte, daß Gerhart Hauplmann kein deutscher Dichter mehr sei, da er sich zur Republik bekannt habe.) Es wird sich in der nächsten Sitzung der Studenten- Vertretung zeigen, ob der Geist oder der Zopf in der Berliner Hochschule regiert. Man darf ob des Ergebniffes gespannt sciü. j Verbandsnadiricftten |i——■—-—t [ Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens 18. Dez. an die Schriftleitnna einzureichen.) Thuringia, Breslau. Wir eröffnetcn das Wintersemester mir einem Konvent am 16. Oktober. Die interimistischen und definitiven Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Verthold Lindner X F. W. nach außen, K.W. .Hellmuth Wittner (GH.) XX Bibl. W.,Z.W. Walter Bernstein XXX S. W., Keil W. i. a. B. Fcuereisen (GH.) F. M. f. C., F. W. nach A. H. Ernst Frankel F. M. f. T. E.R. E.R. X, A. H. Laskowitz, i. a. B. Honigbäum, a.V. Vatschinski, XXX Kassenkommission: A. H. A. H. Vobreker, Lasko- Witz, i. a.V. Honigbaum, XX,X> X Aktiv meldeten sich gegen Schluß des Sommcrsemesters Herr stud. j«r. Werner Lachotzki ans Beeökow (Mark), gegen Ende der Ferien Herr «lud. ju. Ernst Wcißenberg ans Breslau. Eine l. K.B. „Gbibellinia" beurlaubte zu uns den a. B. Vatschinski und überwies uns die Brander Katz und Kamm. Mit einer Aktivitas von 6 Burschen und 9 Füchsen, sowie 18 ortsanwesenden Inaktiven hoffen wir ein gemütliches Semester zu verleben. Fiir die geistige Ausbildung ist durch regelmäßige Tendcnzburschcnstunden und Vorträge gesorgt. Wir fechten 5 mal, turnen 2 Stunden und schwimmen 1 mal wöchentlich. Am Sonntag, den 2. November, fand ein Tee bei Hansen statt, bei den, die Aktivitas ihre Tanzstunden- Schönen kennen lernten. Folgende Kartellbrüder 'studieren das Semester in Breslau: E. Fromm (Spr.) F. Schindler und M. Lewin (Lic.) H. Levy, F. Iacobowitz und Salinger (Gh.) L. Kämpfer und Silbermann lVav.) 'Aktiv meldete sich Herr stud. in§. Julius Tauber aus Kreuzhurg O.-S. i. a. B. Erwin Berger schied nach Genehmigung seines Austrittsgesuchcs aus dem Verbände aus. Wir philistrierten unsere i. a. B. G. Lecht, Herb. Pollak, Erich Appelbaum, ErichBaender, Hermann Imbach. Unsere Offizien erscheinen von jetzt ab regelmäßig am Schluß der JV. C.-Blätter. Die in Aussicht genommenen Vorträge werden in der nächstcur IAnnmer veröffentlicht. Unsere Kaffcnverhältnisse sind sehr schlecht. Wir bitten daher die Inaktiven, ihre Beiträge alsbald zu bezahlen. Wir chargierten zur Rektoratsübergabe am 15. Oktober und zum 30. Stiftungsfest einer 1. K. B. Sprevia, bei dem unsere i. a. B. Bcich, Lcvh (Sil.) und a.B. Pollak (Spr.), uns vertraten. Am 13. Novenrber verließ unser k. Kbr. Ignatz Teiber (Lie., Rhen.-Sil.) nach zweijährigem Aufenthalt Breslau. Wir danken auf diesem Wege unserem l. Kbr. nochmals für das rege Intereffe, das er an unserer Verbindung genommen hat, und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg «lles Gute. Wir veraiistnlleu dcinnächst eiiren Disknssionsabend über die Nailmaimhewegung, bei der unser 1. Kbr. Rabb. Vogelstein das Gegenreferat halten wird. Bavaria, Heidelberg. Wir eröffneten das W. GL am 28. Oktober. Die mterimistischen Chargenwahlen ergaben: X K. W. Meyer, Karl ^<X F. W. S. W. Baron, Fritz E.R. C.R.: >,XX, Spiegel, Neu, Braun, Schöne- Wir beurlaubten unsere a. B. a. B. Spiegel, Kurt und Schemel zu einer l. K. V. Sprevia. Unsere beiden Bbr.Bbr. Hahn und Weinberg bestanden das Referendareramen. Zu Ehren der letzteren hielten wir eine wohlgelüngene Kneipe ab. Mit dieser Veranstaltung schied unser lieber i. a.B. Hahn von uns und von Heidelberg. Auch an dieser Stelle sei ihm für seine Verdienste nur unsere Verbindung der Dank der Bundesbrüder ausgesprochen. Mit unseren Coulenrdamen verbrachten wir bei Tee und Tanz einen gemütlichen Nachmittag auf dem Echüyenhaus. Hoffen wir, daß das W. S., das einen so vielversprechenden Auftakt genommen hat, auch in seinem weiteren Verlauf geliugen wird. Sprevia, Berlin. Der Monat Oktober war voll und ganz mit den Vorarbeiten zum Stiftungsfest und

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