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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1937-09-15 · 18 (15.9.1937) · p. Seite 321

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
13 (Ausgabe B) (1937)
Issue
18 (15.9.1937)
Date
1937-09-15
Page
Seite 321 (sequence 3)
Language
German
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Nr: 18 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kültusgemeinden in Bayern 321 Jiid. Kulturbund in Bayern (angeschlossen dem Reichsverband der Jüdischen Kulturbunde in Deutschland) Ortsgruppe Aiiinclicii Anschrift: Mönchen 13, Adelheidstraße 33 Das Programm 1937/38 Für jeden der acht Spielmonate ist eine musikalische Veranstaltung in Aussicht genommen; vorerst finden die Konzerte in der Synagoge. Herzog-Max-Straße, statt. Eine Reihe der namhaftesten jüdischen Künstler ist verpflichtet worden; so das Mendelssohn-Trio (Hella Chitrik, Leo Schwarz, Paul Blumenfeld), welches die Spielzeit eröffnen wird. Annie Steiger-Betzak, die Frankfurter Geigerin, wird einen Violinabend bestreiten. Rita Storch (Romani), eine Pianistin, die in Wien und Berlin aufsehenerregende Erfolge zu verzeichnen hatte, wird sich dem Münchner Publikum erstmals mit einem Klavierabend vorstellen. Der Cellist Leo Rostal und der Pianist Wolfgans Rose werden zu einem gemeinsamen Kammermusikabend erscheinen. Paula Salomon (— Lindberg), die berühmte Altistin, ist zu einem Liederabend eingeladen worden. Das Orchester der Jüdischen Kulturbünde (Frankfurt a. M.) unter Leitung von Generalmusikdirektor Julius Prüwer, wird auf seinen Konzertreisen auch im Münchner Kulturbund gastieren. Unser Münchner Kulturbundorchester wird wiederum, verstärkt durch die Bläser des Berliner Kulturbundes, unter Leitung von Kapellmeister Erich Eisner zwei Symphoniekonzerte unter Mitwirkung namhafter Solisten bieten. Sofort nach Fertigstellung des geplanten Saalbaues werden alle Veranstaltungen (mit Ausnahme der Orchesterkonzerte) im neuen Hause stattfinden. Von diesem Zeitpunkt an ist für jeden Monat noch eine zweite Veranstaltung vorgesehen, und es ist Vorsorge getroffen, daß unsere Ortsgruppe München dann in die weiteren vom Jüdischen Kulturbund in Bayern durchgeführten Tourneen eingeschaltet wird. Vor allem sollen, dann Schauspielaufführungen mit dem Ensemble des Jüdischen Kulturbundes Hamburg gegeben werden. An heiteren Veranstaltungen sind Abende der Vortragskünstlerin Marion Kögel und des beliebten Kabarettisten Max Ehrlich mit Ensemble in Aussicht genommen." Der bedeutende Rezitator Otto Bernstein, die Musikhistorikerin Dr. Anneliese Landau (Vortrag mit musikalischen Demonstrationen) und der namhafte •Kunsthistoriker Dr. Max Gundersheimer sind für Vortragsabende vorgesehen worden. Mitgliedschaftsbestimmungen Die Mitgliedschaft des Kulturbundes kann erworben werden von Juden, Personen, welche mehr als zur Hälfte jüdischen Blutes sind, und arischen Ehepartnern von Mitgliedern. Die Aufnahmegebühr beträgt RM. 1.— und ist bei Abgabe der Beitrittserklärung zu entrichten. Der Mitgliedsbeitrag in der Spielzeit vom 1. Oktober 1937 bis 31. Mai 1938 beträgt für die erste Zeit, solange jeden Monat eine Synagogenveranstaltung stattfindet, monatlich RM. 1.50. Sobald der Kulturbund über einen Saal verfügt, werden monatlich zwei Veranstaltungen stattfinden; der Mitgliedsbeitrag beträgt von diesem Zeitpunkt an monatlich RM. 2.—. Für jeden der acht Monate muß eine Beitragsmarke an der Kulturbundkasse gelöst und in das vorbezeichnete Feld der Mitgliedskarte geklebt werden. Spätestens am Tage der ersten Veranstaltung eines Monats muß die Marke für diesen Monat geklebt sein. Ist die Marke bis zum 15. eines Monats nicht gelöst worden, wird der Monatsbeitrag in der Wohnung des Mitglieds mit einem Unkostenaufschlag von 30 Pfg. durch den Kassier eingehoben. Die Beiträge sind ohne Unterbrechung für alle acht Monate zu entrichten. Die Eintrittskarten für die regulären Veranstaltungen werden an der Kulturbundkasse unentgeltlich abgegeben, wenn die Marken für den laufenden Monat und alle vorhergehenden Monate geklebt -sind. Bei Entrichtung des Monatsbeitrages kann das Mitglied an der Kulturbundkasse die Eintrittskarten für die regulären Veranstaltungen des Monats abholen; für den Fall, daß ein Mitglied Beiträge für mehrere Monate voraus entrichtet, kann es auch Eintrittskarten für mehrere Veranstaltungen voraus (soweit vorrätig) abholen. Zu jeder Mitgliedskarte wird pro Veranstaltung nur eine Eintrittskarte unentgeltlich abgegeben. Die Eintrittskarten für Saalveranstaltungen lauten auf numerierte Plätze; für Synagogenveransaltungen sind sie in der Regel unnumeriert. Die Abholung der Eintrittskarten wird auf der Mitgliedskarte vermerkt. Auch an der Abendkasse kann, wenn die Beitragsmarken ordnungsgemäß geklebt sind, die Eintrittskarte für die betreifende Veranstaltung abgeholt werden. In diesem Falle muß jedoch die Beitragsleistung für den laufenden Monat schon vorher erfolgt sein. An der Abendkasse können keine Beitragsmarken gelöst werden und werden auch keine Beitragszahlungen entgegengenommen. Zu Saalveranstaltungen sichert sich das Mitglied desto bessere Plätze, je eher es die Eintrittskarten an der Kuturbundkasse abholt. "Bei Betreten des Saales ist jedesmal Mitgliedskarte und Eintrittskarte vorzuzeigen. Anders kann kein Einlaß gewährt werden. Eine Kündigung des Mitgliedschaftsverhältnisses während der Spielzeit ist ausgeschlossen. Sie ist nur zum 31. Mai eines Kalenderjahres zulässig und muß schriftlich erfolgen. Abholung der Mitgliedskarten Die neuen Mitgliedskarten 1937/38 für unsere Mitglieder sind in Vorbereitung. Die Mitglieder werden gebeten, sie in der Zeit von Donnerstag, den 16. September, bis spätestens Freitag, den 8. Oktober, an der Kulturbundkasse abzuholen. Hierzu hat jedes Mitglied ein den behördlichen Bestimmungen entsprechendes Paßbild mitzubringen. Bilder, welche das Mitglied nicht deutlich erkennen lassen, können nicht angenommen werden. — Gleichzeitig können die ersten Beiträge einbezahlt und die Eintrittskarten für die ersten Veranstaltungen abgeholt w.erden. Für solche Personen, welche bereits Mitglieder unserer Ortsgruppe sind, ist die neuerliche Abgabe einer Beitrittserklärung nicht erforderlich. An die Mitglieder der Gemeinde Münchens! Zu den Feiertagen wendet sich der Keren Kajemeth Lejisrael an alle Juden mit der Aufforderung, durch die traditionelle Tischri-Aktion die Erlösung des Bodens von Ober-Galiläa zu ermöglichen. Wie. auch in den kommenden Monaten über das künftige Schicksal der jüdischen Heimstätte in Palästina entschieden wird — auf ieden Fall wird der Erwerb des Bodens die wichtigste Voraussetzung für die Lebensfähigkeit und Fassungskraft Erez Israels bleiben. Zu dieser geschichtlichen Aufgabe ihren Beitrag zu leisten, sollte allen Angehörigen unserer jüdischen Gemeinschaft selbstverständliche Verpflichtung sein. Keren Kajemeth Lejisrael (Jüd. Nationalfonds) Ortskommission München

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