Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Volume
- 13 (Ausgabe B) (1937)
- Issue
- 16 (15.8.1937)
- Date
- 1937-08-15
- Page
- Seite 297 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/10638461-10638480-2728091--022-2744692- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
NM 6 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern 2£7 die Neuzeit in allen Ländern kurz und übersichtlich in gemeinverständlicher Form darzustellen." — Das Buch ist so angelegt, daß es einerseits für die drei geschichtlichen Perioden — Altertum, Mittelalter und Neuzeit — eine allgemeine Einordnung jüdischen Kunstschaffens in der Umwelt und seine Hauptäußerungen gibt, und andererseits in. vier Kapiteln — Die Juden in der Malerei, in der Graphik, in der Plastik, in der Architektur — die Leistungen einzelner Künstlerpersönlichkeiten zusammenstellt. Palästina ist ein besonderer Abschnitt gewidmet, der die verschiedenen modernen künstlerischen Äußerungen und Ansätze behandelt, nachdem über die Frühzeit Palästinasunter weitgehendster Berücksichtigung neuester Forschungen — u. a. Dura Europas, Beth Alpha — in dem Teil über das Altertum gehandelt wurde. — Das Buch will, mit Karl Schwarz's eigenen Worten, „nur eine Einführung sein" und kann auch auf dem Raum von ca. 260 Seiten mit 60 sehr -guten Tiefdruck-Abbildungen nicht mehr sein. Durch sein ausführliches Literaturverzeichnis aber kann es dem Leser, der durch die lebendige Darstellung angeregt, in das behandelte Gebiet tiefer eindringen will, weitere Wege weisen und Aufschlüsse geben. Dr. Lotte Pulvermacher. Theodor Gomperz, Briefe und Aufzeichnungen, eingeleitet, erläutert und zu einer Darstellung seines Lebens verknüpft von Heinrich Gomperz. Band I, Gerold & Co., Wien, 1936. Mit diesem Werk, ' das der Philosoph Heinrich Gomperz in Wien über seinen Vater, den Philosophen Theodor Gomperz, schreibt, ist die klassische, kulturhistorisch unterbaute Darstel-* lung eines großen jüdischen Gelehrten aus einer abgeschlossenen Epoche im Werden, wie sie sich der alte Gomperz, der weltberühmte Verfasser der „Griechischen Denker", selbst gewünscht hatte: als ^Spiegelung der allgemeinen Interessen in einem Einzeldasein". Dieser erste Band seiner Lebens- und Leistungsgeschichte umfaßt die Jahre 1832—68: das tastende Beginnen des in Brünn Geborenen als Gelehrter und Forscher auf den Gebieten der klassischen Philologie und der Philosophie, seine fast zehn Jahre währende Untätigkeit und Unschlüssigkeit, seinen seelischen Zusammenbruch, als ihm die Hand der Stieftochter seines verehrten Meisters, des empirischen Philosophen John Stuart Mill yersagt wird, und endlich seinen raschen Aufstieg auf Grund seiner ersten Publikationen über die „Herkulanischen Rollen", vom Studierzimmer unmittelbar zum Lehrstuhl des Professors für klassische Philologie in Wien. Gomperz war ein bewußter Sohn seines positivistischen, liberalen Jahrhunderts, sowohl in den Bezirken der Wissenschaft, wie in denen der Politik, trotzdem aber niemals abtrünnig dem Judentum; innig verbunden seiner Familie, insbesondere seiner Mutter und seiner Schwester Josephine von Wertheimstein (Vertraute der Künstler Wiens von Grillparzer bis zu Hofmannsthal) sowie vielen bedeutenden Männern des wissenschaftlichen, literarischen unddiplomatischen Europa, vom Herausgeber der „Grenzboten" Julian Schmidt bis zu Lord Robert Lytton, Vicekönig von Indien, — von denen allen das Werk aufschlußreiche Dokumente und Portraits enthält. - us. Geschäftliches Herr Dipl.-Ing. M. E. Fulda, Heizungsanlagen, Nibelungenstr. 14, empfiehlt sich für die Ausführung von Heizungsanlagen aller Systeme, sowie für Reparaturarbeiten. S.Inserat! Jüdischer Buchdruckfachmann der auch Vollkaufmann ist, zur Unterstützung d. Chefs für Jüd. Großdruckerei gesucht. Mindestalter 35 Jahre, in Frage kommen nur Herren, die in der Lage sind, ihr Können durch ihre bisherige Tätigkeit unter Beweis zu -stellen. Verlangt werden vollkommene Fach- und Kalkulationskenntnisse, Tätigkeit als Bürochef, gute Buchhaltungskenntnisse, Gewandtheit im Angebotswesen. Offerten mit lückenlosem - Lebenslauf, Referenzen, Lichtbild und Gehaltsansprüchen unter E. 371 an das Jüd. Gemeindeblatt. ^oiph SCHLESINGER Bleyle Prof. Dr. Jäger Ribaita Prielmayerstr. 12 Strickkleidung Unterwasche Wolle, Maco und Kunstseide Jüd. fleiß. anstand., solid. Mann, 38 J , sucht Posten in jüd. Firma als Lagerarbeiter, Packer und Ausgeher. Übernimmt Beschäftigung gleich welcher Art. L. Sänger, Winterstraße 2/II1. München 9. Perfekte Stenotypistin (Jüd.) sucht per sofort Stellung evtl. auch im Verkauf in jüd. Firma. Erstklassige Zeugnisse. Ganzod. Halbtagsstelle. Zuschriften unter Nr. 7591 an die Anz.-Abt. des Blattes. Jüdische^ Alleinmadchen sucht Stelhwi'g per 1. Oktober in kleinem jüdischen- Haushalt zu einz. Dame, Herrn od. Ehepaar. Langjährige Stellungen. Beste Zeugnisse. Gute Köchin. Alle Hausarbeiten werd. übernommen. Zuschr. unt. Nr. 7546 an die Anz.-Abt. des Blattes. Intell. jüd. junger Mann, bisher selbstg. Textil-Reisegeschäft, Wandergewerbeschein vorh., sucht geeignete STELLUNG in jüd. Firma. Zuschriften unt. Nr. 7566 an die Anz.-Abt. d. Bl. Jüd. Bürokraft AQianQsKontorisiiB sucht Stelle, evtl. auch in jüd. Haushalt. Zuschriften unter Nr. 7570 an die Anz.-Abt. d. Bl. Halbtagsposten sucht jüd. Fräulein (z. Zt. noch in ungekündigter Stelle) für Büro, Kasse oder Verkauf in jüd. Firma. Kenntn. in Sten. u. Maschinenschreiben. Angebote erbeten unter M. W. 7421 an die Anz.-Abt. d. Bl. Jöd. flrzlwilwe gewandt und erfahren, sucht Stellung in jüd. Haushalt, Sanatorium, Pension oder dergl.; Vertretung der Hausfrau, Beaufsichtigung der Kinder oder des Personals; Hilfe bei Haushaltsauflösungen usw.— Allererste Referenzen. Angeb. unt. Nr. 7569 an die Anz.-Abt. d. Bl. Stenotypistin, BocMnlteriD UM. m. Sprachkenntn., selbst. Kraft, durchaus vertrauenswürdig, sucht Posten in jüd. Firma. Zuschriften unter Nr. 7581 an die Anz.-Abt. des Blattes. S|T|E|L|L|E|N| |F|l|N|D|E|N 1 1 Jüngere jüd. weibl. Bürokraft die auch im Textilwarenverkauf bewandert ist. für Provinzstadt in Schwaben von jüd. Firma gesucht. Offert, mit Lichtbild, Zeugnisabschriften u. Gehaltsansprüchen unter Nr. 7571 an die Anz.-Abt. d. Bl. Judisches Meinmädchen oder Haustochter zu jungem jüd. Ehepaar nach Bamberg gesucht. Offerten an Marx, München, Ainmillerstr. 35/11. Tel. 34060. Jüd. Dame, gute Stenotypistin f. wissensch. Arb. für Nachmittagsposten von jüd. Herrn ges. Zuschriften unter Nr. 7563 an die Anz.-Abt. d. Bl. Halbtags von jüd. Familie gesucht tüchtige jüd. Persönlichkeit mit etw. Kochu. Nähkenntnissen. Wasch-, Putz- und Bügelfrau vorhanden. Drei Erwachsene. Schwabing. Tel. Anruf 321 52 zwischen 10—1 Uhr. Jüd. Großhandlung sucht jüd., gewandte, jüngere Bürokrat! Bewerbungen mit Zeugnisabschriften unter Nr. 7578 an die Anz.-Abt. des Blattes erbeten. Zeugnisse, Photographien usw, stets zurücksenden!