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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1926-01-01 · 6 (1926) · p. Seite 107

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
6 (1926)
Article
Marcus Brann
Date
1926-01-01
Page
Seite 107 (sequence 2)
Language
German
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bracht hat. Eine Festschrift über die „Geschichte der Gesellschaft der Brüder" in Breslau (1880) sowie seine „Geschichte des Landrabbinats in Schlesien" (1887) weisen auf dasjenige Arbeitsgebiet hin, dem er vorwiegend sein Interesse zugewandt hat. Seine ausführlichsten und gründlichsten Forschungen galten der „Geschichte der Juden in Schlesien", die, leider unvollendet geblieben, das Muster einer jüdisch-geschichtlichen Monographie ist. Die glückliche Vereinigung eines umfassenden Quellenmaterials verschiedenster Herkunft, seine sorgsame Bearbeitung und einheitliche Zusammenfassung^ die aus der allgemeinen Geschichte herauswächst, der Blick auf das Ganze und die Treue im Einzelnen, verleihen dem Werke einen über die Bedeutung der Provinzialgeschichten weit hinausgehenden Wert. War Brann durch seine Neigungen und seine Forschungen von jeher an dem Gedeihen des Archivs innerlichst interessiert, so führten ihn seine Arbeiten auch zu einer unmittelbaren Zusammenarbeit mit demselben. Für die von ihm im Verein mit A. Freimann begonnene Germania Judaica (Ii, 1917) übernahm es das Archiv, für die Zeit nach 1273, wo das Regestenwerk von Aronius aufhört, das Urkundenmaterial zu liefern. Leider wurde diese enge Vereinigung durch den heranbrechenden Weltkrieg rasch aufgehoben und die Fortsetzung der Arbeit auf beiden Seiten gestört Zu Branns Verdiensten um die Erforschung der jüdischen Geschichte gehört auch seine Tätigkeit als Herausgeber der „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums", von der er 28 Bände geleitet hat. Ein unschätzbares Material von historischen Aufsätzen und Quellenpublikationen liegt in dieser Zeitschrift vor,, jeder Forscher wird dafür innigen Dank empfinden. Das Andenken des entsagungsvollen und anregenden Forschers, bleibt auch im Kreise des Archivs unvergessen! I. Elbogen. Philipp Bio^ <Be& 30* 5* 1841, 0*ft 3* 2, 1923 Am 3. Februar 1923 starb zu Berlin, wo er seit 1920 im Ruhestand lebte, der frühere Rabbiner der Posener Brüdergemeinde,. Professor Dr. Philipp Bloch, einer der größten Gelehrten der deutschen Judenheit und der Senior unseres Kuratoriums. Er war ein& 10T

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