Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern
- Journal
- Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern
- Volume
- 1937
- Issue
- 8 (15.10.1937)
- Date
- 1937-10-15
- Page
- Seite 17 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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11 Mitteilungen 4m Jüdischen LohrervereJn» für Bayorn Mt<$ Wir emtdecken vielleicht auch noch, daß das RiriKtmachcn der Linien einfacher und natürlicher vor sich geht, als das (ierademach.en. Hier exzentrische, dort konzentrische Bewegung. Nach Steigerwaldt beginnen' wir folgerichtig mit dem Vor» stellungS7,eichuen r u n der F o r m e h. Also: Nummernscheibe, N a m e n s c h i 1 d . nach vorhergegangenen Schriftübuugen. Trauben (als Beispiel des Nebenunfcl Übereinander lifor Seheibenformen). S c Ii ii t z e ii s c h e i b e (als Beispiel der ringförmigen Teilung der Scheibe). \Y a g e n r a d (als Beispiel der strahlenförmigen Teilung, Vier*. Acht-, ZwöbTeiil'ung). . v Kettenglied (als Beispiel der Überschneidung). Schnitt (als neue Variaute der nilnldie.n Twin). Hufeisen (entwickelt sich aus zwei verschiedenen Fiformen, die kleinere nach unten verschoben). B il e t /, e I (als lirweiternng der sich überschneidenden Fifonnen). " i S c Ii n e c k e u h a u s (als komplizierteste runde Form, Deutr Kchmachuug der AinfroMiMig des (iehauses durch eine ('.erüst- Zeichnung von zwei Kreiden). Auf wertlosem Papier is^t dieses Aufrollen umd Finrollcn in einem Zii'ge fleillig zu üben. liiiid1 wenn es auch fast nur in der Luit ^ezeicliuet \v:ir-d. .d'i'Ciul es in ganz besonderem (irade zur Umwicklung der Handfertigkeit- \ mi H ii r r r n zalill man. er halte die Falliten!, mit beidiM: I landen zu gleicher Zeit zwei Spiralen in cii-ner sich znkelnem den Is'iclilun« vollständig symmetrisch zu zeichnen. (l'oits'etziniR l'olgl.) Vereinsmittellungen Persönliches. Am Hrew lauin-Kippur verschied Fnuu Adele N u 15 b a u in . die Witwe unseres \ eieinsnütgliedes Moses Nullbaum s. A.. Lehrers in M-all-buch. Auch an dieser Sl»ell:e sei den K,ii;i:.lern der verstorbenen, geschätzten Fi au herzliches Bedexi rnm Ausdruck gebt acht '■ Sehuhunlsbcwerber (,ns!av Trepp, bjsher hi MLinclicn, trat am II. Oktober ds. Js. die Lehrcrsfclle an der niviige- ■ gründeten Fr/nkssehule in Hanau a. M. an- Berlchtigmig. In vier vor kuizem unseren MitgHe.dein übersandten Mitglied erliste ist durch cm behauet!iclie.> Vergehen d<. r Name unseres Kollegen Dr. Ludwig 11 a m m e 1 b u'^Le r. W'iirzbnrg, Siebotdlsr,...-.^-..........wichtrrnfgefiihrt. ' ' ■ Koll'cg(.: S t <) I 1 w011iit Lriedeu^straI'»e 19. Kollege Kissing er heilU nicht Salomon. somdern Simon. Lelirerlemzeit in Herrlingen. Die Fi'gung in I lerrlingeii. a<uf die wirin unserem letzten Rmii.lsehreiben aiilmerksaoi ge- .macht haben, findet vom JA. Dezember bis L lamiar stritt, so da.l) trotz der \ erlvürzleu Fenionzeit auch uiiveren Iwi.verij sehen Kollegen die Teilnahme möglich ist. Das Programm d\/ Leni'/eit ist wesentlich gekiirzl worden. Ls finden nur A Fhi-(. zclvoi trage und A ArbeiL.gemeiusehaflcn statt. Vei einsmit glieukr. ujie;be Absieht haben, an dci lagung teilzunehmen, wollen sich mm'umgehend bei uns mehlen. München, den 10. Oklohc M Rosen leid. V)Xl. M. Adle Etwas zum Nachdenken! Aus der Relelisscluils(;itlstik PMO Nach tuiifiüln jger Unterbrechung wurde \\iedn Hne Li luibmig Uber die Volksschulen im Reich durehgefuhi I mit d e in S t i c h tag I 5 M;i i ) <> A (>. I Ja bei wurden, i n s g e s a m t •"52 H 'I 6 Volksschulen mit 191 lid Schulklassni gezahlt, an denen von IKO.SW hauplaiiillich besehafügten Lehrern 7 Schulkinder unterrichtet werden. Gegenüber dem Jahre 1931, in dem die letzte Erhebung stattfand, ist die Zahl der öffentlichen Volksschulen von 53 417 — dem bisher erreichten Höchststand — auf 52370 oder um 2 v. H. zurückgegangen. Die Zahl der Schulkinder an \ den öffentlichen Volksschulen hat sich von 7,7 Millionen auf 7,9, Millionen oder um 2,4 v.*H. erhöht. Von den i m Jahre 1936 vorhandenen 5 2 3 70 öffentlichen Volksschulen waren ,8766 oder 16,7 v, Ii Gemeinschaftsschulen, 28308 oder 54,1 v.M. waren evangelische; 15321 oder 29,1 v. H. katholische und 6 5 o d e r 0,1 v; H. jüdische ''Schulen. Gegenüber dem Stand von 1931 nahm die Zahl der /Gemeinschaftsschulen um 475 oder 5,7 v. H. zu, auch ihr Anteil an der Gesamtzahl hat sich gering erhöht. Die ZahLder evangelischen Schulen hat sich um 2,9 y-.ll. die der katholischen Schulen um 2,2 v. II. und die geringe Zahl der j ü d i s c h e n Schulen um 35 v. II. verringert, Zahlen, die sich in der Zwischenzeit weiter, wesentlich verschoben haben. Die neu aufgenommene Feststellung der rassischen Zugehörigkeit der Schulkinder an den öffentlichen Volksschulen hatte folgendes Frgebnis: Hs waren 7 865411 oder 99J v.M. deutschen oder artverwandten Blutes, 17 134 oder 0,2 v.M. jüdischen, 7389 oder 0,1 v.M. jüdisch-mischblütiger nnd 2250 sonstiger fremd rassiger Abstammung. Jüdisch waren demnach fast ebenso viele -.Schulkinder wie nach der Religionszugehörigkeit als israelitisch angegeben warCn. Leopold Hdler s. H. MarMbrcit. In Berlin, wo er seit einigen Jahren bei seiner ihn liebevoll bei reuenden Tochter lebte, starb unser Lhi en - niilglied, Herr L e o p o I d A d 1 e r. Über 50 Jahre gehörte er zum Lehrkörper der l\eaL und Handelsschule in Marktbieit. Dieser Schule, welche durch den Relikionslehrer Salonion Wohl begründet worden war,,.strömten aus allcu emopäischen Landern, ja sogar aus Ubersee, viele Schüler zu. Zu der Berühmtheit dieser Schule hat Adler, der in Sprach- und I Inndclswissenschafteu umfassend gebildet war, auch durch das von ihm und seiner ihm gleichstrebenden Frau geleitete Pensionat für jüdische Schüler in g.ioBcm Malle beigetragen. Zeitweise gehörte -er der Verwaltimg der damals bedeutenden Kultusgemeinde an. Seine Bescheidenheit und (iiite, vor allem aber seine beispielhafte Gefälligkeit haben ihn an allen Kreisen beliebt gemacht. Wo und wann es ihm ■■■möglich war, versuchte er, unter Liusalz seiner ihm eigenen Beredsamkeit und Überzeugungskraft, feindliche Parteien zu friedlichem Ausgleich zu bringen. Lr hat frühzeitig die Notwendigkeit des Zusammen Schlusses der jüdischen Lehrer erkannt und gehörte doshalb zu den Gründungsmitgliedern des jüdischen Lehrervereins für Bayern. Lür dessen Hilfseinrichtungen'hat er große Summen aufgebracht. Für diese Verdienste wurde ihm im Jahre 1930 die Fhrenmitgliedschaft verliehen. Sein Andenken wird von allen jüdischen Lehrern in hohem Andenken behalten werden. . ..Q aller Art (Kühlschrank«, Staubsauger) Beleuchtungskörper Radio Herde Öfen Manchen G.m.b.H. NURNBERG-N zu erreichen unter Rill 371758 (Nussbmuvt) l ui den Iu/ball der „MillHImnKru" veKlintvvoilliieh; Mh\ Adler, München