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KC-Mitteilungen · 1924-12-01 · Heft 10 (1.12.1924) · p. Seite 2

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1924
Issue
Heft 10 (1.12.1924)
Date
1924-12-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Das 30. Stiftungsfest der Sprevia. Im prächtigen roten Saale bei Kroll. Ein ungewohntes Bild: Studentenmühen, in allen Farben, rot vorherrschend, auf jungen Köpfen, und vor allein auf alten, bemoosten, säbelhiebdurchfurchten Häuptern. Zwanglos. >Sm und wieder ein Slndententied ans bierfroher, erinnerungsseeliger Stiinmung von selbst einer Kehle entspringend, von allen Seiten begeistert ausgenommen: das war der Begrüßungsabend am 24. Oktober. Es war, wie es so oft schon in Suddeutschland gewesen, wie es, allen Teilnehniern »»»»vergeßlich, vor drei Jahren in Breslau gewesen war, — und doch wieder anders; konnte sich doch niemand dem eigenartigen Gegensatz entziehen, der zwischen der brausenden, immer geschäftigen Weltstadt lmd dem romantischstudentischen Wesen natnrnotwendig besteht, und der sich in ähnlicher Schärfe kaum je vorher dem K. (5 er gezeigt hat. Biele ''Alte Zerren, wirklich alte, waren aus dem ganzen Reiche, aus Ost und West, aus Nord und Sud herbeigecilt, um wieder einmal unter dem alten Banner ihre gelb-weist-schwarzen Farben zu tragen. Wenn hier nur Arnsdorfs und Ehrlich genannt werden, — sie beide haben es verstanden, in den wenigen Tagen mit jedem einzelnen bis zum krassesten Furen hinab ein wirklich bundesbrüderliches Verhältnis zu schaffen, sie sind schon nach kurzen Stundet» zum Idol der Konfnria geworden, - die anderen mögen deshalb nicht böse sein; »licht jeder ist so hervorgetrete»», »licht jeder hat sich derart mit der Aktivitas beschäftigt, wie diese beiden, und nicht jeder hatte ein anrnutiges Töchterlei»», das er trotz weiter, weiter Reise der Verbindung zuführen konnte, wie Arnsdorfs es getan hat. -Allen, die den Weg »»ach Berlin gefunden habe»», allen oh»»e Unterschied gilt der Dank der Berliner Spreve»», und we»»n es aller», frohe, schöne Tage waren, die sie unter »»ns verbrachte»», so ist das Ziel, das »vir uns gesteckt hatten, erreicht. Auf der Kneipe, die in frischen Farben pra»»gte, ward tveitergefeiert, ward der Freitag allmählich zun» Sonnabend, »vard die Nacht zu»n Tage, — und kaum einer hatte es bemerkt. Der frohen, »»»»gezlvungenen Begrüßung folgte der große Festkommers. Ein anderes Bild. Der Gartensaal des Zoo, geschmückt mit den gelb-weiß-schwarzen Farbe»», mit den Wappen der Kartellverbindungen, mit den Fahnen des Reiches, der Sprevia und einer l. K. V. Friburgia. Auf der Galerie die Damen in dichtgedrängten Reihen. Im Saale, »licht minder gedrängt, an vier langen Kneiptafeln, die Kon»tt»ersteilnehlner. hinter den Klä»»gen der Musik marschierten die Chargierten der Sprevia unb der Kartellverbindungen ein. und nahmen an der große»», ihnen vorbehaltenen Quertafel Platz. Dank auch an dieser Stelle noch einrnal den l. K. V. K. V. Thuringia, Bavaria, Rhe»»o-Silesia, Ghibellinia, Friburgiq, Saxo-Vavaria, Silesia, Vi»»eta, Rherro-Palatia, S»»evia und emer verehrlicherr Makaria-Danzig für die durch die Entsendnng ihrer Vertreter geschehene Ehrung der Sprevia und die d»»rch sie bewirkte Verschönerung des Stiftungsfestes. Au seine Begrüßung k»»üpfte der Kommersleitcr, Bbr. Lennhoff, Worte des Gedenkens an das Deutsche Vaterla»»d; es folgte der Vaterlandssalamandcr und das Deutschlandlied. Der Vorsitzellde des AlcherrenbundeS, Koch»'.»an»», schilderte die Entwickl»n»g der Sprevia, — begeistert wurde der Sala»na»»der auf ba$ Vivat-crescat-florqat Spreviae in aeternum gerieben, begeistert das Sprevenlied gesu»»gen. Kbr. Äolländer-Lic., der die Glück»oü»»sche des G. A. und der- Kartell- Verbünde überbrachte, rief den stärksten Beifall hervor, sprach er doch mit der Meisterschaft, die wir alle an ihm kennen und schätze»». Solo»»s Da»»»e»»rede, hunrorvoll u»»d doch dem ernsten Tone des Kommerses entsprechend, war gleichfalls ein Glanzstück der Rhetorik. Strainir» wurde der Altherrensalamander, von a. V. Rosenberg kommandiert, von der Aktivitas ausgebracht. Für de»» Centralverein sprach sein erster Vorsitzender, Äerr Z»»stizrat Or. Brodnitz, für die Vnee-Vriss- Logen Kbr. Goldschrnidt Viadr. Vr., für den Frontbrnrd ä'ierr Dr. Elkeles. Spät, — infolge der viele»» u»»d la»»genRede»»,—- reichlich spät war'ü, als der Kom»»»ers zu E»»dr ging, aber noch viel zu früh, um nach Äaus zu gehe»». Wieder»»»»» war die Kneipe das Ziel der Kartell- und Vundeöbrüder ur»d wiederum tönte bis in de»» graue»»den Tag hinein Liedersang und Vecherklingen. Es wäre»» wenige Stunden nach dem Arrfbruch der letzte»», als »um» zu der, den Generakkonvent einleitenden Gedächtnisfeier für die gefallenen und verstorbenen Brmdesbrttder an» So»»,»tag vor»»»ittag ka»n. Zn» verd»n»kelten, großen Kneipsaale, der voi» der Ehre»»tafet für die im Felde gebliebenen Spreve»» beherrscht wird, le»»chtete düster der Schein der Kerzen, sich spiegelnd in» Laube der den - Rau»»» ernst und würdig schmückeilde»» Pflarrzer», über die fchweiger»de Schar der Spreve»». Zn feierlicher Stille bega»»»» A. §>. Georg Cohn jSchubir»> zu spreche»», u»»d noch stiller m»d feierlicher war's, als er e»»dete: Zene»», die dahi»»gega»»ge»», es nachz»»tu»», als a»»frechte Männer, als selbstbewußte Juden, z»»Ehre»» der Farben gelb-weiß-schwarz, — das war das Gelübde, das in jenen» ''Augenblick jeder Bundesbruder stillschweigerrd ablegte. — Es folgten die Verhandlungen des Generalkor»ve»»ts, es folgte der Eouleurbummel und der

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