Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 5 (1.3.1937)
- Date
- 1937-03-01
- Page
- Seite 111 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 111 Fortsetzung von Seite 106 ist es über die Besucher der Sprachschule hinaus ein anhänglicher und großer Kreis jüdischer Menschen der hiesigen Gemeinde, die Dr. Ehrenkranz als einen Mann nur ungern ziehen senen, der ein umfangreiches jüdisches und profanes Wissen in liebenswürdigster Weise und auf eine eindringliche Art zu vermitteln verstand, sei es in den literarischen Kursen der Sprachschule, im Lehrhaus oder in privater Unterhältung. Dr. Ehrenkranz hat sich während der Zeit seiner Münchener Tätigkeit so viele aufrichtige gute Freunde und soviel echte Sympathien erworben, daß er sicher, sein darf, daß es die besten und herzlichsten Wünsche sind, die ihn aus der Schar seiner Münchener Bekannten auf seinem Wege in das Land unserer Väter begleiten. Eine kleine Abschiedsfeier wird seine Schüler und Freunde vor seiner Abreise im Restaurant Schwarz, Schlosserstraße, vereinen. Dr. L. K. Hebräische Sprachschule Molge der Üibersiedliuaiig von Herrn Dr. M. Bhrenkraruz nach Palästina muß der in der vorigen Nummer veröfferÄühte Stundenplan verändert werden. Vorläufig werden die bisher von Herrn Dr. Ehrenkraniz geleiteten Kursständen vom den Herren Dr. Bichelberg -und Shatoermann ülbernomxnen. Nähere Mitteilungen folgen in der nächsten Nuirmier der Gemedndezeätitnig. w Staatszionistische Organisation Ortspruppe München Reichenbachstraße 27/1 r. Georg Kareski am Samstag, den 6. März, in München Auf Einlädung der Staatszionistischen Organisation, Ortsgruppe München, spricht Herr Direktor Georg Kareski (Berlin), Präsident der Staatszionistischen Organisation und Mitglied des Vorstandes der Berliner Gemeinde, am Samstag, den 6. März 1937, abends pünktlich 20.30 Uhr, in der Turnhalle des Jüdischen Turn- und Sportvereins, Plinganserstraße 76 (Haltestelle Johann-Clanze-Straße) über „Judennot in aller Welt — Wo ist der Ausweg?" In diesen Tagen kehrte Kareski von einer Reise, in deren Verlauf er in vielen Städten des Reiches das Wort ergriff, nach Berlin zurück. In überzeugender Weise schilderte Kareski die Lage der Juden in der ganzen Welt und suchte Möglichkeiten zur Befreiung des jüdischen Volkes aus diesem Elend aufzuzeigen. Die Veranstaltung wird umrahmt von Gesängen der staatszionistischen Jugend (Betar). Wir empfehlen dringend, sich rechtzeitig Eintrittskarten im Vorverkauf zu besorgen. Dieselben sind zum Preise von 0.50 und 1 RM. in der Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2, erhältlich. Der Eintrittspreis für Jugendliche beträgt 20 Rpf. (nur an der Abendkasse). Wir verweisen auf die auf der ersten Seite dieses Blattes aufgeklebte Anzeige. „Palästina, der Weg in die Freiheit" Am 6. Februar sprach im Sitzungssaal der Gemeinde Herr Rabbiner Dr. Bried (Berlin) über das Thema „Palästina, der Weg in die Freiheit". Der Redner begann seine Ausführungen mit einem Rückblick auf die letzten Unruhen in Palästina und ihre Folgen für die dortige weitere Entwicklung. Er wies auf die neuen Vorbereitungen im arabischen Lager für eiinea organisierten Aufstand hin. Im Zusammenhang damit wiederholte er die alte revisionistische Forderung der Schaffung einer jüdischen Legion, denn nur ein solche gewährleiste eine sichere Aufbauarbeit. Dr. Fried befaßte sich weiter mit der Königl. Kommission und den Aussagen jüdischer und arabischer Führer. Im weiteren Verlauf seiner Rede behandelte er die Rede Chaim Weizmanns und bezeichnete diese als eine Verteidigungsrede für das jüdische Volk. Es frage sich nur, ob eine Verteidigungsrede in diesem Augenblick und an dieser Stelle angebracht war* Bezüglich der ReMigfionsfrage unterstrich der Redner die positive Einstellung der Staatszionistischen Organisation und des Betar zu dieser, da nur die Religion und die Tradition uns das Anrecht auf Palästina geben könnten. Und nur die Religion werde der Unsere FRÜHJAHRS-NEUHEITEN erwarten Sie! FescheTucher und Schols,flotte Kragen,Jabots,Westen Hübsche Blumen und Taschentucher Reizende sportliche und elegante Blusen [ Apart bedruckte Kunstseiden- und Seidenstoffe, sowie bedruckte farbige Leinen, für Kleider Strumpfe in neuesten Früh|ahrsfarbeh. Theatinerstr. 35 K LA UBER FihMörienpt2 jüdischen Jugend die Kraft schenken, stark zu bleiben in den weiteren Kämpfen um den jüdischen Staat. Deshalb fördere der Staatszionismus das jüdische Gesetz als Staatsgesetz. 80. Geburtstag Am 13. März 1937 feiert Frau Amalie Holzapfel, Schwanthalerstraße 3/III, in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag. 30jähriges Geschäftsiubüaum Frau R. Pindrik, Inhaberin des Feinkostgeschäfts Goethestraße 3, kann am 1. März auf das 30jährige Bestehen ihres Geschäftes zurückblicken, das sie am 1. März 1907 erwarb. Frau Pindrik ist die Witwe des 1923 verstorbenen Dipl.-Ingenieurs Leo Pindrik. Vom Hilfsverein der Juden in Deutschland Der Hilfsverein der Juden in Deutschland, Berlin W 35, Ludendorffstraße 20, gibt folgendes bekannt: In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Personen, die angeben, kurz vor der Auswanderung zu stehen und vom Hilfsverein nicht ausreichend unterstützt zu werden, sich an Privat- •vvvvvvvvvv\a^^vvvv»vvvvvvvvvvvvvvvvvvv» Hilfe und Aufbau Die an die Haushaltungen verteilten SPENDEN*BÜCHSEN werden anfangs März und weiterhin in etwa zweimonatlichen Abständen wieder geleert werden. Wir bitten die Büchsen hiefür bereit zu halten. Unsere damit betraüten Helfer werden wie bisher mit einem Ausweis versehen sein und eine Liste zur Feststellung und unterschriftlichen Bestätigung des Büchsenergebnisses vorlegen. Wir bitten, der Büchsen auch weiterhin so wie bei allen Anlässen durch Spenden zu gedenken, da die vielfältigen und dringlichen Aufgaben der Fürsorge und der Auswanderung, der Berufsausbildung und der Berufsumschichtung als Aufgabebereich von Hilfe und Aufbau auch wachsende Mittel erfordern. I................... •VVVVVVVVVVVVVVVVVVVIVVVVVVVVVVVVVVVVVVVI