Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Journal
- Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Volume
- 6 (1926)
- Article
- Akten-Inventar der Synagogen-Gemeinde Walldorf a. Werra
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 2)
- Language
- German
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Muttergemeinde für die nach 1856 sich neu bildende jüdische Ger nieinde in der Stadt Meiningen. Walldorf war bis zum Jahre 1871 Sitz des Landrabbiners für Sachsen-Meiningen. 1833: 944 Christen, 537 Juden (Gesamtzahl der Juden 1524). i84g: 1121 „ 562. » 1925: 1860 „ 4o „ Literatur: G, Brückner, Landeskunde des Herzogtum Meiningen II, Meiningen i853. A. Human,. Geschichte der Juden im Herzogtum Sachsen-Meiningen-Hildburghausen, Hildburghausen 1898. („Schriften" des Vereins für Sachsen Meiningische Geschichte und Ländeskunde 3o. Heft) Moritz F. Siegel, Der Walldorf er Lehmkrieg. (Schriften 53) 1906. Zum Vergleich noch heranzuziehen: Heinrich Hartmann. Der Marktflecken Bibra* (Schriften i3) 1892. Alle in den Anmerkungen zitierten, und in der Anlage verwerteten Akten stammen aus dem Thüringischen Staatsarchiv Mein in gen, dem wir für die Benutzungserlaubnis und Versendung sehr zu Dank verpflichtet sind. A. Öffentlich-rechtliche Verhältnisse I. Generalia 1. Sammelband: Alte Dokumente, Kauf- und Pachtbriefe, Verordnungen und Dekrete, Commissidnen, Brändversicherungs¬ und Schulddekrete 1779—1848; 1779: Ablösung der an Pfarrer und Kantor gezahlten Stolgebühren1). 1789: Erwerb von Scheuer und Grundstück zum Synagogenbau2). 1) Siehe Siegel a. a. O., S. 56 ff. 2) Die gesamte Walldorf er Judenschaft kaufte vom Freiherrn Dietrich Christian Ernst Marschalk von Ostheim Scheuer, Platz und Hügel zwischen dem sogen» Schif-Gässlen und dem Weg, oben auf dem Waghäuslen und unter dem Gässlenr gelegene — außer dem Keller unter der Scheuer — gegen Erbzins von je r Rtl. an jede der 3 Herrschaften und gegen 5oo Rtli. <an Marschalk von Ostheim. Der Keller fiel, wenn er bei eintretender Baufälligkeit vom Besitzer nicht wieder hergestellt würde der Judenschaft zu. Die 6 jüdischen Deputierten ''sie^ gelten mit hebräisch umschriebenen Siegeln. Am 8. 10. 1790 konfirmmieren. die 3 Ganerben die Obligation über Aoo fränk. Gulden, die .die Jüdenschaft von dem Kammerkonsulenten Joh. Georg Deahna in Meiningen zur Beendigung des Synagogenbaues aufgenommen hatten. Nachdem das Ostheimsche Gut 1809 an die herzogliche Kammer gefallen war, wurde am 1. 5. 1817 die Abgabe für die Sy^ nagoge neu geordnet und wegen des Kellers unter der Synagoge ein Vergleich geschlossen. 5fr