Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 2 (Februar 1846)
- Date
- 1846-02-01
- Page
- Seite 70 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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GMchtMng Md BeqasMichkkit fremder Eltern mm SM HW Schule besorg ff‘ väß Nn förmWches' Pr»fiönatsha«s ihne» Üugeräumt rst^ das den Zög- Rugew Ä MräMcher Quantität nähr- und Wmackhuste Kost besorgtwofür> mit Jnschluß des zu leidenden Unterrichtsgeldes, beit den:WchUern der und L MM MchrnMch 1 M 5L Kr. C. M., bet de«: übrigen Elaffrn L Fl. C. M. bezahlt wird.- - ■ ■ '■*■ .. :.yV.. -y .: 9)Für die Gesundheit der' Zöglinge und für ihre' Reinlichkeit, Ordnung in ihren Kleidungsstücken u. f. w. wird besonders Sorge getragen, ebenso - auch, daß die Zöglinge selbst des Nachts Ln ihren SchlafgemLchern, wo jeder fein eigenes Bett, und zwar Knaben von Mädchen getrennt^ angewiesen hat, bewaM werden. Da stch unter de» angrstMten Lehrern 2 tüchttge Talmudiste« befinden, so ist auch die Aufnahme des Talmuds als Lehrgegenstand ffo die resp. Abtheilungen vorbereitet. — A u s B a i er n. sD«Ä isrark Schulwesen in BaierM) Der mächtige Mnfluß der SchnLe-.a«ß - Maatwfc Kirche .(Synsgoge) ist so allgemein anMrnnt, dMihy selbst diejenigen nicht streitig machen, welche dem Standeder in ihr wirkt, die Berechtigung abfpmchen, eine diesem Einfluß gemäße. Stellung im Staate zu «chatten, und ihn daher gewöhnlich ans den Lohn im Himmel verweisen. —- In Israel ward seine Wichtigkeit zu keiner Zeit verkannt. Das bezeugen die ehrenden Aussprüche im Talmud und den Codices, das ehrerbietige, oft rührende Benehmen wichichaft großer Judengegen ihre Lehrer, und die Aufmerksamkeit «nd Sorgfalt, welche unter uns täglich mehr dem Unterrichte der Jugend gewidmet wüd- Das muß ettr ganz entarteter Israelit fein, Md er kann nimmer ans dir Achtung: seiner Glaubensgenoffen Anspruch machen, welcher eine völlige Gleichgültigkeit gegen das, was seine Kinder in der Schule lernen, au den Tag legt. Wenn Brr, besonders der öffentliche Unterricht und nur davon sprechen wir — seit Ängesahr einigen- Sacula im Argen lacf, so.ist die Ursache i» allgemeinem gedrückten BrrhLttniffen zu suchen, bezüglich deren wir baierische Jsraeltten um kein Haar Keffer daran waren als unsre Glaubensbrüder andrer deutschen Lande, und — sagt Herr Rabbiner Dr. Wolff bei der Einweihung des Neugebaudes der Weisthule in Kopenhagen: „Es geziemt stch wahrlich nicht, dem gegenwärtigen Geschlecht vor seinen Richterstuhl zu ziehen, was unsre Later unten druckenden Umstanden ,/ unter stiefmütterlicher Behandlung von Seiten der Negierung, unter krankendem Hohne und mißtrauischem Begegnen von Seiten ihrer MttEger, unter einer in jedem Falle erbärmlichen Lage gewirkt." Wir berühren diese Zustande an Nachstehendem nur, um darauf hinzuweisen, wie durch den plötzlichen Uebergang von dem liebgewordenen Alte» zu dem immer scheel angesehenen Reueu den moderne» Schulen und ihren Lehrern ein überaus schwieriger Standpunkt: gegenüber denen, für welche sie und unter deren Auge« Ae wirken sollten, angewiesen wird. An die Stelle finstrer enger Raume, in welche» neben, der hinbrütende». Jugend das. gackernde Haushuhn, einherschritt und die Hausfrau oder gar der Hausherr in der Person des Lehnxs den häuslichen ABetten oblag, mußten auf Kosten der Gemeinden eigene freundliche Lokalitäten mit neuen inner« Einrichtungen hergestellt werden; profane deutsche Bücher beanspruchten neben den heiligen vergilbten Werken einen Platz; neue Gegenstände des Unterrichts wo» tö machten sich geltend, und Leute