Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 2 (Februar 1846)
- Date
- 1846-02-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Geschichte jüdischer Zustände in -er pyrenäilchen Halbinsel. Von vr. D. Cassel. (Fortsetzung.) Än diese Betrachtung möchten wir eine andere knüpfen, bei der wir noch mehr als bei der vorigen uns gegen eine Verkennung unseres Zweckes verwahren, und noch starker hervorheben müssen, daß uns nur das Streben nach richtiger Würdigung der Vergangenheit geleitet. Wenn es dem Juden einmal beschieden war, überall in einer erceptionellen Stellung zu leben, selbst das Gebiet der geistigen Thätigkeit nicht ausgenommen, so ist ein Vortheil dieser sonst nur beklagenswerthen Ausschließung vielleicht der, daß es dem Juden leichter werden kann, einen andern Standpunkt einzunehmen, als es demjenigen wird, dem von vornherein und unbedingt alle Mittel, des Lebens und des Wissens theilhaftig zu werden, sich dargeboten, wie derjenige eine vielseitigere Kenntniß vom menschlichenLeben erlangen kann, dem überall Hemmnisse undSchwierigkeiten in den Weg treten, als wer vonJugend an eine gerade, gebahnte Straße vor sich gesehen. — Die welthistorische Bedeutung des Christenthums, die Stelle, die in der Geschichte der Menschheid von der ewigen Vorsehung dem Chrißenthume angewiesen worden, mag vom religiösen Standpunkte schon dem Juden eine andere erscheinen, als dem Christen; darüber, wie über das Wesen des Christenthums in der Lehre, über das theoretische Christenthum zu urtheilen, ist nicht unseres Berufes, noch dieses Ortes. Aber das Verhältniß des Christenthums in der Erscheinung, dessen, was es gewirkt und was es nicht gewirkt, scheint uns noch nicht gehörig und mit der gebührenden Unbefangenheit gewürdigt zu sein, und will es uns bedünken, als habe der größte Theil derjenigen, die hierüber Urtheile zu geben Gelegenheit hatten, in ihrer Auffassung der Geschichte mehr, als sie geglaubt, von dem christlichen Standpunkte stch den reinwiffenschaftlicheN verdecken lassen. Ist denn in der That,. fragt der Leser der Weltgeschichte, der eben so gut außerhalb des jüdischen wie Fraakel, Zeitschrift NI. 4