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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1937-09-01 · 17 (1.9.1937) · p. Seite 310

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
13 (Ausgabe B) (1937)
Issue
17 (1.9.1937)
Date
1937-09-01
Page
Seite 310 (sequence 8)
Language
German
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310 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern Nr. 17 Heinrich & Hugo Marx Bankgeschäft Gegründet 1898 München, Theatinerstr. 7/1 Eingang Maffeistr. Kapital-Anlagen, Conto-Corrent-Credite Levinger Zigarren haben ihre Stammkunden! S.LEVINGER,Bayerstr.21 im Höfel Rheinischer Hof Gegr. 1886 Fernsprecher 54897 Alle Artikel des Bedarfs gut und billig f Umfelder CmiA münchcn. imftorental 5amt; Seide und Wolle geschmackvoll, haltbar u. preiswert bei S""M5 HAI MANN am Schillerdenkmal Tägliche Ersparnisse durch täglichen Einkauf von Lebensmitteln — Textilien — Haushaltartikel im Kleinpreis-Gaschäft Nymphenburgerstr. 128 » Tel. 62471 » Lieferung frei Haus Aufbaumöbel, Ein- und Zweibett- COUCheS sowie komplette Zimmer-Einrichtungen MO BEL-BALLIN TheatinerstraBe 7, Eingang Maffeistraße Billige Preise bei gediegener Qualität Der Judenstaat ohne Jerusalem, schreibt Dr. Magnes, ist ein Zionismus ohne Zion genannt worden. Nicht nur jüdische Geschichte und die jüdischen Gebete im Laufe von Jahrhunderten, sondern auch die jüdischen messianischen Hoffnungen machen Jerusalem zum Mittelpunkt unseres Seins. „Wenn ich dein vergesse, Jerusalem,..." Aber Jerusalem ist nicht nur jüdisch, es. ist auch christlich, es ist auch mohammedanisch. Der christliche Erlöser wurde dort gekreuzigt und Mohammeds mystischer Flug begann dort. Jerusalem ist ein interkonfessionelles Heiligtum, eine internationale Stadt und soll es bleiben, ob es einen Judenstaat gibt oder nicht. Ihre Rolle ist es, das Zentrum der religiösen Internationale der Welt, mindestens der Welt des Westens, zu sein. Es sollte internationalisiert, neutralisiert werden. Seine Verfassung sollte allen bona fide- Einwohnern, ohne Unterschied der Staatszugehörigkeit, das Gemeindebürgerecht gewähren und sie sollte bestimmen, daß das Oberhaupt der Gemeindeverwaltung der Reihe nach ein Jude, ein Christ oder ein Mohammedaner sein soll. Solche Bemerkungen scheinen in diesem Stadium nicht überflüssig zu sein; obwohl es in der Heiligen Stadt eine jüdische Mehrheit gibt, hat man es bisher zugelassen, daß die Gemeindeverwaltung vorwiegend arabisch 4st. Wenn ich die Bestimmungen der Vorschläge der Kommission recht verstehe, soll sie in Zukunft vorwiegend christlich oder britisch sein. „Mein Haus soll ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden", und die Regierung dieser Heiligen Staidt sollte in gleicher Weise in der Hand von Juden, Christen und Mohammedanern, von Juden, Arabern und Europäern, liegen. Meinen jüdischen Brüdern möchte ich sagen, daß eine solche Zukunft für Jerusalem, wenn sie gut geplant und großzügig durchgeführt wird, für die ganze Welt von Bedeutung ist und der Judenheit mehr zur Ehre und zum Ruhm gereichen würde, als wenn Jerusalem nur die Hauptstadt des Judenstaates wäre. Eine dreifache Aufgabe steht dem jüdischen Volk bei seiner Rückkehr nach Zion bevor: „1. Ein lebendiges schöpferisches Zentrum für das jüdische Volk und für das Judentum zu bilden; 2. mitzuhelfen, daß die schlummernden seelischen und geistigen Kräfte der ganzen semitischen Welt zur Reife gelangen; 3. mitzuhelfen, daß Jerusalem das wahre Heiligtum der drei großen semitischen Religionen werde. Das sind Aufgaben, würdig des Volkes des Buches. Sie liegen im Bereich praktischer Möglichkeit unter einer Voraussetzung: Verständigung zwischen Juden, Arabern und Engländern. Aus der Gemeinde München Die hebräischen Sprachkurse München treten mit dem 1. September in das neue Wintersemester ein. Zu den vorhandenen Kursen wird ein neuer Anfängerkurs hinzugefügt, so daß nunmehr für sämtliche Kenntnisstufen entsprechende Lernmöglichkeiten bestehen. Im Unterricht selbst wird die Konversation einen breiteren Raum einnehmen als bisher, und der Unterrichtsstoff durch die Einbeziehung der „P a 1 ä s t i n a k u n d e" (in hebräischer Sprache) eine wesentliche Bereicherung erfahren. Außer den regelmäßigen Kursen wird Mitte September ein Grammatik-Kurs beginnen. Der Kurs ist nur für solche Interessenten gedacht, die schon hebräische Kenntnisse besitzen und sie durch Aneignung einer sicheren grammatikalischen Grundlage systematisch festigen und erweitern wollen. Der Kurs dauert sechs Monate. Innerhalb dieser Zeit werden die wichtigsten Erscheinungen der hebräischen Grammatik (einschl. Satz-, und Stillehre) behandelt. Anmeldungen zur Teilnahme an den Kursen: bei der Z.O.G. München, Schlosserstraße 2/1, Tel. 52 0 52. Ausführlicher Stundenplan folgt in der kommenden Nummer der Gemeindezeitung. ^/ Staatszionistische Organisation Ortsgruppe München Reichenbachstraße 27/1 r. Gegen die Teilung Erez-Israels Im August sprachen zu obigem Thema im Sitzungssaal der Gemeinde, der Leiter der Staatszionistischen Ortsgruppe München, Karl Rawicz und der Mefaked de"s Beitar, Ken

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