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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-03-01 · 3 (März 1845) · p. Seite 120

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
3 (März 1845)
Date
1845-03-01
Page
Seite 120 (sequence 42)
Language
German
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120 Recensionen. die oft der einzige Schlüssel und Wegweiser in den verschlossenen oder labyriutischen Räumen der Bibliographie und Geschichte sind. Unsere Notice enthalt noch als Anh ang (p. 59—71) drei Briefe, hebräisch und französisch, von verschiedenem Interesse- Im 1. beklagt sich Josef über die untreu gewordene Gattin — die Philosophie, oder die bezweifelte Doktrin Maim.'s, die dieser wieder befestigen soll. Letzterer, im 2., leider unvollständigen, die Vergleichung fortführend, schiebt alle Schuld auf Josef selbst. Beide Männer zeigen sich hier als Meister jenes anziehenden Kunststyls, den wir an Charisi und Immanuel bewundern. (S. 61, Z. 4—5 ist noch auf Spr. 28, 26; 10, 8; 29, 11; Koh. 2, 14 zu beziehen). Das 3. Fragment eines aus dem Arabischen übersetzten Briefes Maimonides' an Josef ist, nach Munks Abschrift, von Dr. Carmoly (Annalen 1840, S. 233) ohne Angabe der Quelle und ungenau wiedergegeben, wobei Munk vor den positiv hingestellten Aussprüchen dieses berüchtigten Gelehrten warnt. Das Fragment verdiente für die Geschichte Maimonides die Beleuchtung eines der Nestoren auf diesem Felde. — Zu der Bemerkung Munk's über Josefs Titel "nvn toan und »•ma vergl. Zunz, Binj- II. p. 116 (wo auch der oben erwähnte R. Josia). — M kann eben so gut als Imper., wie als arabisirendes kraet. aufgefaßt werden. — , Nur mit innigstem Bedauern, doch getrieben von Wahrheitsliebe und vorurtheilsfreiem Eifer für die Wissenschaft, schließen wir diese, nur aus Rücksicht für den Gegenstand und den um die jüdische Wissenschaft hochverdienten Verf., vielleicht allzuausgedehnte Beurtheilung mit einem Envurtheile, dessen Gerechtigkeit wir hinlänglich im Einzelnen begründet zu haben glauben: Diese 2. Notice enthalt viel Belehrendes, was die jüdische Wissenschaft dankbar ausnehmen wird, manches Neue, manches Wiederholte o h n e A n g a b e der Quelle^), während andererseits nicht einmal die wenigen, dem Recensenten zu Gebote stehenden Mittel gehörig benutzt sind. Bei aller Meisterschaft der scientisischen Form haben doch auch Unkritik und Hyperkritik sich geltend zu machen gewußt, am meisten schmerzlich ist es aber, denr gefeierten Namen Munks das Urtheil in einer Sache absprechen zu müssen, die noch würdigere Namen unsterblicher Männer gerade unter solcher Aegide zu beflecken droht, und vor dem öffentlichen Ausspruche eine genauere ängstlichere Sorgfalt erheischte! — Wir hoffen, Munk bald freundlicher und respectirender begegnen zu können. Prag, November 27) Carmoly, Dernburg, Geiger, Rappoport, wie wir an einzelnen Stellen nachgewiesen. Druck der Leubner'schen Ofsicin in Dresden. 1844. M. Steinschneider.

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