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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-10-01 · 10 (Oktober 1846) · p. Seite 396

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
10 (Oktober 1846)
Date
1846-10-01
Page
Seite 396 (sequence 38)
Language
German
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Z96 Allgemeine theologische Bibliographie. «nb wird dieses ihm hoffentlich zur Notiz bei einer abermaligen Überarbeitung bienen. — „Das Ghetto in Rom' von Th. Mannheimer" spricht die Gefühle des Verf. aus, vor Venen die eigentliche Beschreibung der Zustände fast-ganz zurücktrrtt. — Um desto befriedigender ist der Aufsatz „die Juden in Italien von Fr. Mannheimer/" der mit vieler Sorgfalt eine Statistik der italienischen Juden, ihrer politischen, wissenschaftlichen, gewerblichen Zustande u. s. w. üringt. Ungenau wird jedoch hier berichtet, daß in Italien NMN TO. und nixip» langst abgemachte Lebensfragen sind. — „Skizzen einer Geschichte der Kararten von Dr. I. M. Jost. Erste Abtheilnng." Die Ergebnisse der durch eine Reihe von Jahren angestellten Forschungen werden hier zum Theile niedergelegt, und erwirbt der gelehrte Verf. sich ein wahrhaftes Verdienst um einen bisher noch sehr wenig rultivirten Zweig der Literatur. Ob im Gegensatz, zum Karaismus der RabbiniSmus richtig in der Bezeichnung aufgefaßt ist, „er überlaßt sich weit mehr der Phantasie"" dürfte auf dem Boden des Gesetzes, der Halacha — und hier ist es doch vorzüglich, wo Karaismus und Rabbinismus einander gegenüber stehen — zu verneinen sein: den Rabbinismus characterisirt auf diesem Gebiete Verstandesschärfe, von der natürlich die Phantasie zurückgedrangtwird. Hingegen tritt die Phantasie um desto freier in der Hagada hervor und sind-hier die vom Verf. entworfenen Grundzüge entsprechend. Mit vieler Spannung sehen wohl auch Andere mit uns den folgenden Abtheilungen dieser verdienstvoller Arbeit entgegen. — „Ein gefundener Brief, mitgetheilt von' Dr. L. Zunz"" ist ein wahrhafter Fund, eine Perle aus dem reichen Schatze des Vers. Es wird über die Unwissenheit des Zeitalters geklagt, das mit dem Leben- und Wirken Vieler, die in der Geschichte der Juden glanzen, so wenig bekannt ist; aber von welchen Führern soll es diese Bekanntschaft erwerben? „Doch wohl nicht von jenen Autoren, die alles Alte, das jüdisch ist, mit Füßen tretend, unaufhörlich ausrufen, daß erst mit ihnen das Heil komme und die Wahrheit, die alle Bücher, worin gewisse courante Waaren nicht feikgeboten oder angepriesen werden, anfeinden, auch von Jenen nicht, die die hebräischen Bücher verbrennen, die Kenntüiß dieser Sprache unter ur.s ausrotten möchten, weil dieselbe Palästina und das Mittelalter, den Particularismus und das Veraltete vertreten, wir aber die Kinderschuhe, die uns der göttliche Bund angelegt, längst ausgetreten. — Wenn die Bande der Sprache, der-Geschichte und Religion, der Idee und aller Nationalität auf diese Art beharrlich gelockert werden, so erstaune nicht, daß unsere fashionablen Juden die hebräischen Bücher schleunigst auf den Boden bringen oder verkaufen, und um die Männer dieser Geschichte kein betitelter Narr sich kümmert."" — „Vorrede zu einem jüdisch-deutschen Andochtsbuche vom Jahre 1709, vom-Rabbiner L. Stein."" Der Verf., „dem der Zufall ein interessantes Büchlein Liebliche Tefilla in die Hand gespielt,"" aus dem er hier die Vorrede wiedergibt, hatte, so sehr seine Pietät zu ehren ist, doch vielleicht besser gethan, den Zufall unbenutzt zu lassen. — Auch die hierauf folgenden „Briefe aus Galizien, von .... m.... n"" sind nur von untergeordnetem Werth. — Um desto schätzbarer ist die biographische Skizze „Joseph Perl, von Nathan Horwitz, Med. Dr.'" Hier wird ein wahrhaft kräftiges Lebensbild in männlicher gediegener Sprache geboten. — „Judenthum und Romantik. Genre-Bild aus dem vorigen Jahrzehend, von Szantö/" ist eine der schönsten Zierden dieses Jahrbuches. Der Verf. tritt uns hier als reichbegabter Romantiker entgegen, der das jüdische Leben nach seiner poetischen Seite, aber fern von Affectation auffaßt und es in liebenswürdiger Weise wiederzugeben weiß. — „Das alte Babele, von L.

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