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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-06-01 · 3 (Juni 1844) · p. Seite 111

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
3 (Juni 1844)
Date
1844-06-01
Page
Seite 111 (sequence 25)
Language
German
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Die Epoche des Maccabaerkampfes und die heutige Zeit. 111 Als Quelle für die Geschichte jener Tage liegt uns das Buch der Maccabäer vor; untex den heiligen Schriften bezeichnet das Ende des Buches Daniel diese Epoche. Zwar scheinen die dortigen Sprüche in tiefes Dunkel gehüllt, doch leiten gerade die in dem zuerst erwähnten Buche ausgezeichneten Begebenheiten uns auf manche Spuren, über die dann Daniel die überraschendsten Ausschlüsse gibt. Daselbst heißt es,^) 11, 15: „Und es wird kommen der König des Nordens und wird Wälle aufwerfen und feste' Städte erobern, und die Arme des Südens werden nicht widerstehen," ff. (Unter dem „König des Nordens" ist unbezweifelt Antiochus Epiphanes, König von Syrien, das nördlich von Palästina, gemeint, so wie unter „Süden" Egypten, mit welchem derselbe in Krieg verwickelt war). V. 28: Und er kehrt zurück in sein Land mit großem Reichthume, und sein Sinn ist gegen den heiligen Bund gerichtet, und er trifft Anstalten, und kehrt zurück in sein Land. V. 29: Zur Zeit kommt er wieder nach dem Süden „V. 30:... und er zürnt über den heiligen Bund und vollführt, und er denkt wieder nach über die, die den heiligen Bund verlassen" **) V. 31 Und Gewalten (Feldherren) gehen von chm Ms, die werden entweihen die heilige Veste und abschaffen das tägliche Opfer, und aufstellen das entsetzliche Scheusal. V. 32: Und den am Bunde schreiben: Im ersten Jahre Simon des Hohepriesters (ixt Zifimvoq ap^tipeög peydkov), aber auch hier nicht, „znm höchsten Gotte" (rw Bsäl rw b<piox<p). Auch vom Buche Esther wurde schon von den ältesten Eregeten bemerkt, daß jede göttliche Benennung in demselben vermißt werde; aber auch hier gibt Obiges Licht. Die Abfassung (oder Üebersetzung aus dem Perfischen) des Buches Esther scheint keineswegs vor der Maccabaerperiode erfolgt zu sein (worüber an einem andern Orte); das Verbot der Benennung eines heiligen Namens bei menschlichen Thaten, d. i. die Anerkennung eines unmittelbaren göttlichen Einfiuffes, mußte, so man nicht zu feindselig gegen die herrschende Dynastie hervortreten wollte, allgemein gemacht werden; und litt auch das Buch Esther unter ihm. Es erklärt fich auch hierdurch der anfängliche Widerwille, das Buch Esther so wie die ganze Feier des Purims anzuerkennen (vgl. Megilla f. 7 ), ferner, daß über die Maccabäer keine Megitla e.ristirte, ihrer selbst nur wenig Erwähnung in der Megillat-Taanit geschieht; endlich, daß das ursprünglich in hebr. Sprache verfaßte erste Buch der Maccabäer nie zu Ansehen gelangte, und fich nur in eine* griechischen Uebersetzung erhielt. Weitern Aufschluß gedenken wir in einer Monographie über das erste Buch der Macc., in welcher sein hebr. Ursprung (und nicht wie I. D. Michaelis meint, syrischer) nachgewiesen, und das Obige noch näher motivirt wird, zu geben. Der Redacteur. -*) Wir heben zur überfichtlichen Erleichterung nur die vorzüglichsten Verse und Vcrötheile heraus. **) rP*72 'Oty by p’n Diese Stelle ist sehr dunkel.

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