Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Journal
- Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Volume
- 5 (1914)
- Article
- Spuren von Urkunden in den hebräischen Kreuzzugsberichten
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 1)
- Language
- German
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5. Spuren yon Urkunden in den hebräischen Kreuzzugsberichten. Im zweiten Bande der Quellen zur Geschichte der Juden in Deutschland1 sind fünf Hebräische Berichte über die Judenverfolgungen während der Kreuzzüge zusammengestellt, die Hinweise auf Urkunden enthalten. Im folgenden soll versucht werden, den geschichtlichen Zusammenhang und den urkundlichen Charakter dieser Hinweise festzustellen. Die zitierten Seitenzahlen beziehen sich auf die hebräischen Texte; in der auf diese folgenden Übersetzung, die Baer besorgte, finden sie sich am Rande. I. Bericht des Salomo bar Simeon über die Verfolgung von 1096 (London Jews College, Abschrift von 1453) nach seiner eigenen Aussage (S. 21) in Mainz im Jahre 1140 nach schriftlichen Vorlagen und mündlichen Berichten zusammengestellt. Vgl. Sterns und Bresslaus Bemerkungen in der Einleitung der Ausgabe S. VII und XVII. S. 3: Gottfried von Bouillon schwört den Juden Verderben. Der Mainzer Judenvorsteher Kalonymos bittet den in Italien weilenden Kaiser Heinrich IV. um Hilfe. Da entbrannte der Zorn des Königs und er schickte in alle Provinzen seines Reiches, an die Fürsten, Bischöfe, Grafen, auch an den Herzog Gottfried Briefe, Worte des Friedens, und die Juden betreffend, dass sie diese beschützen sollen, damit keiner sie anrühre, ihnen Böses zu tun, dass sie vielmehr ihnen beistehen und Zuflucht gewähren sollen. Vgl. Aronius nr. 178. 1 S. diese Mitteilungen IY S. 4.