KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 6 (10.7.1924)
- Date
- 1924-07-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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5 Am die materielle Grundlage für die Verbindung zu schaffen, veranstattete er em Wohltätigkeitsfest am 13. 4. er. Dort konnten wir den größten Teil der Danziger Philisterschaft begrüßen und sie mit Ziel und Zweck der neu zu gründenden Verbindung vertraut machen. Das Fest ermöglichte uns am 1. Mai er. unsere Verbindung zu gründen, die im Andenken an die suspendierte Greisswalder K. C.-Verbindung den Namen „Macaria" führt, mit den Farben orange-weiß-violett. In dankenswerter Weise beurlaubte zu uns eine verehr!. Rheno-Palatia ihren a. B. E. Loewenstein und eine verehr!. Liearia ihren a. B. I. Kleinschmidt. Der gesamte Landesverband Danziger K. C.er meldete sich aktiv. Es meldeten sich ferner aktiv Lerr cand. ing. O. Ginzberg, Danzig, und Lerr stad. phil. F. Kaelter, Danzig. Die interimistischen Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: X a. B. E. Loewenstein (Rh.-P.) F. W. n. XX a. B. I. Kleinschmidt (Lic.) S. W. XXX a. B. E. Loewenstein F. M. f. C. Dr. C. C. Itzig (Ghib.) F. M. f. T. Dr. L. Behrendt (Frib. Lans.) Die definitiven Chargenwahlen bestätigten die interimistischen. Infolge Arbeitsüberlastung dechargierte der F. M. f. C. und an seine Stelle wurde a. B. E. Loewenstein gewählt. Auf unserer Semesterantrittskneipe konnten wir eine große Zahl Philister begrüßen. Auf unserer Stifiungskneipe am 31. 5. er. waren die Spitzen sämtlicher Danziger jüdischen Behörden und der Philisterschast, ebenso viele Kbr. Kbr. anwesend. Die Feier selbst gestaltete sich zu einer machtvollen Kundgebung für den K. C., die uns mit einem Schlage das Intereffe und die Mitarbeit der Danziger Philisterschast sicherte. Am den ersten Konnex mit unseren Verkehrsdamen zu erhalten, veranstalteten wir einen ganztägigen Damenausflug, der uns in eine der vielen herrlichen Gegenden unseres Freistaates führte. Ansere Danziger Technische Lochschule zählt bekanntlich zu den allerbesten Deutschlands, da ihre Ordinarien nicht nur Wiffenschaftler, sondern auch Männer der Praxis sind. Auch Mediziner und Juristen können ihr erstes Semester, Nationalökonomen und Oberlehrer neuerdings ihr ganzes Studium hier absolvieren. Die wirtschaftlichen Verhältnisse haben sich seit dem Lerbst ly23 durch die Einführung einer stabilen Danziger Guldenwährung soweit gebessert, daß man mit einem Monatswechsel von einhundert Gulden fünfundsiebzig Goldmark sehr bequem leben kann. Die herrliche Amgegend Danzigs, die es bekanntlich einerseits Thüringen, andererseits Norderney gleichstellt, wird durch günstige Eisenbahn-, Autobus- und Dampferverbindung erschlossen. Selbst polnische, landschaftlich besonders schöne Ortschaften sind für Reichsdeutsche ohne Visum erreichbar. Die prächtigen, weltberühmten, architektonisch en Schönheiten der alten Lanfestadt Danzig brauchen wohl nicht besonders erwähnt zu werden. Danzig ist ohne Visum mittels Eisenbahn, Dampfer und Flugzeug zu erreichen. Selbstverständlich gelten auch fiir die Fahrt nach Danzig dieselben Bestimmungen über Fahrpreisermäßigung wie in Deutschland. Für bedürftige Kbr. Kbr. stehen kostenlos Zimmer, Freitische und Stipendien jeglicher Art zur Verfügung. Es darf ferner nicht außer Acht gelassen werden, daß über 20 ortsanwesende a. L. a. L. der Verbindung mit Rat und Tat zur Seite stehen und so ein inniger Konnex zwischen Verbindung und Landesverband besteht. Doppelte Pflicht eines jeden K. C.ers ist es, zur Stärkung des Deutschtums und des deutschen Judentums in Danzig zu studieren, zumal die Vorbedingungen für ein erfolgreiches Studium und ein schönes Studentenleben in jeder Beziehung mehr denn in anderen Lochschulstädten gegeben sind. Diesbezügliche Anfragen sind zu richten an Kbr. stnd. cbem. Ernst Loewenstein, Danzig, Lansaplatz 11 (Rh.-P. Mac.). Mohnungsanderungen. Im Interesse einer ordnungsmäßigen Zustellung der „K.C.- Blatter" i» d „K C -Mitteilungen" sind alle Adressenänderungen umgehend dem „K.C.-Büro", Berlin SW68. Üindenstratze 13 mitzuteilen Ad essenänderungcn nicht mit anderen Zuschriften verbinden! „ Nassovia ", Frankfurt a. M, Kaffee Goldberg, Leipziger Straße 28. Edmund Berg (Lans.), Berlin-Biesdorf, Wilhelmstraße 22. Dr. med. Leinz Bernhard (Ghib. Lans.), Berlin NW, Brückenallee 1. Dr. med. Curt Engelmann (Bar. Lans.), Berlin W, Rankestraße 28. Ludwig Mayer (Bav.), Leidelberg, Lauptstraße 187. Otto Mendel (Lans.), Berlin S W, Alle Iakobstraße 146. Georg Michel (Lans.), Berlin W, Lettorstraße 4. Dr. med. L erb ert Rummels bürg (Sprev. Lans.), Berlin W, Augsburger Sttaße 45. Dr med. deut. Lermann Lirsch (Lans.), Plau i. Meckl., Steinstraße 168. Das medizinische Staatsexamen bestand Georg Michel (Lans.) Das zahnärztliche Staatsexamen bestand Kurt Anker (Frib.), Rosenberg i. Ostpr. Das zahnärztliche Staatsexamen bestand Kurt Rosenmeyer (Ghib.-Vis.), Göttingen. IDEIOI flkademiiche und öligem, nachrichten idisidI Hochschulring deutscher Art. Der Lochschulring hatte sich seinerzeit bei seiner Gründung folgendes Programm gesetzt: „Wir bekennen uns zum deutschen Volkstum. Wir erachten den Zusammenschluß aller Kräfte für erforderlich, welche aus gemeinsamer Abstammung, Sitte und Geschichte heraus die Volksgemeinschaft aller Deutschen und damit die Wiedererstarkung unseres Volles und Vaterlands schaffen wollen. Wir erstreben die deutsche Vottsgemeinschast auf der Grundlage eines starken deutschen Staates. Als deutsche Studenten schließen wir uns mit gleichgesinnten Vottsgenoffen im Lochschulring deutscher Art zusammen zu gemeinsamer Arbeit im Dienste des deutschen Vaterlandes." Aus dieser Formulierung geht am besten hervor, was ja auch in der ersten Zeit der Fall war, daß der deutsche Lochschulring als solcher völkisch nicht eingestellt war. Inzwischen ist die Entwicklung in der deutschen Studentenschaft, wie es sich am besten in der Wandlung der Auffassung über die studentische Verfassung zeigt, zu einem völligen Sieg der völkischen Richtung innerhalb des Lochschulrings gelangt und diese hat zur Folge gehabt.