Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Journal
- Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Volume
- 4 (1913)
- Article
- Plan für die Bearbeitung eines Urkundenbuchs zur Geschichte der Juden in Deutschland im Mittelalter
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 24)
- Language
- German
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— 22 — (BL 65*.) Dith is des Bades Uns in der Nyenstad. (BL 71.) Uppe der Jodhen strate. Isaac de Helmstede j taL1) Ghanan v fert. Mosse de Magdeborch xxiij soL Pezsak j taL u.s.w. (BL 73.) De luiken Schemen2) in der Joden strate jowelk vj soL (Bl. 74.) Dissen Uns gift van sik de Bad in der Nyenstad . . . van deine hornhus (Eckhaus) an dem sudenen der Joden strate hi hern Emberns hove .... van dem orthuse (Eckhaus), dat lit uppe der Joden strate in der norderen half bi dem Membernshove. Or. Braunschweig Stadtarchiv; Rechts-Gedenk- und Copialbuch der Neustadt. --Dr. Haenselmann, U. B. d. Stadt Braunschweig II, 3 (1900) nr. 872 S. 510. In diesen Fällen kennzeichnet das Stichwort des Regests den Text ausreichend. In anderen Fällen, in denen der Urkundeninhalt eine genauere Kennzeichnung erfordert, muss das allgemein gehaltene Regest in besonderer Weise ergänzt werden. Das geschieht bei Statuten von Städten und Innungen am besten durch die Uebersetzung: Ulm. 1300 Mai 15. Ulm. Stadtrecht. Nachtrag zu dem Stadtrecht von 1274 Apr. 16., überliefert im Saalgauer Stadtrecht (B). 2. Item sciendum est, quod Judeus in foro civili convincendus est cum uno Ghristiano et Judeo. Et si quos excessus fecerit seu iniurias alicuiy pro his emendari debet (utpote) poena pecuniaria utpote Christanus. Zu wissen, dass ein Jude im bürgerlichen Gericht durch einen einzigen christlichen und jüdischen Zeugen überführt wird. Und wenn er eine Ausschreitung begangen oder jemandem Schaden zugefügt hat, so soll er dafür büssen mit einer Geldbusse wie ein Christ. 31. Dr. K. Mollwo, Das rote Buch der Stadt Ulm Anh. I S. 238 (Württemb. Gesch. Qu. VIII). Wirtemb. U. B. VII nr. 2415 Anlage. Braimschwe5g. Magdeburg. Goslar. 1312 Apr. 2.3) Uebereinkunft der Lakenmacher im Hagen, in der Neustadt und in der Altenwik mit den Juden. 32. J) An dieser Stelle stand früher Mosse van Misne. 2) Kleiner Fleischscharren. 3) Nach Mack (U. B. d. St. Braunschweig III S. X) weisen die neben den Ratsmitgliedern genannten Zeugen auf das Jahr 1322, unter welchem eine zweite Eintragung dieser Urkunde im Degedingebuche des Hagens erscheint. Mack hält deshalb unsere Eintragung für nachträglich gemacht und falsch datiert.