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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1926-01-01 · 6 (1926) · p. Seite 41

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
6 (1926)
Article
Das Namensregister der Kölner Juden von 1808
Date
1926-01-01
Page
Seite 41 (sequence 1)
Language
German
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^aroensregtfier öer Mölntv 3uöett aon 1808* VERÖFFENTLICHT VON ADOLF KOBER. Die Wende des 18. Jahrhunderts hat für die Juden am Pihein grundlegende Änderungen gebracht. Durch ein Gesetz, vom 4- November 1797 hatte die Pariser Regierung das ganze linke Rheinufer mit Frankreich vereinigt. *) Die völlige Eingliederung des inzwischen in 4 Departements (Roer, Rhein, Mosel, Saaru. Donnersberg) eingeteilten rheinischen Gebiets in den französischen Staat vollzog sich am 2 3. Dezember 1802. So hatten nun alle französischen Gesetze und Verordnungen ohne weiteres auch hier Geltung, naturgemäß auch die Napoleonische Gesetzgebung, die die Lage der Juden völlig umgestaltete. An der jüdischen Notabein-Versammlung und dem Sanhedrin in Paris nahmen demgemäß auch rheinische Juden teil: Salomon Oppenheim aus Köln vertrat das Roerdepartement 2). Das Dekret vom 17. März 1808 schuf die drei Konsistorien Krefeld, Bonn, Trier, aber gleichzeitig auch ein Ausnahmegesetz, das für <die jüdischen Kaufleute ein vom Präfekten alljährlich zu erteilendes Mpralpatent forderte und in Rheinpreußen und in Rheinhessen erst 1847 völlig aufgehoben wurde. Das Dekret vom 20. Juli 1808 befahl die Annahme beständiger Familien- und Vornamen innerhalb dreier Monate und ließ als Familiennamen weder solche aus dem alten Testament noch Städtenamen zu.3) Die Annahme erfolgte vor dem bürgerlichen Beamten der Gemeinde, in der der Jude seinen Wohnsitz hatte. Im folgenden werden die Namen der Juden der *) s. Geschichte des Rheinlandes von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart. Hrg. von der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. I (1922)8.256 ff., vergl. L.Baeck, Die jüdische Religionsgemeinschaft in J. Hansen, Die Rheinprovinz 1815-1915, 2.Bd. 1917, S. 235 ft\ 2) Stadtarchiv Köln VII 26 G n 4. s 3) Bormann-Daniels, Gesetze und Verordnungen aus der Zeit der Fremdherrschaft V 1837 S. 376/77 u. 195. 41

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