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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-01-01 · 1 (Januar 1846) · p. Seite 27

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
1 (Januar 1846)
Date
1846-01-01
Page
Seite 27 (sequence 26)
Language
German
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Tagesbegebenheiten. 27 Ministerium oder den Juden feindlichen Ansicht fein Entstehen zu verdanken habe. Diese Muthmaßung finden wir durch folgenden Artikel des iImvei-8 Lsraelite, Octoberhest, bestätigt. „Mehrere Oppofitionsjournaleund nach ihnen die israelit. deutschen Zeitungen haben von der Intoleranz gesprochen, die dieses Jahr bei der Wahl der Professoren, die mit der Prüfung der oberen Classen an den Kollegien zu Paris beauftragt find, vorgewaltet habe. Wir vernehmen aus einer glaubwürdigen Quelle, daß diese Journale schlecht unterrichtet sind und daß, wenn Herr Frank dieses Jahr nicht wie die vorhergehenden Jahre defignirt worden ist,' es allein darin liege, daß der Minister des öffentlichen Unterrichts mit Recht gedacht hat, daß man nicht immer dieselben Professoren wählen muß und daß diese Ehre rechtlich allen an der Universität Angestellten gebühre. Es ist auch in der That ganz sonderbar, ein Geschrei über religiöse Intoleranz zu erheben, wenn man von einem Israeliten spricht, der hinter einander zum Mitglied des Instituts, Ritter der Ehrenlegion und Namensträger einer der hervorragendsten Lehrstühle der Universität Frankreichs ernannt wurde!" Dasselbe Journal berichtet weiter: „Herr Pinede, Advocat beim königlichen Gerichtshof zu Paris, hat von der Regierung den ehrenvollen Auftrag erhalten, sich nach England zu begeben, um dort die Ausführung des Gesetzes über die Arbeit der Kinder in den Fabriken, das System der Lebensversicherungen, die Organisation der Scontobanken zu beobachten, und andere sociale Fragen, deren Lösung viel zum Wohlstände des Staates beitragen muß. Herr Pinede ist von seiner Reise zurückgekehrt, und beschäftigt sich mit der Redaction des Berichts über das Resultat seiner Studien. Auch in Preußen soll endlich einige Aufmerksamkeit der Synagoge geschenkt, und die zu den entmuthigendsten Resultaten führende Nichtbeachtung der Synagoge von Seiten der Regierung und das Princip, daß die jüdische Konfession als solche nur eine geduldete sei, aufgehoben werden. Sowohl daß das Ministerium eine Commission, um über jüdische Religionsangelegenheiten zu berichten, ernannte, als die Wahl, die es in den Commissionsmitgliedern traf, waren von guter Vorbedeutung und ließen mit Sicherheit ahnen, daß die Arbeit dieser Männer nicht resültatlos bleiben werde. Wir werden zu seiner Zeit hierüber Genaueres mittheilen. Mehrere, diese Tage uns zu Händen gekommene Nummern des zu London erscheinenden Journals: the Jewish Chronicle, sprechen die allgemeine Zufriedenheit mit der, in D. Adler getroffenen Wahl zum großbritannischen

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