Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Journal
- Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Volume
- 4 (1913)
- Article
- Plan für die Bearbeitung eines Urkundenbuchs zur Geschichte der Juden in Deutschland im Mittelalter
- Date
- 1913-01-01
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
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Plan für die Bearbeitung eines Urkundenbuchs zur Geschichte der Juden in Deutschland im Mittelalter. Entwurf.1) I. Der Plan im allgemeinen. Der Plan eines Urkundenbuchs zur Geschichte der Juden in Deutschland im Mittelalter geht darauf zurück, dass das Gesamtarchiv der deutschen Juden nur in verschwindend geringem Umfange originales Material für das Mittelalter zu sammeln vermag. Sollte das Gesamtarchiv sich nicht auf die Neuzeit beschränken, so musste deshalb für das Mittelalter durch Abschriften und Regesten der in Staats-, Stadt-, Schloss- und Kirchenarchiven zahlreich vorhandenen Urkunden gesorgt werden. In diesem Sinne wurde 1906 mit der Bearbeitung eines Urkundenkatalogs begonnen. An eine Veröffentlichung war zunächst nicht gedacht. Aeussere und innere Momente bewirkten es aber, dass diese Anfänge zu dem Plan eines Urkundenwerks entwickelt wurden. Gemeindeakten haben einen zusammenhängenden Inhalt, der "nach bestimmten typischen Gesichtspunkten leicht in kürzester Form in einem Inventar zum Ausdruck gebracht werden kann. Mit und selbst ohne dieses können auch Aussenstehende sie auf Grund von Anfragen und Auskünften leicht ausnutzen. Anders Urkunden. Ihr Zusammenhang ist viel zu lose, ihr Inhalt viel zu singulär, als dass man ohne Bekanntmachung ihres Inhalts die Ausnutzung eines im Archiv handschriftlich vorhandenen Urkundenkatalogs durch Aussenstehende hätte erwarten dürfen. Die 1909 begonnene Veröffentlichung von Akteninventaren in dem Organ des Gesamtarchivs kam hinzu, um den Plan einer Regestenveröffentlichung näher zu rücken. Der alte Plan musste dabei aber soweit unverändert bleiben, dass man nicht, wie bei den Akten, an nach Gemeinden geordnete periodische Teilveröffentlichungen denken konnte, 1) Der Entwurf erscheint zunächst nur im Namen des Herausgebers. Wie weit er nach den Kuratorialbeschlüssen für das Urkundenbuch massgebend sein wird, wird im nächsten Jahrgange dieser „Mitteilungen»" angegeben werden, in welchem auch einige hier noch nicht behandelte Fragen betreffend Umfang und Art der Arbeit nachgeholt werden sollen. 1