Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Journal
- Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Volume
- 6 (1926)
- Article
- Das Namensregister der Kölner Juden von 1808
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 5)
- Language
- German
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tetcn u die Schreibkunst nicht erlernt hatten 2); unter letzgenanteh befinden sich 7 weibliche Personen. Daß vielfach ein französischer Vorname oder die französische Namensform gewählt wurde, ist begreiflich. Von den im Namensregister aufgeführten Personen sind besonders der Bankier Salomon Oppenheim (1774— 1828), der 1801 von Bonn nach Cöln übersiedelte, seine Söhne Simon Oppenheim (i8o3—1880) und Abraham Oppenheim (180/1—1878), sowie des Litograph und Maler David Elkan (1808—1865) hervorgetreten. Abraham Oppenheim, der leitende Kopf des Bankhauses, hat dasselbe mit seiner Initiative und seinem Verständnis für die neuen wirtschaftlichen Aufgaben des Bankgeschäftes zu einflußreicher Macht und zu einer hervorragenden Stellung nicht nur in Rheinland und in Westfalen, sondern weit über dessen Grenzen hinaus geführt3); dabei ist er der mutige Verfechter der Freiheit und Rechte der Juden der Rheinprovinz, die ihm dafür i. J. 1847 einen Goldpokal stifteten.4) Auch das prächtige Gotteshaus der Kölner Gemeinde in der Glockengasse ist mit seinen Mitteln erbaut worden5). David Elkan ist der Meister der Litographie, ein fruchtbarer Künstler von seltener Erfindungsgabe und Gewandheit.6). Am bedeutungsvollsten scheint der Umstand, daß die Kölner jüdische Gemeinde7) wie kaum eine andere Deutschlands aus so kleinen Anfängen eine so gewallige Entwicklung (heute ca. 2100a Seelen) genommen hat. In der nachfolgenden Tabelle ist der Beruf mit Ausnahme Ehefrau oder unverehelicht im Register nicht angegeben, sondern aus dem Etat des individus professant Ja religion Juive (Stadtarchiv Köln VII 26 G. n. 5) vom 10. Juli 1806 entnommen; desgleichen das Alter der betreffenden Person [ ],soweit nicht das Geburtsdatum im Register selbst vorbanden ist. *) n-5-7- 15-22.31.32.39.42.47.55.58.65.81.89.91.105.106.117.131. 2) n. 16.27.58.40.45.72.86.102.107.120,128. 3) J. Hansen, Gustav von Mevissen, 2 Bde. (1906) passim, A. Krüger, Das Kölner Bankiergewerbe vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1876 (1925) S. 64-72. 4) s. Katalog der Jahrtausendausstellung der Rheinlande 1926, S. 657. 5) s. Erinnerungsblätter an das 2 5 jährige Bestehen der Synagoge Roonstraße in Köln 1924, S. 5 ff. .6) s. J. J- Merlo.. Kunst und Künstler in Köln (i85o) S. 106—109. Die Stadt Köln im ersten Jahrhundert unter preußischer Herrschaft i8i5-i9i5. Köln 1916. I 1 S. 397. Sie zählte i.J. 1822: 575, i.J. i84o: 615, i. J. 1852: 1551, i. J. 1871: 5172, i.J 1890: 6859, i.J. 1900: 9745 Seelen, s. die Stadt Köln im ersten Jahrhundert unter preußischer Herrschaft 1815-1915 herg. von der Stadt Köln 1916/I 2 S. 48/4y. 4.0