Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 11 (November 1845)
- Date
- 1845-11-01
- Page
- Seite 444 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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444 Notiz e n. D e r W u n d e r st a b. Von Dr.* M. Letteris. (S. Sepher Hajascher, Parascha XIII.) Als Adam schon im Sterben lag, Zur Neige ging sein Erdentag, Sandt' er, das Aug* umnachtet schon. Zum Paradiese hin den Sohn, D'raus er in der Liebe Hast Ihm hole einen dust'gen Ast Vom friedumblühten Lebensbaum, - Der ihn entzieh' dem Todestraum Und ihm vielleicht Genesung bringe Auf balsamweh'nder Lebensschwinge. Seth brach das Reis nicht ohne Beben, Da Cherubim den Baum umschweben; Der Himmel selber doch gewahrte. Was fromm das Menschenkind begehrte. Als Seth nun dieses hergebracht. Lag Adam schon in Todesnacht. — Der Zweig, gepflayzt auf Adam's Grab, Ward bald ein duft'ger Blüthenstab. Und als der Menschen frevle Saat Der Sündfluth Dämon wild zertrat. Da wahrt' ihn Noa wie sein Leben. Er pflanzte um ihn seine Reben — Da sah man fie den Stab umranken, In seinem Duft die Trauben schwanken; Von seinem . Licht und seiner Kraft Erglänzt und blüht der Traubensaft. Und' fortgepflanzt von Sohn zu Sohn Erschien der Stab am Herrscherthron In Joseph's Hand, dem seine Sterne Das Glück gewiesen aus der Ferne. Er ging — nach Joseph's Lebenslauf — In Jethros Garten blühend auf. Von seiner Tochter Hand genährt Und von des Himmels Strahl verklärt.