Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 10 (Oktober 1845)
- Date
- 1845-10-01
- Page
- Seite 408 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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408 Notizen. an), ließ mir gerichtlich, wenigstens durch seinen Rechtseonsulenten, notisiciren, „das, was ich gesagt, könne der Woideslawer "tob ebenfalls sagen!" Die Fassung dieses Satzes laßt keine tröstlich beschönigende Auslegung weder für den W. Maggid noch für mich zu, und offenbar wollte Herr G. mit einem Hiebe uns Beide treffen.. Dem sei wie ihm wolle, so vereinige ich das Urtheil dieses feingebildeten Kopfes mit dem Ihrigen und rufe schmerzlich für meinen Ruhm, aber hingebend und ruhig füx die Wahrheit aus: Wenn F., G., R., S. und Z. meine Ansicht mißbilligen, wenn diesen^ ittyn von meiner rtd NV22N sagen, sie sei nicht rrriöni nru rtö, so bleibt mir kein Recht, eigensinnig bei meiner Meinung zu beharren, obgleich ich noch manchen Grund bewahre, der ihr Geltung verschaffen könnte. Nur kleinlaut richte ich die Bitte an Sie, die vorkommenden Falle, oder den vorkommenden Fall angeben zu wollen, wo sonst Gesellschaften von großen Gelehrten auf weite und gefahrvolle Reisen ausgezogen sind, um die Mittel zur Ausstattung von Brauten aufzubringen. Uebrigens haben mich meine talmudischen Reminiscenzen so weit verlassen, daß ich nicht mehr weiß, ob der gewöhnliche Sprachgebrauch des Vj nicht eher das ehrenvolle Eknholen und Begleiten der Braute als das Ausstatten derselben meint. Das letztere versteht man vielleicht ersten neuester Zeit so allgemein darunter. Ist dem so, dann wird meine Deutung: „Schule" noch einnzal mehr unwahrscheinlich. ' Lebrecht. Nachbemerkung des Redacteurs. Wir halten die Bemerkung des gelehrten Herrn Lebrecht nicht für durchgefallen, sondern nur — so geistreich sie uns scheint — nicht für erwiesen, wenigstens nicht aus dem Grunde, den er im Marzhefte gegen die bisherige gewöhnliche Deutung des rtd 'ft annahm, ^s lag, wie wir, aus die Geschichte hinweisend, annahmen (das. S. 100), hier mehr als eine gewöhnliche „Brautausstattung" vor, und hatte diese Reise nicht nur ein sondern eine Nw-LN zum Zweck. Wir glauben hierdurch genügt zu haben der Anforderung ^des Herrn L., ihm nachzuweisen, „wo sonst Gesellschaften von großen Gelehrten auf ff. Reisen ausgezogen, um die Mittel zur Ausstattung von Brauten aufzubringen." Wenn aber auch in anderen trüben Zeiten solche Veranlassung stattgesunden, so ist zu berücksichtigen, wohin man sich hatte wenden sollen. — Ueber das Etymologische des ftv22ft dürfte Herr Lebrecht nach seiner Annahme uns" mehr den Beweis schuldig bleiben, als wir nach der unserigrn ihm. ftiirüft ftrr V212N ist der gewöhnliche Ausdruck für „Heirathen", daher der Hiphis ftvttft paffend für Veranlassung hiezu; hingegen ist „Einnahme" durchaus nicht talmudisch, und wurde die Radir o» nicht für diesen Begriff — bis etwa in der ganz letzten Zeit — angewendet. .F- Druck der Teubner'fchen Officin in Dresden.