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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1937-06-01 · 11 (1.6.1937) · p. Seite 220

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
13 (1937)
Issue
11 (1.6.1937)
Date
1937-06-01
Page
Seite 220 (sequence 4)
Language
German
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Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 11 TÖ12I 25 JAHRE fi»87 MÜNCHEN » BRIENNERSTRASsSE 52 KOSTÜME KLEIDER MÄNTKI, PELZE SCHUHHAUS M. FLEISCHMANN MÖNCHEN, THEATINERSTRASSE 17 Spezialität: BALLY-SCHUHE Aus der Gemeinde München Jüdischer Kulturbund in Bayern Ortsgruppe München Letzte Veranstaltung der Spielzeit: Donnerstag, den 3. Juni 1937, abends 8 Uhr in der Synagoge Herzog-Max^Straße 8. Symphoniekonzert des Kulturibundorchesters München unter Mitwirkung der Bläser des Berliner Kulturbundlorchesters. Musikalische Leitung: Brach Eisner. Felix Mendelssohn- Bartholdy: 3. (Schottische) Symphonie a-moÜ op. 56. Antonin Dvorak: 5. Symphonie e-imoll op. 95 („Aus der neuen Welt"). Liederabend Alexander Kipnis Den tausend Menschen, die gekommen waren den großen Sänger zu hören, (gestaltete er den Abend zum festlichen Erlebnis. Wer Kipnis von der Berliner Oper, von den Bayreuther .oder Münchener Festspielen früherer Jahre kannte, fand ihn unverändert: dieselbe wohllautende, in allein Lagen und Registern restlos ausgeglichene Stimme, dieselbe Charakterisierungsfcuuist, dieselbe, technische Vollendung, die ihn befähigt, "sein Material bis ins Letzte zu beherrschen. Wollte man alle Einzelheiten seines überragenden Könnens hervorheben, würde man dem Gesamteindruok seiner künstlerischen Persönlichkeit dicht gerecht werden: gerade die Verbindung von Stimrnbegabung und Technik,' von Empfindung und Auisdruckskurost ist das Merkmal seiner Leistung. Das Programm, so abhängig es vom Zeitgebot und von der Rücksicht auf das Gotteshaus sein mochte, entsprach der Eigenart des Sängers besonders gut, obgleich es sein Hauiptgebiet die Oper, nicht bemcksichtigen konnte. Die Arie aus Haydns „Schöpfung" war in der Mannigfaltigkeit der Charakterisierung bester, lebendigster Oratorienstil. Tiefsten Eindruck hinterließen acht biblische Lieder von Dvorak; in dieser Betonung aller dramatischen Momente und -Leidenschaftlichkeit des Erlebens wurden die Psalmen zu -einer erschütternden Auseinandersetzung des leidenden Menschn mit der Gottheit. Besonders hervorzuheben der 137. Psalm („An den Wassern zu Babylon") als Musterbeispiel dafür, welche MögHchikeiten der künstlerischen Gestaltung sich aus vollendeter Stimmteohnik ergeben. Die Arie „Es ist genug" erweckte den Wunsch, von .diesem Künstler einmal die ganze Partie des „Elias" zu hören. Zwei Lieder von Tschaiikowsky, die Kipnis in russischer Sprache sang, überzeugten weniger als Komposition, zeigten aber, wie vollendet er auch lyrische Stimmungen zum Ausdruck bringt. Und schließlich konnte man an vier jiddischen Volksliedern, die er mit feinem Humor und noblem Geschmack vortrug, deutlich erkennen, wie hübsch dieses Genre sein kann, wenn es, der leider vielfach üblichen tBänfcelsängerei entzogen, von einem wirklichen Könner — und Kenner gesungen wird. — Ludwig Grürfbaum gab als Begleiter sein Bestes und war treulich bemüht, den Intentionen des Sängers zu folgen. a. wfötl Zionistische Ortsgruppe München schiosserstr.2/1 Tei.53052 Der XX. Zionisten-Kongreß und die letzte Entwicklung der Palästina-Politik Uber dieses Thema sprach in einer Mitglieder-Veranstaltung ider ZOG, welche dem kommenden Zionisteni-Kongreß und der Schiekelaktion gewidmet war, Dr. Alfred Perlmutter. Er ging aus von .den Gerüchten über die Teilunigspläne für Palästina und gab einen außerordentlich klaren und erschöpfenden Überblick über die Bedeutung dieser Projekte vom jüdischem und vom englischen Gesichtspunkt aus. Ohne sich mit einer propagandistischen Lösung der Schwierigkeiten zufrieden zu geben, rief der Redner zum Schluß zum Vertrauen in tdöe zionistische Führung und in die ewige Kraft der jüdischen Werte auf, welche auch diese Gefahren überwinden würden. In der Schekelaktion könwe jeder Jude seine Solidarität mit dieser historischen Aufgabe bekunden. Uber die praktische Organisation und Durdhführung der Sdhekelaktion gab Dr. Richard Eisen zu Beginn einen (kurzen Bericht. Hebräische Sprachkurse München Der Chug Iwri für Fortgeschrittene behandelte in seiner letzten Zusammenkunft unter Leitung von Herrn Shainerman das Thema „Hachschara". Die regelmäßigen Zusammenkünfte dieses Kreises lassen die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß auch in München sich nun eine Gruppe von Hebräisehspreohenden festigt, welche der hebräischen Bewegung in München einen neuen Antrieb gibt. Die nächste Zusammenkunft des Chug Iwri für Fortgeschrittene findet am Samstag, den 5. Juni, Herzog-Rudolf-Straße 1, statt. Thema: „Die geistige Hachschara". Weitere Teilnehmer sind herzlich eingeladen. An die Mitglieder der ZOG! Die Zahlung des Schekels, zu der jeder bewußte Jude aufgerufen wird, ist für Zionisten selbstverständlich. Diejenigen Mitglieder der Zionistischen Ortsgruppe, die bisher unterlassen haben, den Schekel für sich und ihre Familienmitglieder, zu lösen, werden gebeten, dies sofort bei der Zionistischen Ortsgruppe nachzuholen. tut die dadesaisoH Badeanzüge, Bademäntel, Strandanzüge, Mützen,Gürtel, Taschen in modernsten Ausführungen, in allen Preislagen. Fesche Charmeuse-BLUSEN für Haus und Sport besonders hübsche Formen, sehr preiswert. ROSA KLAUBER, MÜNCHEN TheatinerstraBe 35 Marienplatz 2 MAGISTER KIRSCH der gute Likör, Magister Manchen VII Stadtfiliale Hochbrllckenstr. 14, Ecke Hermstr. Ädolph SCHLESINGER Prielmayerstr. 12 Bleyle Strickkleidung Prof. Dr. Jäger \ Unterwäsche Ribana j Wolle, Maco und Kunstseide He SII^BjERTjHJJLT «& CO. 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