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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1937-04-15 · 8 (15.4.1937) · p. Seite 172

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
13 (1937)
Issue
8 (15.4.1937)
Date
1937-04-15
Page
Seite 172 (sequence 4)
Language
German
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172 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 8 Alle Artikel des täglichen Bedarfs gut und billig « Umfelder Qjn.b.fi fflündten, imflorental ÖDe^ (^K^wiÜL^ cttiMt iln^ö-c^jt, ^tlA^uuvu^jjL, ol-c%-**- LevInger Zigarren haben ihre Stammkunden! S.LEVINGER,Bayerstr.21 im Höfel Rheinischer Hof Gegr. 1886 Fernsprecher 54897 Schreibmaschinen für alle Länder Bürobedarf Büromöbel A. BRUCK, Sonnenstrafie 12, Laden Inh. R. Lewin Telefon 10786 ■/x^^^^^^^^^^^^^^^yx^/%^^^^^/x^^^^%^^^x^^v%B Die blaue Beitragskarle fördert Wanderung Monatsbeiträge Ausbildung —.25 bis 5.—- Umschichtung Jüdische Schule Jugendwohlfahrt Altershilfe Wirtschaftshilfe Erwirb noch heute | die blaue Beitragskarte ■ £ Wohlfahrtsstelle der Israel. Kultusgemeinde München t Herzog-Max-Straße 5 Postscheck: München Nr. 27011 1 \WWVWWWW\WWt'VVI ^VWWWWVWl SCHREIBWAREN FÜLLHALTER SPIELKARTEN [in großer Auswahl MAIERSCHE PAPIERHANDLUNG Rudolf Stern Karlstr. 8, Ecke Barerstr. Tel 57624 Wizo, Ortsgruppe München „W:d z o, Ortsgruppe München, veranstaltete 'asm Donnerstag, den 8. April, einen Aussprache-Abend. Nach einer Geschäftsübersicht der Vorsitzenden, Frau Eisen, gaben die einzelnen Damen einen kurzen Überblick über ihre Arbeitsgebiete (Bahnhofsdienst, Eähstube, Machsan). Ferner wurde das Programm der Sommerveranstaltungen festgelegt. Am Donnerstag, dem 2 2. April", abends 8.15 Uhr, wird im Restaurant Schwarz F rl. R u th S *z k o 1 n y . über: Fragen der Ber u f s ausbi ldung der Schulentlassenen sprechen. 85. Geburtstag Am 21. April kann Frau Sophie Selz in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 85. Geburtstag begehen. Als Älteste der Münchner Familie Selz, aus welcher eine Reihe von bekannten Persönlichkeiten der Wissenschaft und Wirtschaft hervorgegangen ist, hat die Jubilarin ihr Leben der Familie und der Wohltätigkeit gewidmet. Möge der verehrten Dame noch eine Reihe beglänzter Jahre beschieden sein. Frau Jeanette Rothschild sei. A., München In idlen Rüsttagen zum Pesach ist Frau Jeanette Rothschild mit 85 Jahren — alle gleich an guten Werken und frommer .Arbeit — für immer von uns gegangen. Sie war eine seltene Frau; ihr Platz blieb leer, nicht bloß in ihrer Familie. Friedlich wie sie lebte war 'ihr Sterben; sie 'ging mit segnenden Lippen von ihren Kindern und denen, die ihr nahe waren. Der Stolz ihres Lebens war Arbeit — heilige Arbeit. Eben war der Sauerteig hinweggesohafft, das Haus stand in Reinheit, das Fest der Feste zu empfangen, da erging der Riuif an sie unld! nahm ihr leise das Arbeitsgerät aus dem treuen Händen. Ihre Ehre war 'die Reinheit ihres Zeltes, das sie mit Schönheit und jüdischer Tugend schmückte. Van seinen Wänden strahlte der Hauch jüdischer Wärme, schlichter Geradheit, jüdischem Bitochons. Dort rwaltete sie an der Seite ihres gleichgesinnten Mannes s. A. als Prdesterin einer heiligen Aufgabe, ihr Zelt zu einem »kleinen Heiligtum zta gestalten, ihre Kinder in ihrem Sinnie zu erziehen. Und diese Frau, die nur im Innern ihres Zeltes lebte, umfaßte eine Welt mit ihrer Liebe. Ihr Gemüus Chesed gegen Lebende und Tote, ihr Hachnosas Orobim, ihre Zedoko. kannte keine Unterschiede und keine Grenzen. Sie hatte eine offene Hand und 'ein gutes Wort für jeden und spen" dete Liebe und Güte mit einem Reichtum', wie ihn <niur die verzichtende Selbstlosigkeit und liebende Selbstverständlichkeit zu verschenken bat. Sie war eine Esobas Cbaijil: Isch'O jiras baischem hi tishallol. — Iibr Andenken sei zuim Segen! w Siaaiszionisiische Organisation Ortspruppe München Reichenbachstraße 27/1 r. Betar und Jugendalijah Die Verhandlungen zwischen der Jüdisch-Nationalen Jugend „Herziia" Betar und dem Palästina-Amt wegen) einer eigenen Gruppe in der Jugendalijah, sind nunmehr zu einem positiven Abschluß gebracht worden. Der Betar wird in Zukunft eigene Gruppen innerhalb der J'ugemdaliijah nach Palästina stellen, Voraussetzung dafür ist, daß sich diese Gruppen bei der Auswahl- und Vorbereitung in Deutschland, sowie bei der Unterbringung und Ausbildung in Palästina den allgemein geltenden Grundsätzen der Jugendalijah 'untenwerfen. Die staatszionistische Jugend (Betar) wird schon bei der kommenden Zuteilung der Jugendaliiahzertiifilcabe in Deutschland eine eigene Gruppe stellen. Dieselbe wird in Erez Jisrael auf eigenem Beelen ihre Ausbildung genießen. Jabotinsky vor der Kgl. Kommission in London Als Broschüre erschien dieser Tage die große Rede des Präsidenten der Neu-Zionistischen Organisation, Jabotinsky vor der Kgl. Kommission. Diese Ausführungen verdienen von allen Juden, gleich welcher Richtung, gelesen zu werden. Ausgehend von idlen Triebkräften des Antisemitismus behandelte der Zeuge in seiner Rede zunächst den Zionismus als Lebensfrage des jüdischen Volkes und führte in diesem Zusammenhang aus: „Wenn es uns erlaubt sein

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