Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 5 (1.3.1937)
- Date
- 1937-03-01
- Page
- Seite 106 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2727810-2728075-2728080--11074-2744479- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
im Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 5 193 7 l MÜNCHEN » BRTENNERSTRASSE 52 KOSTÜME KLEIDER MÄKTKL PELZE Emanuel Kirschner 80 Jahre alt Trotz der entschiedenen Bitte des Jubilars, den Zeitverhältnissen entsprechend von der Feier seines 80. Geburtstages abzusehen, ließen es sich die Gemeindemitglieder nicht nehmen, am 15. Februar dem Lehrer, Freund und unvergeßlichen Kantor spontan ihre Verehrung zu bezeugen und ihm persönlich Glückwünsche zu überbringen. Vor 55 Jahren kam Emanuel Kirschner als. erster Kantor an die Gemeinde München. Seine große Kjiiiist-auf dem Gebiet der Syii^ogemniisäik hat im diesen Blättern -wiederholt eine facihmänaiiiscihe Diarstelilunig erfahren. Was Kirschner für die Kultusgemeinde war und ist, weiß hier jedermann. Die innigsten Wünsche der Gemeinde begleiten seine künftigen Lebensjahre; Der Jubilar bittet die Schriftleitung um Aufnahme der folgenden Zeilen: Für die überaus zahlreichen Beweise treuer, mich tief rührender Anhänglichkeit, die mir anläßlich meines 80. Geburtstages entgegengebracht wurden, bitte ich, nur auf diesem Wege meinen innigsten Dank zum Ausdruck bringen zu dürfen. Mit Stammvater Jakob rufe ich aus: Zu gering bin ich für all die Liebe und Treue, die mir ebenso ehrenvoll wie beglückend erwiesen worden ist. München, Februar 1937. Emanuel Kirschner. Z i onistischeOrlsgr uppe München Schlo«serstr.2/I Tel.53052 Kinderfest der WIZO Die Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina (Wizo) hatte zum Sonntag, den 14. Februar, zu einem Kinderfest in der Itus- Turnhalle eingeladen. Es stand trotz einer notwendigen Verschiebung um einige Wochen im Zeichen des 15. Schwat, des Neujahrsfestes der Bäume, das von den Kindern in Palästina feierlich durch Ne.upflanzung von Bäumen begangen wird. Nach einem einleitenden Klaviersolo von Ruth Weinschel wies Dr. Richard Eisen aut diese Bedeutung des Festes hin. Von Elisabeth Springer in Versen, erläutert, entstand in verblüffender Schnellmalerei von Lotte Ernst eine blühende Landschaft aus der trockenen Wüste. Bert Bilskj blies stimmungsvoll auf der Flöte palästinensische Lieder. Unter-größtem Jubel der Kinder zeigte Dr. Katzenstein erstaunliche Zauberkunststücke. Nach dgr Pause, die durcTi Kr^bl&elsack?uhä Büffet,ausgefüllt war, führte das T^eatrbn,"lCätah:' einT*üppenspiet „Die Arche Noah" vor, das größten Beifall, fand.. Es ist unmöglich, hier die Darsteller dieses lustigen, einfallreichen Stückes im einzelnen aufzufüjiren. Besonders erwähnt werden muß aber' Ruth Weih- " schel, welche die musikalische Untermalung besorgte und anschließendin einigen Ai^tmon-So^Me-htigewöh^ch musikalische Begabung bewies- Eüt Bildstreifen. „Leben, und Arbeit in Erez Israel": schloß das reiche Programm ab; das Dr. Ferdinand Kähri in lustigen Versen ansagte. Die schöne Saälausschmückung von Rudolf und Lotte Ernst brachte palästinensische Stimmung in den Raum. Der Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina gebührt besonderer Dank für die Vorbereitung dieses Festes; Das Bedürfnis danach bewies der überfüllte Saal und die fröhliche Stimmung der kleinen und großen Zuschauer. Eine Wiederholung ist geplant. M. L. Adolf Pollak (Jerusalem) spricht am 4. März Auf Einladung der Fraüenarbeitsgemeinschäft für Palästina (Wizp) wird Adolf Pollak, der Generalsekretär des KKL in Jerusalem anläßlich seines kurzen Besuches in Deutschland auch nach München kommen und am Donnerstag, den 4. März in der Gemeinde über das Thema „Die jüdische Frau in Erez Israel" sprechen. Adolf Pollak, der 'von seinem letztjährigen Vortrag in München in bester Erinnerung und gerade auf diesem Gebiete besonders sachverständig ist (er war während der ganzen Dauer der Unruhen in Paflästiria), wird eine Darstellung von den Leistungen der jüdischen Frau im Palästina-Auf bau bis in die jüngste Zeit geben. Gäste sind bei diesem Vortrag, der sicher allgemeines Interesse finden wird, sehr willkommen. *. Dr. M. Ehrenkranz verläßt München In diesen Tagen scheidet der Leiter der Hebr. Sprachschule München, Dr. Mordechäi E h r e n k ranz, aus seinem hiesigen Arbeitskreise, um nach Erez Israel überzusiedeln. Mit dem Wegzuge Dr. Ehrenkranz' verliert nicht nur die große Zahl seiner Schüler den beliebten und geschätzten Lehrer, vielmehr Fortsetzung auf Seite 111 .'VVVVV^>A^^yX<%^VVVVVV%/VVVVV\B: AjoumJo ua^geßetx Kahiwu der Isr. Kultusgemeinde München < Herzog-Max-Straße 5 J | Postscheckkonto: Mönchen Nr. 45842. 5 ivvivv\ vv\^iM\^Vvvv\viA^\^v^