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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-07-01 · 7 (Juli 1845) · p. Seite 288

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
7 (Juli 1845)
Date
1845-07-01
Page
Seite 288 (sequence 42)
Language
German
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288 Noch" etwas zur Verständigung. mer erhalten. ' Alles komme auf die große Volksshnode an; er verkenne die Schwierigkeiten nicht, aber man müsse und werde die Synode zusammenbringen, die Geschichte fordere es. Der Gottesdienst sei nicht der Anfang, sondern die Krone, das Resultat der religiösen Bestrebung. Grade im Judenthum sei Religion nicht, was nur in der Synagoge bestehe, sondern die Religion müsse das ganze Leben durchdringen." Trotzdem, daß mehre Redner fich in dieser Weise vernehmen ließen, drang doch die entgegengesetzte Meinung, gestützt darauf,-daß die Synode ka,um zu Stande kommen, oder doch einflußlos sein werde, mit einer enormen Majorität durch *. Welches Verhältniß nun die Minorität gegen diese Majorität einnehmen, ob sie sich der zum Gesammtbeschluß erhobenen Ansicht der Majo- ' rität unterwerfen werde oder nicht, ist mir unbekannt. So viel wird jetzt Jeder zugeben, daß es bei dem größten Theil nicht die Liebe zum Jmdenthum war, die die große Posaune zu der großen Reform erschallen ließ. Von nun an tritt auch die hiesige Genossenschaft in die Reihe derjenigen abgesonderten Tempelgemeinden, über die wie die Hamburger das Urtheil schon fest steht, und die daher keinen Kampf irgend einer Art weiter erforderlich machen. Es dürfte daher der einzige Fehler, dessen meine Auffassung dieser Bewegung zu beschuldigen sei, der sein, daß ich einen Augenblick geglaubt, alle Unterschriebenen hatten da's, was sie unterschrieben, aus voller lebendiger Ueberzeugung und mindern festen Willen, dasselbe nach allen Seiten hin zu vertreten und auszuführen, unterschrieben. Wenn ich das geglaubt, ^so sehe ich weinen vollständigen Jrrthum ein. Cassel. * Es^ist zu bedauern, daß über die bisherigen Debatten weiter keine öffentlichen Berichte erfolgt sind, als die in den Berliner Zeitungenvon denen wir hier stets die in der V. Z. berücksichtigt, da diese Zeitung sich stets günstig für die Reformbestrebungen ausgesprochen hat. Eine Einsicht in die Protokolle würde ohne Zweifel noch ganz andere Blicke in die Standpunkte der „Genossen" thun lassen. Druck der Teubner'schen Officin in Dresden.

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