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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1926-01-01 · 6 (1926) · p. Seite 44

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
6 (1926)
Article
Das Namensregister der Kölner Juden von 1808
Date
1926-01-01
Page
Seite 44 (sequence 4)
Language
German
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Krefelder Oberrabbiner Lob Carlsburg die Gemeinde an den Oberrabbiner Auerbach in Bonn ab1). Wie das hier veröffentlichte Namensregister von 1808 lehrt, hat sich die Zahl der jüdischen Einwohner gegen 1806 nur wenig geändert. Oktober 1808 zählt Köln i32 jüd. Seelen und zwar 2 5 Ehepaare, 33 minderjährige Knaben, 29 minderjährige Mädchen, 11 unverheiratete Männer und 9 unverheiratete Mädchen. Darunter werden auch 2 uneheliche Kinder genannt. Einzelne Familien wie Cassel und Oppenheim hatten einen neuen Namen nicht anzunehmen brauchen. Die Kinderzahl ist für jene Tage nicht übermäßig groß. Die Familie Joseph Stern (n. 73 des Verzeichnisses) und Salomon Oppenheim (=41.92) zählen im Jahre 1808 je 7, Isaac Ochse (=11. 64) 6, Samuel Benjamin Cohen (=n. 108) und Samuel Heller (=11. 119) je 5 Kinder. In wirtschaftlicher Beziehung waren es meistens kleine Leute. Eine Aufstellung des Kölner Bürgermeisters vom 2 3. April 1808 2) nennt als die angesehensten: den Kaufmann und Bankier Salomon Oppenheim (=n. 92), dessen Steuern 449 fr., 80 c. betrugen und der als empfehlenswert in jeglicher Beziehung bezeichnet wird, den Getreidekaufmann Joseph Levy (=n. 83) mit 279 fr. 8 c. Steuern, den Metallkaufmann Samuel Benjamin Cohen (=n. 108) mit 120 fr. 62 c. Steuern, den Pfandleiher Heymann. Cassel (=11. 9) mit 229 fr. 47 c. Steuern, die alle 3 als gute Bürger bezeichnet werden. Im übrigen gab es noch, soweit wir durch einen Vergleich mit der Liste von 18063), die den Beruf angibt, feststellen können, 2 Schullehrer, 3 Kaufleute, 1 Wechsler, 1 Agenten, 5 Metzger, 1 Tagelöhner, 2 Trödler, 3 Hausierer. Der Bildungszustand der jüdischen Gemeinde, an deren Spitze im Anfang des 19. Jahrhunderts Joseph Stern und Samuel Benjamin Cohen4) standen, wird dadurch gekennzeichnet, daß sie 2 Lehrer5) hatte, vor allem durch die interessante Tatsache, daß unter den 74 Personen, die für sich und ihre Kinder unterzeichneten, 45 in lateinischer oder deutscher Schrift e), 19 in hebräischer Schrift die Unterschrift leis- *) s. Baer, die Behörden Verfassung der Rheinprovinz seit 1815 (Bonnitjit)), S. 54o Anm. 1. 2) ib. n. 8 „Etat des Negotians Juifs les plus imposes et les plus recommandables". 3) s. vorige Seite Anmerkung 4 4) Stadtarchiv Köln VII 26 G 16 vom iS.Fruktidor XL 5) Hermann Elkan (= n. 1) und Isaac Ochse (= n. 64). 6) n. 1.4.8.9. 14.17.23.24.26.30.53. 34. 35.56.37.38.41.46.49.50.51. 52.54 ^56.57.59. 60. 63.64. 75.82.83.87. 88.92.100.101.108.199.116. 119.126.127.132.133. 44

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