Mannheim
Compact Memory

Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1937-02-15 · 4 (15.2.1937) · p. Seite 80

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
13 (1937)
Issue
4 (15.2.1937)
Date
1937-02-15
Page
Seite 80 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2727810-2728075-2728079--11049-2744451
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

80 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 4 Aufbaumöbel, Ein- und Zweibett- CouCheS sowie komplette Zimmer-Einrichtungen MÖBEL-BALLIN TheatinerstraBe7, Eingang Maffeistraße Billige Preise bei gediegener Quall Cannes, 6. Januar 1882. Die Tage werden schon länger. Das sehe ich am Standpunkte der Sonne, wenn sie über dem Meere und dem Esterelgebirge untergeht. Das Mitleben mit der Sonne gehört, zum Besten hier; man hat tagtäglich das große Naturleben und versäumt es nie über der Bücherwelt oder Geselligkeit. Wenn ich nur erst einmal recht hinaus dürfte, d.h. könnte, aber ich bin noch entsetzlich schwach, kurzatmig und müde. Aber gut ist's, daß ich in der großen Natur atme und schaue. Könnte ■ ich idialbei auch mir giantz .das kleane uinid das große Menscliengetriebe vergessen! Am 8. Februar 1882 diktiert der Schriftsteller in Cannes seinem Sohn einen Brief an Spielhagen, in dem er darauf hinweist, daß von der Entwicklung seines Lebens das Wichtigste in den Briefen an seinen Freund Dr. Jakob Auerbach — den Lehrer am Philanthropin in Frankfurt am Main — stehe. Diese letzte Mitteilung an Spielhagen, in der ein unermüdlicher geistiger Arbeiter sein Haus bestellt, beginnt mit den Worten: „Heller Sonnenschein, Rauschen des Meeres. Morgen um diese Stunde atme ich vielleicht nicht mehr." Noch am gleichen Tage, abends um 6 Uhr, schloß ihm der Tod die Augen für immer. Aus der Gemeinde München Vortrag in der Hauptsynagoge Wir weisen besonders auf den Samstag, den 2 7. Februar, abends 8.15 Uhr in der Hauptsynagoge stattfindenden Vortrag von Dr. Michael Traub Leiter des Keren Haiessod in Deutschland, über Palästina vor dem Untersuchungsausschuß hin. In diesem entscheidenden Augenblick, in dem das Schicksal der jüdischen Heimstätte von allen Juden mit tiefster innerer Anteilnahme verfolgt wird, wird jeder von uns den dringenden Wünsch haben, von berufenster Seite über die damit zusammenhängenden Fragen unterrichtet zu werden. Der Vortrag wird durch Ansprachen der Herren Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer, Rabbiner Dr. Baerwald und Dr. Alfred Perlmutter eingeleitet. Eintritt gegen Lösung eines Programms für 20 Pfg. Levinger Zigarren haben ihre Stammkunden] S. LEVINGER, Bayerstr. 21 im Hotel Rheinischer Hol Gegr. 1886 Fernsprecher 54897 Lehrhausveranstaltungen. Am Sonntag, den 21. Februar, abends 8.30 Uhr wird Herr Rabbiner Dr. MaxEschelbacher (Düsseldorf) in der Synagoge Herzog-Max-Straße einen Vortrag halten über „Eigenwelt und Umwelt in Talmud und Schulchan-Aruch" (Darstellung . der religiösen und rechtlichen Beziehungen zwischen Juden ' und Nichtjuden, mit besonderer Berücksichtigung der tahnudisch-rabbinischen Quellen). — Eintritt für Gemeindemitglieder f rei! Von neuen Kursen haben die Vorträge über Palästinakunde von Dr. Keßler und Dr. Eisen begonnen. Nächster Kurs Dienstag, den 23. Februar, im Sitzungssaal, abends 8.15 Uhr bzw. 9.15 Uhr. Jeder Vortrag ist einem abgeschlossenen Thema gewidmet und kann für sich gehört werden. Die neue Arbeitsgemeinschaft von Herrn Rechtsrat i. R. Dr. Otto Weiler über die Rechtsstellung der Juden in Deutschland und Jüdische Sozialarbeit beginnt Dienstag, den 16. Februar, im Sitzungssaal der Gemeinde und zwar an diesem Tag (wegen der Kulturbundveranstaltung) schon abends 7 Uhr. (Fortsetzung 2., 16. März, 13. April, abends 8.15 Uhr.) Alles weitere im Lehrplan in dieser Nummer! 1% /nftwCHrtA Zionistische Ortsgruppe München schi<mer*tr.2/i Tei.53052 35 Jahre KKL Im einesn Ortsgruppenatoend der ZOG. gab Dr. Leopold Künstler einen fesselnden Überblick über Geschichte und Bedeutung des Jüdischen Nationaifonds, der in diesen Taigen sein SSjähriiges JulbMäum feiert. Durch eindrucksvolles Zahlen- und Tatsachenmaterial belegt, schildert er die gewaltigen Leistungen des Fonds für eine starke und gerechte Grundlage des Palästina-Aufibaus. — Die neueste Palästina-Monatsschau des KKL zeigte, von Max Feder erläutert, Bilder vom Leben uinid Aufbau in Erez Israel. Büchsenleerung des KKL In der zweiten Hälfte des Februar findet die regelmäßige viierteljähnliche Leerung 'der 'blauen Büchsen' des KKL durch ehrenamtliche Mitarbeiter staibt. Die aus den Büchisen der glänzen Welt vereinigten Beträge haben den wichtigsten Anteil an dem Erwerb des Bodens von Palästina und schaffen damit diie GruecUaige des Aufbauwerks. In der Mehrzahl der jüdischen Familien Münchens steht bereits 'diie btoe Büchse des KKL. Auch bei dieser Gelegenheit ergeht an die übrigen Familien der Aufruf, sich durch dieses populäre Mittel am Palästinia-Auifibsu zu beteiligen. Das Kinderfest der Wizo war bald nach der Ankündigung ausverkauft, ein Zeichen dafür, wie stark das Bedürfnis nach einem solchen Fest ist. Eine Wiederholung ist für Anfang März in Aussicht genommen. Nähere Ankündigung folgt in der nächstein! Gemeindezeitag. Purimabend der ZOG. Die Zionistische Ortsgruppe wird am Donnerstag, den 25. Februar, für ihre Mitglieder im Restaurant Schwarz einen heiteren Purim-Abend veranstalten, für den sich ausgezeichnete Kräfte zur Verfügung gestellt haben. Es wird gebeten, den Termin jetzt schon vorzumerken. Genaue Ankündigung erfolgt schriftlich. Jüdischer Frauenbund, Ortsgruppe München Die nächsten Bibelkurse finden statt am Montag, den 15. Februar, nachmittags 5 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde, Deborah-Lied (Richter Kap. 5), und am Montag, den 1. März: Haphtarah zu Jithro (Jesaja Kap. 6). (Fortsetzung auf Seite 88)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.