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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1926-01-01 · 6 (1926) · p. Seite 104

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
6 (1926)
Article
Martin Philippson
Date
1926-01-01
Page
Seite 104 (sequence 7)
Language
German
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Juden an den Befreiungskriegen (Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums 1906), ganz mit den Leistungen seiner wissenschaftlichen Lebensarbeit verbjaind es sich in der dreibändigen Geschichte der Juden in der neuesten Zeit. In einem Nachruf auf Treitschke (Revue historique 1896) bemerkt Philippson, daß es unmöglich sei, ganz objektiv zu sein und die absolute Wahrheit zu finden, da niemand die eigenen politischen, philosophischen und sozialen Anschauungen ganz ausschalten könne, daß es aber immer das Jdeal des Historikers sein müsse, das größte Maß von Unparteilichkeit zu erreichen, ohne die die Geschichtswissenschaft aufhöre, eine Wissenschaft zu sein. Diese Worte sind ein Bekenntnis, an dem Philippsons eigene Leistung gemessen werden will. E. Täubler. 3ltti>tt>i0 Gefgtv» <&tb* 5* 6*1848, jjeft* 8* 2.1920* Durch die Mitbegründung des Gesamtarchivs der Deutschen Juden nahm der Deutsch-Israelitische Gemeindebund Bestrebungen wieder auf, die lange vorher in der von ihm geschaffenen „Historischen Commission für Geschichte der Juden in Deutschland" ihren Mittelpunkt hatten. Es verstand sich von selbst, daß Ludwig Geiger als Mitglied jener Commission eingeladen wurde, in das Kuratorium des Gesamt-Archivs einzutreten. Eine umfassende und bedeutende Erfahrung konnte er der neuen Gründung zur Verfügung stellen. Er hat sich selbst als vom fureur de Vinedit besessen gekenntzeichnet und war ständig an der Arbeit, in Handschriften und Archiven nach unbekanntem Material zu suchen, um es der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Sein Vater, Abraham Geiger, hatte mit klarem Blick an den Neigungen des siebzehnjährigen Sohnes das Programm seines künftigen Lebenswerkes erkannt und dahin formuliert, daß die Erforschung der Geschichte im Sinne der Geistesgeschichte und die Erforschung des Judentums in seinem Zusammenhang mit der geistigen Bewegung der Völker seine Lebensaufgabe bilden würde. Mit dem Ernst und der Gewissenhaftigkeit, die seine gesamte wissen- 104

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