Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 7 (Juli 1845)
- Date
- 1845-07-01
- Page
- Seite 272 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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272 Zur Wissenschaft des Judenthums. dar, und führt zu manchen überraschenden, mitunter wichtigen Resultaten, die yaturgemäß erst nach Darlegung des Materials sich gehörig aus einander setzen und begründen lassen. Wir beginnen mit einem der ältesten und ange- - sehensten VerfaffeMMes Taarich (Annalen), nämlich Hamza el Is - fahani, Zeitgen^n R.i Saadia Gaon's, dessen arab. Werk im Original unter dem Titel: UamLae!5pakanen8Ls ^nnalium libri X mit einer lat. Vorrede vonI. M. E. Gottwaldt, Petersb.m Leipzig, 1844 erschienen ist. Wir geben daraus das V. Buch (S. 83—94), enthaltend die jüdische Chronologie (als deren Hauptquelle die Mittheilungen eines jüdischen Gelehrten Zidkija und das Werk (hebr. s. Ltbl. d. Or. 1843. S.35. Anm. 74. 1845 S. 171.) von Pinchas Ben Bata dem Hebräer angegeben werden) in wörtlicher Uebersetzung (blos die wiederholte Formel „Friede über ihn" und oft das Wort: „Jahr" ist unübersetzt geblieben) mit einigen erläuternden Anmerkungen, und dann eine „Nachlese" aus den ersten 3 Büchern über persische, griechische und römische Chronologie. Es bedarf wohl keiner Erwähnung, daß dieses Werk auch noch sonst Interesse für den jüdischen Forscher hat, z. V. in geographischer Beziehung (s. u. A. S. 48 über persische Städte). Wir-wollen hier nur noch zwei Punkte in möglichster Kürze besprechen, das Weitläufigere für einen andern Ort verspürend. I. Der Einfluß der rabbinischen Legenden auf die s. g. Geschichte und Chronologie der Araber macht letztere zu einem Hülfsmittel für die Kunde und Kritik der ersteren und deren Literatur. II. Die Namen, welche den nächsten Anhaltspunkt für'die Geschichte der Sage bilden, verdienen besondere Beachtung. Es mögen daher einige allgemeine.Bemerkungen hier einen Platz finden, welche die so häufige Umstaltung oder Verstümmlung betreffen, insoweit diese nicht eine bloße typische Verschuldung sind (wie sie bei Herrn Gottwaldt wohl hin und wieder vermuthet werden muß). — 1) Consonanten. Das Arabische hat bekanntlich 6 mehr als das Hebräische, die sich durch diakritische Punkte unterscheiden, und schon in denselben Wurzeln nach einer organischen Lautverschiebung für die entsprechenden hebräischen erscheinen, z. B. £ (a) für 9. Und auch sonst findet Lautverschiebung statt.— 2) Vocale sind entweder durch V ocalbu chstaben ausgedrückt (welche sich also wohl in den hebräischen Quellen fanden?!) oder durch das im Arabischen vorwaltende a ersetzt. Eine genaue Wiedergabe ist schon darum unmöglich, da das Hebräische 10, das Arabische nur 3 Vocale hat, wobei noch die Einwirkung der s. g. emphatischen Consonanten auf die Aussprache des Vocals zu beachten ist, die auch auf die Consonanten-Umwandlnng einwirkt, ,wo der Vocal mächtig genug ist; so z. B. könnte £ (ke) arab. nur durch (2) gegeben werden. — Da der Ara-