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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1913-01-01 · 4 (1913) · p. Seite 121

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
4 (1913)
Article
Generaltableau betreffend die wechselseitigen Gerechtsame und Privilegie der Christen und Juden in den Städten des Königl. Posenschen Camme Departements
Date
1913-01-01
Page
Seite 121 (sequence 51)
Language
German
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IRI
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— 121 — IV. V. Privilegia haben weder die christlichen Zünfte1) noch die Judenschaft. 21. Slupce (1327 Christen). I. [Dem Bischof von Posen als Bischof zugehörig]. Wie bey Trzemesno. IV. Laut dem Privilegio der Kaufleute2) sind die Juden für immer von allem Handel ganz ausgeschlossen. VI. Die Rechtsgültigkeit dieses Privilegii lässt sich von vielen Seiten bezweifeln. 22. Zerniki (200 Christen, 4 Juden). 23. Zydowo (191 Christen, 76 Juden). Es sind allhier keine Privilegia weder für Christen noch Juden und haben sich bis hierher beydeTheile nach ihren eigenen Vermögen zu nähren gesucht.3) In A VIII 5 fol. 125 findet sich eine am 14. VII. 1793 ausgestellte Attestierung des Magistrats, dass sich in Wongrowitz Juden auf Magistratskonsens gegen Erlegung einer Kontribution an die Stadtkasse aufhalten dürfen und folgende Contributionsliste: Lipman Jochim 24 fl. Joseph Wollff Chirurgus frey Jacub Wollff 9 ,, Elias Wollff 6 fl. Wollff Beer 6 ,, Michael Aron 6 Alexander Lipmanl 2 ,, Israel Jochim 12 ,, Layser Lewin 6 ,, Alexander Levin Todtschneider frey. *) Diese Angabe ist, will man Privilegien hier nicht im Sinne von ausdrücklichen Ausschliessungsprivilegien nehmen, vollständig falsch; cf. die Aufzählung bei Warschauer S. 277/78 und bei Hockenbeck 1. c. S. 271 ff. 2) Das vom Posener Bischof Lucas Koscielski ausgestellte Kaufmannsprivileg befindet sich in lateinischer Abschrift in A VIII 27 Nr. 9. In der Tabelle wird als Ausstellungsjahr das Jahr 1591 angegeben, die Privilegienabschrift in A VIII 27 hat das Jahr 1592, doch bemerkt dort der Magistrat in seiner Attestierung der Abschrift unterm 6. II. 1796, dass das Original nicht mehr überall zu lesen war, ,,wie zum Beyspiel das Datum, welches gar nicht mehr zu lesen ist." 3) In der Spezialtabelle waren hier noch „Kazimirs" und ,,Mielzyn" aufgeführt, die schon bei der Peysernschen Inspektion aufgezählt waren. Sowohl bei Holsche 1. c. S. 444 als auch bei Sirisa 1. c. S. 125/126 erscheinen sie als zur Gnesener Inspektion gehörig.

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