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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1937-09-15 · 18 (15.9.1937) · p. Seite 325

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
13 (Ausgabe B) (1937)
Issue
18 (15.9.1937)
Date
1937-09-15
Page
Seite 325 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 18 Jüdisches Gemeindeblätt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern 325 Gefreiter das EK I. Die Leser der „Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" kennen Theo Harburger aus seiner Tätigkeit beim Verband Bayerischer Isr. Gemeinden Bayerns voni,Jahre 1927 bis zu seiner Aliiah 1933. Die Inventarisation aller jüdischen Kunstdenkmäler in Bayern oblag ihm,: wobei er auf vieie bis dahin unbekannte jüdische Werte, so auf• die Wandgemälde der Synagoge in Colmberg oder auf die Synagoge in Buttenheim (Mfr.j, stieß. Eine Ausstellung jüdischer Kunst- und Kultgegenstände in München im Jahre 1930 war hauptsächlich sein Werk. Seit dem Jähre 1906 Zionist, war er Mitbegründer des „Jüdischen Wanderbundes", dann des „Blau-Weiß",;;der großen nachkriegszeitlichen jüdischen Jugendbewegung. Nach ihrem Zusammenbruch auf dem Bundestag: 'in Prun bei Kelheim 1923 war er Mitbegründer, zeitweiser Vorsitzender und stets Helfer der Organisationen des Arbeitenden Erez Israel in München, wo er ein warmer und aufrechter Befürworter der Ideen des leider nur allzufrüh von uns genommenen Chaim Arlosoroff war. Seit seiner Alijah lebt er in Tiberias, wo er zusammen mit seiner Frau die allseits beliebte Pension „Kinereth" betreibt. Auch in Palästina hat er in den schweren Tagen der Unruhen 1936 stets in vorderster Reihe seinen Mann gestellt, wie es von diesem aufrechten Juden nicht anders^zu erwarten war. Hebräische Sprachkurse München Die Kurse aller Kenntnisstufen haben am 1. September ihren Unterricht begonnen. Wir machen aüf den jetzt beginnenden neuen Anfänger-Kurs sowie einen Grammatik-Kurs (in deutscher" Sprache) besonders aufmerksam. Zur Teilnahme an diesem Kurse sind'allgemeine hebräische Vorkenntnisse notwendig. Innerhalb 6 Monaten werden hier die wichtigsten Erscheinungen der hebräischen Grammatik (einschließlich Satz- und Stillehre) behandelt, und damit dem Teilnehmer in systematischer Weiseeine sichere grammatikalische Grundlage zur Festigung seiner hebräischen Kenntnisse gegeben. Außer diesen Kursen beginnt Anfang Oktober ein literarischer Konversations-Kurs (für Fortgeschrittene), in welchem ein von Stunde zu Stunde zur-Vorbereitung aufgegebener Abschnitt aus guter hebräischer Literatur in ausführlicher Konversation bearbeitet wird. Der Teilnehmer kann sich so auf einen genau begrenzten Konversationsstoff vorbereiten, und ist imstande, die Fragen des Lehrers ausreichend zu beantworten und der gesamten Konversation sicher zu folgen. Der Vorteil dieses Kurses ist, daß der Teilnehmer während' der Stunden Sprechen und Hören übt, während er bei der häuslichen Vorbereitung mit guter hebräischer Literatur bekannt wird. Die bei der häuslichen Vorbereitung aufgetretenen Schwierigkeitenwerden besprochen und .geklärt. Anmeldung zur Teilnahme an den Kursen bei der ZOG. München, Schlosserstraße 2/1 (Telefon 53 0 52). In dem Bestreben, allen Freunden und Interessenten der Hebräischen Sprache Gelegenheit zu geben, ihre Kenntnisse auch nach dieser Seite hin zu üben, wird die'Hebräische Sprachschule München (neben den obenerwähnten Kursen und dem wiederbeginnenden Chug Iwri) ab Oktober monatlich einen Hebräischen Vortrag veranstalten. Der erste hebräische Vortrag findet am Samstag, .2. Oktober, 19.45 Uhr, Herzog-Rudolf-Straße l/l (Rückgebäude) statt. Thema: Die Anfänge des Chassidismus. nmnnn mnriEnn ivewt Zionistische Ortsgruppe MfillCheil Schlossersir. 2/1 Tel. 53 052 Der jüdische Staat Vortrag von Dr. Max Nußbaum, Berlin, am 18. September. Dr. Max Nußbaum, der am Samstag, den 18. September, im Jtus-Saal zum erstenmal vor das Münchner Publikum tritt, gehört zu den bekanntesten Erscheinungen des jüdischen Le- I BAMBERGER&HERTZ DIE ZUVERLÄSSIGEN KLEIDERFACHLEUTE I beiis in Berlin. Durch zahlreiche Publikationen und Aufsätze hat er sich als hervorragender Kenner des Chassidismus und der modernen hebräischen Literatur erwiesen. Seine Vorträge in Berlin und vielen anderen Gemeinden über aktuelle Fragen des jüdischen Lebens und der jüdischen Politik haben ihn als ausgezeichneten Redner bekannt gemacht. Sein Vortrag in München wird sich mit den brennenden, jeden Juden erregenden Fragen der Zukunft der jüdischen Heimstätte beschäftigen. Wir stehen nach der Entscheidung des Zionisten-Kongresses und vor den Beratungen des Völkerbundes über den Teilungsplan, also in einem Augenblick der höchsten Spannung. So wird der Vortrag von Dr. Nußbaum sicher einem großen Publikum willkommene Aufklärung über die Situation geben. Näheres ist der Anzeige in dieser Nummer zu entnehmen. Erlösung des Bodens von Obergaliläa Mit dieser Parole wendet sich der Keren Kajemeth Lejisrael in seiner diesjährigen Tischri-Aktion an alle Juden und fordert sie auf, ihm die Mittel zur Erwerbung dieses Grenzlandes in Nordpalästina zur Verfügung zu stellen. Über die gewaltige kolonisatorische und politische Bedeutung dieses Unternehmens unterrichtet eine Flugschrift des KKL, welche der Münchener Auflage dieser Gemeindezeitung beigelegt ist. Samstag 18. September 2030 uhr JTUS-TURN HALLE. Plinganserstr. 76 Vortrag Rabbiner Dr. Max Nussbaum (Berlin) . ,Der jüdische Staat' Ende einer Illusion oder neuer Anfang Karben zu 60 Pfg. (f. Jugendliche 30 Pfg.) ZOG,Schlosserstraße 2/1 (Tel. 53052), Ewer-Buchh. und Abendkasse. Zionistische Ortsgruppe München Kein Gcmeindemitglied ohne die blaue Karte für Hilfe und Aufbau

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