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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1937-03-15 · 6 (15.3.1937) · p. Seite 140

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
13 (1937)
Issue
6 (15.3.1937)
Date
1937-03-15
Page
Seite 140 (sequence 21)
Language
German
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140 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 6 det ScUitHiiaden im Käni^Uo^ ytitayetsakH Größte Auswahl in modischen und praktischen Schirmen (Fortsetzung von Seite 132) Dank anerkennenswerter Bereitstellung von Geldmitteln durch den Verband bayerischer israelitischer Gemeinden wurde die Herausgabe der ersten Lieferung ermöglicht, der im Interesse der guten Sache die schon vorbereiteten Fortsetzungen bald folgen mögen. Behandelt sind die Memorbücher folgender fränkischer Gemeinden: Aub, Eibelstadt, Goßmannsdorf, Sommerhausen, Heidingsfeld, Höchberg, ßibergiau, Veitshöchiheiirn, Tautoerrettersheim, Gaukönigshofen, Giebelstadt, Rimpar, Thüngen, Theilhe&m, Niederwerrn, Ursprimgen, Kissingen, Neustadt a. id. Saale, Marktbreit. Bei jedem Mb. sind außer dem Titelblatt die einzelnen Teile unter den Rubriken: Liturgie, Nekrologium und Martyrologium besprochen. Der allgemeine Teil des Neikrologiuims ist im wesentlichen bei allen Mb. der gleiche. „Er befindet sich fast durchweg am Eingang der Liste und umfaßt Personen, deren Ruhm bei ihren Lebzeiten weit über die Lande klang und meist heute noch nicht verblaßt ist. Sie waren nicht Söhne und Töchter der Besitzgemeinde des Mb." Der lokale Teil „ist gewissermaßen der Ehrensaal der Gemeinde, in dem nur die aufgenommen werden sollten, 'die sich irgendwie um filhre Gemeinde verdient gemacht oder durch religiöse Führung, Thorakenntnisse, Wohltätigkeit usw. besonders ausgezeichnet haben". Als geschichtliche Kabinettstücke erscheinen uns die Einflechtungen über das Würzburger Oberrabbinat über den Bezirk Grabfeld und das Fürstentum Schwarzenberg. Eingefügte Abbildungen stellen eine wertvolle Bereicherung des Buches dar. Die Angabe der jüdischen Seelenzahl (nach der Volkszählung vom 16. Juni 1933) bei jeder Berichtsgemeinde hat leider nur noch Vergangenheitsbedeutung. Um nur ein Beispiel herauszuheben: Kissingen, damals 344 Juden, hat am 1. Januar 1937 160 Juden. Möchte der Verfasser, dessen unermüdliche Schaffenslust und unverwüstlicher Arbeitsdrang wir bewundern müssen, außer der wissenschaMichen Anerkennmuig die Freude eines reichen Absatzes seiner mühsamen und verdienstlichen Arbeit haben. K. 0., Firn. Jim H. Croner, Südafrika. Berlin (Verlag R. Alter) 1937. In seinem Buch „Südafrika. Land, Leute. Leben und Möglichkeiten", Jüdischer Buch- und Zeitschriften-Verlag, Robert Alter, Berlin SW 68, gibt Jim H. Croner, Johannesburg eine leibendige und farbige Schilderung des Leibens in der Südafrikanischen Union. Er vermittelt dein Leser ein Bild von den MögMchikeiten jüdischer Menschen in Südafrika und beschreibt den Alltag in den Städten der Union. Er sagt dem künftigen Einwanderer ungeschminkt, was von ihm verlangt wird. Das Buch verdient heute besonders das Interesse weiter Kreise, wo die Diskussionen um die Einwanderung im Vordergrund stehen. Tägliche Ersparnisse durch täglichen Einkauf von Lebensmitteln — Textilien — VT« « Haushaltartikel im Kleinpreis-Geschäft Nymphenburgerstr. 128 * Tel. 62471 » Lieferung frei Haus Restaurant Schwarz, München Telefon 50756 Schlosserstr.2 Zum traditionellen SED ER-ABEND am Freitag, den 26. März 1937 wird an der gemeinsamen Sedertafel folgendes Menü serviert: RM. 3.75 Mazze-Klößchen-Suppe Karpfen gesülzt mit polnischer Sauce und Sauce - Remoulade Va Masthuhn gebraten mit großem Mazze-Kloß und - Krautsalat Grimserl mit Zwetschgen Bestellungen rechtzeitig erbeten! Sederteilnahme auch an Einzeltischen nach besonderer Karte. Während Pesach täglich Nachmittags-Kaffee mit Pesachgebäck aus eigener Konditorei Lieferung von Torten, Waffeln etc. frei Haus Chinuch. Führer durch' das hebräische Schul- und Erziehungs wesen in Palästina. (Herausgegeben vom Palästinia-Amt Berlin der Jewish Agency for Palestine und der Hitachduch Olej Germania Tel-Aviv.) 1937. Wir halben öfters <in diesem Blättern auf die Entwicklung des 'hebräischen Schulwesens in Palästina hingewiesen. In erweiterter 'Form liegt jetzt das bewährte Handbuch „Ohinuch" — zu einem stattiMchein Führer ausgewachsen — wieder vor unid unterrichtet über die weitausgedehnten Bidäungsmögiichkeiten, die in Palästina gegeben sind. Es leben dort jetzt ungefähr so viel Juden wie in Deutschland. Aus einiesm einleitenden Aufsatz geht hervor, daß ein Schulzwamg in Palästina flicht besteht, daß aber trotzdem der überwiegende Teil der jüdischen Kinder eine Schule besucht. Eine einheitliche Leitung des hebräischen Unterrichtswesens fehlt" vorläufig noch, aebr ein elinhe'itlicher zionistischer Geist ist durchaus erkennbar und belebt die ganze hebräische Erziehungsarbeit von den Kindergärten angefangen bis zur hebräischen Universität in Jerusalem. Neben den instruktiven Darlegungen über das jüdische Vioilikssdfouilwesen interessiert hier wohl auch die Gestaltung der Erwachsenenbildung; wenn der Lehrhausgedanke in Deutschland wirklich festen Fuß in den Gedankengängen dler Lehrenden und Hörendien gefaßt hat, darf man vielleicht auch auf dieesm Gebiet wertvolle Anregung von seiten der deutschen Alijah erwarten, die ja ohnedies auf dem Gebiet des Erzieherischen dem Land viel Nützliches gelbracht hat. Die wertvollen Mitteilungen dieses Handbüchte-ins werden jedem, der sich mit den einschlägigen Fragen beschäftigen will, instruktive Bereicherung vermitteln. ro. Das jüdische Sportbuch. Verlag Atid, Berlin-Wilmersdorf. 1937. Es ist ein Vergnügen, in diesem Buch zu blättern, das zu- ' nächst weniger durch die Genauigkeit der historischen Daten oder einer vollständigen Darstellung der Makkabi-Geschichte auffällt als durch die vielen schönen Bildtafeln, die uns kraftgestählte Gestalten zeigen, geübt und erfahren in einer sportlichen Betätigung, die nicht allein den gesunden Körper, sondern auch auf den frischen Geist, geschulten jüdischen Geist sieht. Weg, Kampf und Ziel der jüdischen Sportverbändie werden hier beschrieben, und aus den im Anhang mitgeteilten Tabellen geht hervor, zu welchen erfaßbaren Erfolgen-dieser Weg geführt hat. Der Sport voini heute, mehr als 10% der Juden in Deutschland zu aktiver Tätigkeit erfassend, ist eine Angelegenheit der Wirklichkeit, kein- Diskussionsgegenstand, sondern gesund und1 nüchtern wie der Mensch, der in seinen Bedürfnissen,

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