Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 13 (1.7.1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 255 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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v<TCr.;il'3 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 255 iü n Lul ■?<?«> '■ V.r- ^Fiißbäll und Handball. •\rOb:#Qhi•'^ür;-Zett"'"-die "Leichtathletik im Mittelpunkt unseres cSpÜrtb'etriebs steht,1trainieren die Fußballer und Handballer regelmäßig. Neue Wettspiele sind in Vorbereitung! ■■■ ■■■■ . * ii-■•Am Sonntag, den11. Juli, nachmittags 14.30 Uhr findet auf den •Sportplätzen än der Mätfbachstraße ein; Spieltag der jüdischen Jugend 'itätt,1 zuder -hierrriit die Eltern und Freunde unserer Jugend ^herzlichst eingeladen sind. &m bayerischen Gemeinden Ein Hesped in Ichenhausen. : Am Sonntag, den 13. Juni 1937, fand im Anschluß an den Abendgottesdienst unter Teilnahme der Gemeinde und einer Anzahl auswärtiger Freunde und Verwandten ein Hesped zu Ehren der kürz vor dem Schewuothfeste in Kanada dahingeschiedenen Gattin des; Gemeindevorstandes, Frieda Krämer, statt. Herr und Frau Krämer hatten sich nach den Pesächfeieftagen aufgemacht, um ihren seit 8 Jahren in Kanada wohnenden Sohn und dessen Gattin zu besuchen; kaum angekommen mußte sich Frau- Krämer einer Operation unterziehen, der sie leider erlag. — Die Trauer und der Schmerz um den Verlust dieser bescheidenen, und wohltätigen Frau ist allgemein ■in unserer. Gemeinde; denn wo sie war, da war Licht und Freude, Hilfsbereitschaft und Gemiluth Chesed im wahrsten Sinne des.Wortes. — Das schilderte in ergreifender Weise Herr Distriktsrabbiner. Gerhard Frank in seiner Ansprache, indem •er. die Verdienste der leider so früh Dahingeschiedenen als Mitschwester, als:Mutter und als Gattin würdigte. Möge die Tatsache der allgemeinen herzlichen Teilnahme den Hinterbliebenen Trost spenden und unserem so hart getroffenen Herrn Vorstände Julius.Krämer die. Kraft verleihen, das Schwere zu tragen und wie bisher auch.weiterhin segensreich für unsere Gemeinde zu wirken „ad meooh weesrim schonoh". D. W. Aus dem Reiche Schaffung von Lesebüchern für jüdische Schulen. f; Die Schülabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschtand hat bereits seit geraumer Zeit die Vorarbeiten für die Schaffung von Lesebüchern für jüdische Schulen in die Hand genommen. Durch Erlaß des Herrn Reichs- und Preussischen •Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 24. April 1916 (Aktenzeichen E II a Nr. 664, E II e, M) ist das Einverständnis mit der Schaffung eines besonderen jüdischen Lesebuches für das 5. und 6. Schuljahr ausgesprochen worden. Gleichzeitig sind die jüdischen Schulen von der Verpflichtung zur Einführung des staatlichen Lesebuches für das 5. und 6. Schuljahr befreit worden. Auf Grund eines Entwurfes der Herren Emanuel bin Gorion (Tel Awiw) und Dr. Siegfried Braun (Köln),* der von zahlreichen Schuten und Einzelpersönlichkeiten begutachtet worden ist, ist fein Lesebuch fertiggestellt worden, an dem zusammen mit Dr. •LescShnitzer und Julius Stern von der Schulabteilung der Reichsvertretung und einem der Verfasser des zugrundeliegenden Entwurfs, Dr. Braun,-mitgewirkt haben: Dr. Epstein (Frankfurt a. M.), Dr. Esther Frank (Köln), Dr. Gutmann (Würzburg), Dr. Loewenberg (Hamburg), Schulleiterin Schkatzki (Berlin) und Dr. M. Spanier (Berlin). Nunmehr ist durch einen weiteren Erlaß vom 25. Mai 1937 (Aktenzeichen: E II a 1337/37) die Grundlage für die Inangriffnahme der Vorarbeiten für die Schaffung von Lesebüchern für das 2., 3. und 4. Schuljahr gegeben worden. Der Erlaß an die Schulabteilung der Reichs Vertretung hat folgenden Wortlaut: V;i „Gegen die Schaffung besonderer Lesebücher für das 2., 3. ...und 4. Schuljahr jüdischer Schulen habe ich keine Bedenken. . Ich ersuche Sie, die Lesebücher mit Ihrem Antrage entspre-;. chend vorzulegen. Den jüdischen Volksschulen ist die Einführung der neuen Lesebücher für das 2., 3. und 4. Schuljahr (Runderlaß vom 20. Mai" 1936 — E II a 1054/36 — RMinAmtsbl- DtschWiss. 1936, S. 278— und vom 26. Februar 1937 — E II a 626 — RMinAmtsblDtschWiss. 1937, S. 122) freizustellen." Demnach sind die jüdischen Schulen von der Verpflichtung zur Einführung der neuen staatlichen Lesebücher befreit. Mit dem Erscheinen des Lesebuches für das 5. und 6. Schul- -jahr ist nach den großen Ferien zu rechnen. Gegenstände zur Krankenpflege! Zur Hauspflcgc Unbemittelter bedürfen wir dringend neuer oder gut erhaltener Pflegegegenstände, insbesondere Luftkissen, Heizkissen, Krankenstühle, Fahrstühle usw. Wir bitten, uns solche Gegenstände zu überlassen. Bei besonders guten Gegenständen kann auf Wunsch entsprechende Bezahlung stattfinden. Äbholung auf schriftliche oder fernmündliche Mitteilung (Telefon 12883 und 13771). Wohlfahrtsstelle der Israelitischen Kultusgemeinde München Herzog-Max-Straße 5/1 Lehrgänge zur Ausbildung für jüdische Lehrkräfte für Turnen und Sport. Die Presse-Abteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Die Schulabteilung der Reichsvertretung hat mit Genehmigung der zuständigen Behörden seit 1935 zwei Lehrgänge zur Ausbildung von jüdischen Turn- und Sportlehrern in Stuttgart durchgeführt. Nunmehr ist durch Erlaß des Herrn Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 7. April 1937 (Aktenzeichen K 1 8004/26.2.37 E I b E II e M) die Anerkennung der Abschlußprüfung des ersten Lehrganges ausgesprochen worden. Die Teilnehmer des Lehrganges erhalten staatliche Zeugnisse, die sie zur Tätigkeit im jüdischen Schulwesen berechtigen. Der Herr Württembergische Kultusminister hat im Anschluß an einen Erlaß des Herrn Reichserziehungsministers vom 5. Mai 1937 (K I 8004) die Genehmigung zur Abhaltung eines weiteren Lehrganges erteilt. Der Lehrgang hat bereits begonnen. Die Lehrgänge werden mit Unterstützung des Oberrates der Isr. Religionsgemeinschaft Württemberg durchgeführt. Büdierschau „Eine Ahnentafel von 27 Generationen bis zum Jahre 1290" Von Dr. med. Markus Seckbach in Berlin „Laubhütte" Verlags-GmbH., Hamburg 13, Hallerstr. 64. Die Literatur über Familienforschung findet eine wertvolle Bereicherung durch diese jetzt im Verlag der „Laubhütte", Hamburg 13, Hallestr. 64, erschienene Arbeit. Es handelt sich um eine Ascendentenreihe, bei der 240 direkte männliche Ahnen eines Probanden aufgeführt sind. Dazu kommen fast ebenso viele weibliche Ahnen. Ein Gang durch diese Ahnenreihe, die in ihrer Ausführlichkeit und der Lückenlosigkeit der aufsteigenden Ahnenreihe einen Seltenheitswert unter den bisher auf diesem Gebiet erschienenen Arbeiten besitzt, stellt einen Gang durch mm wie sichs jeder wünscht, formschön, gut verarbeitet und billig im Möbelhaus Emil Eben Sch wanthalerstraße 9 nächst SonnenstraB* I