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Unsere Tribüne · 1926-10-31 · 12 (31.10.1926) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Unsere Tribüne
Volume
3 (1926)
Issue
12 (31.10.1926)
Date
1926-10-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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?h ttaitorj-U^t.-.oiijliothol: v ien Organ der jüdischen sozialdemokratischen Arbeiterorganisation Poale Zion, Wien . ,'• Ä\ Erscheint zweimal monatlich;||| Redaktion und Administration: Wien, IJ., r BUimauergasse 1/lf Postscheckkonto -Sr. 38.042 Bezugspreis: vierjährig. S 1.20 halbjährig „ fcfö Einzelne Nummer 20 Groschen Nr. 12. Wien, 31. Oktober 1926. 3. Jahrgang. Dieser Schande muß ein Ende bereitet werden! Einige Worte an die Exekutive der Zfonistisch en Weltorganisation über das Treiben der „Wiener Morgenzeitung". Wir waren oft gezwungen uns mit der „Wiener Morgenzeitung" zu beschäftigen, weil wir es für unsere Pflicht erachtet haben, auf diese geistige Miß-* geburt — eine zionistische Tageszeitung, die die Politik der Christlichsozialen, manchmal direkt und manchmal indirekt, unterstützt — aufmerksam zu machen. Nun wollen wir uns diesmal an jene Instanz wenden, die letzten Endes für das Treiben dieser zionistischen Journalisten. verantwortlich ist und die in der Lage ist diesem schändlichen Treiben Halt zu gebieten. Wir haben: wiederholt nachgewiesen, daß die „W. M." die sozialdemokratische Verwaltung der Stadt iWien nicht ob ihres Verhaltens Juden gegenüber — •dagegen wäre auch nichts einzuwenden —, sondern wegen ihrer demokratisch-progressiven Verwaltungspolitik, die sich1 auch auf die jüdische Bevölkerung ivorteilhaft auswirkt, bekämpft. Sie greift bei jeder •Gelegenheit das Geschimpfe und die Verleumdungen •der Christlichsozialen auf, um über die Sozialdemokratie herzufallen. Auch die Angriffe des korrum- .;pierten Revolverjournalisten Weiß, dem nicht einmal >.Jia§.,.^iegta ö,r. ^chenkeri wollte,- wurden von der „W. M." aufgegriffen. Für diese Herrschaften gibt es kein Mittel, das schlecht genug wäre, um die österreichische-Arbeiterschaft zu bekämpfen. Auch wenn' sie dadurch den schlimmsten Feinden der jüdischen Bevölkerung die Arbeitleichter machen. Sie haben gegen den mutigen Kampf der Sozialdemokratie für den Mieterschutz, d. h. gegen den| ^Mieterschutz geschrieben, sie beschimpfen, verleumden und stich ein täglich die Wiener Stadtverwaltung, sie haben sich sogar erfrecht, für den Raub der Regierung Ramek zugunsten der Zentralbank der Hakenkreuzler und gegen die Sozialdemokratie aufzutreten. X)ie Entrüstung der Herren ob der Feststellung''dieser Arbeiter und Angestellte versichern ausschließlich bei der finneiinle Wien Feuer-und EinbruchversicherungfürWohnungeni_— Unfall- und Haftpflichtversicherung ~ Glasbruchversicherutig — Lebensversicherung ohne ärzti. Untersuchung bis zu 4000 Schilling oder in jeder gewünschten Währung Direktion: Wien, I., Tuchlauben 8 Telephon 67-5-40 Serie Tatsache durch die „'Arbeiter-Zeitung-' wird daran nichts ändern. Sie haben sich redlich — vielleicht: unredlich — bemüht, Genossen Danneberg nach seiner großen Enthüllungsrede in den Kot zu zerren und den Kollmann — ausgerechnet den Kollmann! — wegen seiner glänzenden Verteidigungsrede in begeisterten Worten zu loben. Erst als die gesamte Oeffentlichkeit Entsetzen und Empörung über die Enthüllungen Dannebergs zum Ausdrucke brächte, setzte auch die „Entrüstung" der „Wiener Morgenzeitung" ein. Seit ungefähr einem Jahre findet ein lebhafter Wechsel in den Befehlshabern der ,yWiener Morgenzeitung" statt. Der Wein-Bondy mühte sich vergebens ab, der „Industriellen-Verband" wollte, trotz des Scharfmachens der „Wj; M." gegen die Sozialdemokratie, nkrht beispring|n. Herr Dr. Präger (Besitzer des Verlages und der-tBuchhandlung R. Löwit) konnte auch die „W. M." aus der Schlamastik nicht herausschleppen. Da kam Herr Dr. Plaschkes. Ihm gelang es zwar, einen Herrn Leon Wechsler, der noch von der Zeit des „Joint" einen guten Ruf genießt, für die Zeitung zu: gewinnen, aber auch er konnte che „W. M." nicht retten. Dieser Herr Wechsler besitzt zwar keine wie immer gearteten Fähigkeiten! oder Erfahrungen auf dem/Gebiete des ZeitungSK wesens, dagegen hat er einen ganz besonders gut entwickelten Appetit auf fette: Gehälter. Während die Bezüge des Personals"immer -fest'''reduziert wurden'* " bezog dieser Herr ein auch für einen Fachmann] auf diesem Gebiete hohes Gehalt. Jetzt ist nun wieder die Reihe an Herrn Dr. Präger gekommen, der als1 Ausbeuter in seiner Branche ruhmlichst bekannt ist und nunmehr dieselbe Methode in der „W. M." anwendet. D i e „Wi en e r M o r ge n zei t u n g", d i e gen wisse jüdische Kreise als Wortfüh^rerini des Zionismus betrachten, ist faktisch' herrenloses Gut, sie wandert von Hand' zu Hand, die b'anfcero tte zionistisch e Leitung Oesterreichs sieht dem' ohn mächtig z u u n!d d i es e S c-h a n d e f ü r je d e n f r ei h'e i tliehen J u d e n s e t z t d i e I r r e f ü h r u n gl i h r e r Leser fort. Hier Wandel zu schaffen betrachten' wir als1 dringende Pflicht der Zionistisch en Weltorganisation, i ' i Warum? i , ) . 1. Diese arbeiterfeindliche, undemokratisch'e Haltung der „W. M." hat nicht nur unnützerweise die Sozialdemokratie gegen den Zionismus verstimmt, sie hat — und das halten wir für viel wichtiger — bedeutende Teile der jüdischen Bevölkerung! Oesterreichs von jeder Mitarbeit für den Palästinaaufbau abgestoßen. Der allergrößte Teil der Jüdischen Bevölkerung gehört zu den-arbeitenden Menschen dieses Landes und bei der Entscheidung zwischen der christliehsoziaL-hakenkreuzlerischen Koalition und der Sozialdemokratie entschieden1 sie natürlich für die letzteren. Durch1 den Kampf der ,/Wl M." gegen1 di,e Arbeiterschaft, auf der Seite der Reaktion, ist für sie alles zionistische schwarz, reaktionär, Volksfeind- . lieh geworden, und sie sind für Zionismus und Pa,-> lästina, trotz aller Bemühungen, nicht zu gewinnen. Die Exekutive der zoinistischen Weltorganisation darf aber nicht ruhig zuschauen, wie ihre Wortführer durch eine unverantwortliche politisch-journalistische Tätigkeit die Atmosphäre für jede Palästinatätigkeit verpesten. 2. Wir können Beweise erbringen, daß die Redaktion der „W. M." erklärt, sie unterstehe unmittelbar der .Wiener Zionistischen Partei und mittelbar der Exekutive der Zionistischen Weltorganisation. Nun ist die Wiener Zionistische Partei politisch und organisatorisch bankerott, sie hat wirklich nichts mehr zu verlieren, aber die Exekutive der Zionistischen! Weltorganisation ist verpflichtet, die Tätigkeit ihrer Landesorganisationen zu überwachen, sie muß für die Reinheit der zionistischen Werbetätigkeit Sorge tragen. Von ihr verlangen wir rasches und energisches Reinemachen! 3. Es ist bekannt, daß die „W. M." in irgend einer Form Geldmittel yon der Zionistischen Weltorganisation, oder ihren Fonds erhält, sie ist deshalb mitverantwortlich für die zerstörende journalistische Tätigkeit. Es gilt, die Schande der Reaktion voet Zionismus abzuwälzen und eine Atmosphäre für eine Mitarbeit der breiten jüdischen Volksschichten Oesterreichs am Palästinaaufbaue zu schaffen. Es handelt sich um die Reinigung eines Unternehmens, das ein Spielball in'- den Händen einiger Politikanten ist undden zionistischen Namen auf das schlimmste mißbraucht. Rasches Eingreifen verlangen wir. Dieser Schande muß ein Ende bereitet! werden! Fabriksniederlage in Herren- und Damen- ™' Modestoffen S. Meister Wien, I., Salzgries Nr. 7. Telephon Nr. 69-402 :Ä: ■3="' >carogHMB«>aejBK>«oMga »<a^gcra»gurapc^«oj^»»<»jre bebensversidierun g s sGesellsiiiaf t U Riemergasse 2 Telephon 79=5=65 Serie Telephon 79:5=65 Serie Aktien-Kapital S 4,000.000. — Versicherungsstand am 1. Jänner 1926 über 600 Millionen Schilling. Samtlime Arten uon fiebenss unö Rentenu^simerungeh, Unfall-., Rutos und Haftpfümtoersifflerüngen. Heimpramien« Versicherung ohne ärztliche Untersuchung Tagesprämie: 20 Groschen fcei 20jahriger Uersidierungsoauer, 30 Groschen bei 15jähriger Persimerungsflauer. Leistungen der Gesellschaft: Im Rblebensfalle sofort nach dem Tode: 1000 S oder 5 Viertel (125 Prozent) der Insgesamt entrichteten Prämien, je nachdem, weltfivp Betrag höher ist. Im Erlebensfälle: 1750 S bei 20j3hriger Dauer, 1850 S bei 15jähriger Dauer. Kostenloser Einschluß der Prämienbefreiung im Invaliditätsfalle. Kostenlose Unfallversicherung auf die dop* pelte Todesfallssumme. Kostenlose Ausfolgung einer Heim Sparkasse! Prospekte unö nähere flusttOnfte bei 9er Direktion o9er bei Jeder Geschäftsstelle. QMz*<y&*QM&m<um>9QMom<uKö*<u™9<mom<M09QM*m

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