Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Journal
- Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Volume
- 3 (1911-1912)
- Article
- Bericht über die Tätigkeit des Gesamtarchivs der deutschen Juden
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 23)
- Language
- German
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— 77 — tungen, Institute usw. gesondert von den Gemeindeakten zu sammeln. 4. Familiengeschichtliche Abteilung. S. S. 69. Eine genauere Mitteilung über die Einrichtung dieser Abteilung erfolgt später. j 5. Henriette Becker-Stiftung zur Erforschung der Tätigkeit [jüdischer Gelehrter, Künstler, Entdecker, Erfinder, Männer der Literatur und des öffentlichen Wirkens. S. S. 62. Der Zweck der Abteilung ist des näheren in den hier folgenden Paragraphen 2, 4 und 7 der Stiftungsstatuten niedergelegt: § 2: Der Zweck der Stiftung ist, die Tätigkeit der Juden aller Nationen in der Technik, Wissenschaft, Kunst, Literatur, Staats¬ und Kommunalverwaltung und als Forscher, Entdecker und Erfinder personen- und sachgeschichtlich zu erforschen und zu verfolgen und das so gesammelte Material zu einem Buche zu verarbeiten. § 4: Die Zinsen werden zur Vorbereitung eines Buches auf Grund' gedruckten und archivalischen Materials über jüdische Entdecker und Erfinder verwandt. Die Arbeiten werden durch einen wissenschaftlichen Hilfsarbeiter des Archivs unter Leitung und Aufsicht des Archivvorstandes beschafft. Die Arbeiten und Sammlungen der Stiftung sollen der familiengeschichtlichen Abteilung des Gesamtarchivs der deutschen Juden in Berlin überwiesen werden. Über die Arbeiten wird alljährlich in dem Geschäftsberichte der Mitteilungen des Gesamtarchivs der deutschen Juden Rechenschaft gegeben. Nachtrags-Paragraph 7: Die Bestimmungen der §§1 und 2 erstrecken sich auch auf Frauen. 6. Bücherei zur Geschichte der Juden in Deutschland. Eine Präsenzbibliothek, welche zu möglichst grosser Vollständigkeit gebracht werden soll; nicht nur für die spezifisch jüdischgeschichtliche, sondern auch unter Berücksichtigung der grundlegenden allgemein-geschichthchen Literatur. Der bisherige Bestand ca. 2500 wird zum grössten Teile der jetzt aufgelösten Bibliothek des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes verdankt. Für die Entwickelung des Archivs ist ausser den Sammlungen, dem äusseren und inneren Ausbau und der Benutzung auch noch das Verhältnis zu den anderen geschichtsforschenden Instituten und Vereinen massgebend. Es kommt darauf an, dass das Gesamtarchiv sich in diesem Kreise den seinen Arbeitsaufgaben entsprechenden