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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-10-01 · 10 (Oktober 1845) · page 3

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
10 (Oktober 1845)
Date
1845-10-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Arber manche durch den Fortschritt der Medicin im Iudenthum bedingte Reformen. (Schluß.) Nachdem nämlich R. I. Landau darauf zurückkommt, „daß, wo es sich um Menschenrettung handelt, auch in zweifelhaften Fällen selbst höhere Gebote zurücktreten, nachdem er ferner sein Erstaunen darüber ausdrückt, wie, wenn man die Sektion in dieses Bereich hineinziehet, man auch nur einen Augenblick über ihre Statthaftigkeit anstehen könne, erklärt er, daß man sich hier irrthümlich auf den Grundsatz von ww mpa (Menschenrettung) berief. Der Talmud kenne solches nur, wenn ein wirklicher Fall vorliegt, wo Jemand zu retten sei; die Sektion aber soll nur in der Absicht unternommen werden, vielleicht wird ein solcher Fall sich wieder ereignen: auf ein derartiges Vielleicht aber (nstin Bi®a 17 rfsp) darf weder ein biblisches, noch ein rabbinisches Verbot aufge-. hoben werden." Wir müssen gestehen, daß bei aller Hochachtung vor diesem durch eminenten Tief- und Scharfsinn und ausgebreitete talmudische Gelehrsamkeit so weit hervorragenden Rabbiner wir unser Befremden über diese Schlußweise nicht unterdrücken können. Vor Allem scheint es unrichtig, daß hier nur ein Zweifel sek, ob ein solcher Fall sich ereignen werde: es liegt vielmehr in der Natur der Krankheiten, daß sie, ob häufiger oder seltener, ganz bestimmt an mehreren oder wenigeren Individuen wiederkehren; wer wollte z. B. daran zweifeln, daß, wie im vorliegenden Falle, Jemand wieder am Stein leiden werde *)? Und da die heutige Sektion allein das Mittel angibt, wie man in solcher Krankheit verfahren soll, so liegt doch hier ein eigentlicher Mi nips vor, der später nicht mehr aufzufinden sein wird. Denn deshalb heute unterlassen, weil auch dieses sich fügen kann, daß zu derselben Zeit, wo man einen Kranken an einem Steinschnitt wird operiren wollen, viel- *) Es ist also hier ein pap xn''Vi Wi, welches »ach Analogie des sain •pp twfVi doch wohl zu berücksichtigen ist. Frankel, Zeklschrift II. 28

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