Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Volume
- 13 (Ausgabe B) (1937)
- Issue
- 23 (1.12.1937)
- Date
- 1937-12-01
- Page
- Seite 412 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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mfwz :Jüdisches Gemeindeblatt für. den Verband 'der-Eiü^^a^d^^iBä^D" ^ää&e^^t?^ :Nri;>f3r MÜNCHEN » BBIENNERSTBASSE 52 KOSTÜME KLEIDER MÄKTEIr PELZE tens ,das ein individuelles .und ein universelles, ein menschliches und ein göttliches sei. weniger in seiner historischen als in seinem zeitlosen Wesen zu erfassen, das Gleichbleibende'an allem Beten, den Vorgang "des Betens schlechthin deutlich zu machen. Beten ist seinem Sinngehalt nach das -Hereindringen äejs- Menschen in die Wirklichkeit Gottes und" Gottes in die Wirklichkeit der Natur, die Berührung zweier Welten. Der $te)asch wendet sich ab von einem nur im Bereich des Natürircnen sich vollziehenden Leben und nimmt seine Richtung auf Gott. hin. So ist Beten nicht eine Stimmung, sondern ein Ereignis; .das sich in jedem Menschen, jenseits von Konfession und 'Religiosität vollzieht. Die Krise des Betens beteht darin, daß den Menchen das Geheimnis der Berührung fremd geworden ist: es fehlt das Gefühl des Zusammenhangs und die Kraft der Rdchtungsänderung. Aus diesem Zirkel kann man nur durch das-Bemühen um jedes Wort des Textes hinausgelangen. Dann wird die Erfahrung, daß echtes Beten über das Persönliche hinausgreift, neu gewonnen werden. -.Chanukkah-Messe des Jüdischen Frauenbundes Die Chanukkah-Messe des Jüdischen Frauenbundes fand am 23., 24. und 25. November in den Räumen der Israelitischen Kultusgemeinde, Herzog-Max-Straße 7. statt. Es wurden Waren jüdischer Ausstellerinnen gezeigt, die durchwegs auf einer geschmacklich ausgezeichneten Höhe standen. Man sah Textilarbeiten aller Art wie handgewebte Decken, Teppiche, Vorlagen, Kissen, Tücher, Untersätze, Strickkleider und gestrickte Kinderschuhe, Pullover, Mützen, Jacken, Schals, Bauerngedecke mit' handgenähten Motiven, gestickte und gehäkelte Arbeiten, Täschchen; Handschuhe und Bucheinbände sowie gut entworfene und geformte Gegenstände für den täglichen Gebrauch aus Metoll, Holz, Glas und Fayence, z. B. eingelegte Kästchen, bemalte Kacheln,- Flaschen, Gläser, Schalen und Spangen; schließlich eine Reihe ritueller Gegenstände wfe Chanukkah- Leuchter, Kidduschbecher, Hawdolohteller und dergleichen -mehr. Der Besuch war sehr rege und die Damen des Frauenbundes konnten erfreulicherweise eine Reihe von Verkäufen -vermitteln. MAGISTER KIRSCH der gute Likör, Magister MQnchen VII . Stadtfiliale Hochbrückenstr. 14, Ecke Herrnstr. Levinger Zigarren Kaben ihre Stammkunden! S. LEVINGER, Bayerstr. 21 Im Höfel Rheinischer Hof Gegr. 1886 : Fernsprecher 54897 %% Tägliche Ersparnisse durch täglichen Einkau! von Lebensmitteln — Textilien — Haushaltartikel im ''- "Geschäft I fe^^^nbnrgersb:. 128 * TeL 62471 * Lieferung frei Haus Zionistische'Ortsgruppe M Ü n dl e n ScbJoiser»ir. 2/1 Tel. 53 0 51 Hebräische Sprachschule der ZOG. Bei dem am Samstag, 4. Dezember, abends 8 Uhr im Bibr liotheksaal der Gemeinde stattfindenden , Chanukkah-Abend werden neben Rezitationen und Liedern auch folgende Werke zu Gehör gebracht: „Allegro" aus dem Klavierkonzert g-moll für Klavier und Orchester von M. G o 1 d b e r g. (Solist: Dr. Bettsack. Begleitung: Mitglieder des Kulturbundorchesters.) „3 Chassidische Tänze" für Streicher und Klavier. Alle Schüler und Freunde der Sprachschule sind zu diesem Abend herzlich eingeladen. * , . . Anfang Dezember werden 2 Kinderkurse für Hebräisch eingerichtet. Kurs A für Kinder im Alter von 6 Jahren. Kurs B für Kinder im Alter von 7—8 Jahren. Der jeden Samstag 20.30—22 Uhr stattfindende Grammatik-Kurs ist notwendig für jeden, der seine grammatikalischen Kenntnisse systematisch festigen und erweitern will. Ebenso gibt der jeden Montag 20.30—22 Uhr stattfindende K o n - versationskurs dem Teilnehmer reichlich Gelegenheit, die Konversation an Hand von guter hebräischer Literatur (vorbereiteter und vom .Lehrer vorgetragener) zu üben. Die Anmeldungen zu sämtlichen Kursen, Auskünfte und genauer Stundenplan beim Büro: Schlosserstr. 2 (Tel. 53 0 52). Vortrag Dr. Rothschild Am 15. November sprach in einer Mitgliederversammlung Rabbiner Dr. Lothar R o t h s c h i 1 d, Saarbrücken, über das Thema: „Jüdische Menschen in der Entscheidung — Wege zum Judentum." Die zahlreich Erschienenen, unter ihnen viele Jugendliche, dankten dem Redner für seine eindringlichen" Ausführungen durch eine angeregte Diskussion. Winterarbeit der Wizo Den Auftakt zur diesjährigen Winterarbeit der Wizo bildete eine Zusammenkunft im Restaurant Schwarz, am Montag, den 22. November. Im Mittelpunkt des'Abends stand ein Referat der" Vorsitzenden der Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina in Deutschland, Frau Irene T u g e n d r e i ch, Berlin, über „Aktuelle Fragen der Wizo-Frauenarbeit in* Palästina und in Deutschland". Frau Tugendreich-umriß das Arbeitsgebiet der Wizo: Vorbildliche Ausbildungsstätten für Hausundv Landwirtschaft, Wanderinstruktoren, Abendschulen, Jugend- und Flüchtlingsfürsorge, neuerdings auch Arbeitsvermittlung und Berufsberatung und zeigte, wie sehr die Arbeit der Wizo. eingebaut ist in die gesamtzäonistische Leistung. Die trotz aller augenblicklichen Schwierigkeiten ungebrochene Einsatzbereitschaft der dort am Aufbau Weiterschaffenden muß den Frauen hier Beispiel sein, auch ihre persönlichen Sorgen hintanzustellen, sich ernsthaft mit allen Palästina-Problemen zu beschäftigen, vor allem aber die Verbundenheit mit Erez Israel durch Erlernung der hebräischen Sprache zu vertiefen. Der den Ausführungen gezollte Beifall und die in der Aussprache weiter betonte Notwendigkeit .der Intensivierung der Wizo-Arbeit in München, berechtigt zu der Hoffung, daß die nun wieder regelmäßig stattfindenden Zusammenkünfte weiterhin einen großen Kreis aller für Palästina interessierten Frauen vereinigen. Tafelgerät und Schmuck Vornehme Geschenke M. T. Wetzlar, München Marimwanstrafie 2 SCHUHHAUS M. FLEISCHMANN MÖNCHEN, THEATINERSTRASSE 17 Spezialität« «ALL Y-SCHUHE ,-" -.: ■ '