Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 2 (15.1.1937)
- Date
- 1937-01-15
- Page
- Seite 33 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 33 SCHUHHAUS M. FLEISCHMANN MÜNCHEN, THEAT1NERSTRASSE 17 Spezialität: BALLY-SCHUHE_ kann gesagt werden1, daß der Ausgang (der Kämpfe eiins wesentlich anderer gewesen wäre, wenn die Bayern nicht diur^h eine lange Omuibusfahrt .ermüdet, hätten antreten müssen. So kam es bei dem HeTrenspiel zu einem 11 :M (6:3).. Wiesbaden saih unsere Herren' wieder in voller Form und ihr 11:2 war ihr bis jetzt wertvollster Sieg. — Hoffen wir, .das 'unsere Hanidiballer noch recht lange ungeschlagen bleiben. h-z. Handball-Abteilung Der „Itus" München entsandte über die Weihnachtstage je 1 Daimen- und Herrenhandbalimannschaft nach Frankfurt und Wiesbaden. Die Reisegesellschaft aus 32 Personen kam am Freiitag früh in Frankfurt am. Nach Verteilung 'der Quartiere waren noch etwa 2 Stunden Zeit zum Ausruhen >undi um 13.30 Uhr begann das Spiel. „Itius" München Damen gege n „S ch il d" Frankfurt 0:15 (0:9) Die spielstarken Franikfurterinnen konnten unsere Mannschaft sehr leicht schlagen. Es muß besonders hervorgehoben werden, daß Kahn im Tor an dem Ergebnis vollkoimimen schiulidiios ist. Eines hat das Spiel unseren Münchneriininen gebracht. Sie haben viel gelernt imid ihr Wiesbadener Spiel war ein schöner Beweis diafür. Die Auifstellumig: Kohm; Kahn, Weiss; Rojewski, Herlinger, Lewin; Grajewski, Hauser, Oettinger, Mahler, Löwenthal. Für Rojewski in der 2. Hälfte Hanauer. „It'us" München Herren gegen „Schild" Frankfurt 11:11 (3:6) Die Münchener machten einen müden nervösen Eindruck, der die Frankfurter bis zu 6 :0 im Führung gehen ließ, vollbrachten aber durch Steigerung ihrer Leistungen bis zum Schlußpfiff Wunder an Energie. Das Endergebnis entspricht sehr dem Spielverlauf. Schiedsrichter Stern, Glessen, leitete beide Spiele mit Umsicht und viel Verständnis. Die Aufstellung der Münchener: Herz; Goldimann, Rosenbauim; Oettinger, Scherz I, Schapira II; Scherz II, K'ohn, Eimistoß, Sofoapira I, Nauburger. Den Samstag verbrachte jeder nach eigenem Wunsche. Abends fuhr man weiter nach Wiesbaden. Hier war Sonntag Nachmittag erst dias Spiel „Itu's" München Damen gegen „Schild" Wiesbaden 3:2 (1:0) Unsere Damenmannschaft jdie uns durch den „Riesenerfolg" in Frankfurt jede Hoffnung scheinbar vergeblich machte, entwickelte bei diesem Spiel eine Form, daß sie von Nichtskönnern zu Könnern wurde. Sehr vorteilhaft wirkte sich eine Umstellung aus, indem man Oettinger als linke Verteidigerin und diafür Kahn in die Sturmmitte nahm. Alle paßten gut auf und standen, wo sie hingehörten. Herrlinger brauchte sich nicht mehr allein aufarbeiten, Oettinger unterstützte ihre rechte Kollegin und beide waren dem Torwart die richtige Vorhut. Kohn hielt auch diesmal ausgezeichnet. Das „Baby", die kleine Rojewski, hatte sich sehr schön eingearbeitet. Das 1. Tor fiel rä der 3. Minute überraschend durch Häuser, gleich zu Beginn der 2. Spielhälfte erhöhte Kahn, später mußte Kohn einen Ball, der ins Gesicht fiel, ins Netz rollen lassen. Wiesbaden gelang später der Ausgleich. 5 Minuten voir Spielende gab es 1 Strafecke für München, die Hauser zum 3. Tor lenken konnte. In der 2. Hälfte spielte Hauser für die Linksaußen. „Itus" München Herren gegen „Schild" Wiesbaden 11:2 (6:0) München 'lieferte in der ersten Spielhälfte sein bisher wahrscheinlich bestes 'Spiel. Es war in der ganzen Mannschaft nichts auszusetzen. Vom Zusammenspiei bis zum technisch schönen Wurf aufs Tor, für den man Kohn als besonderes Beispiel nennen kann, war alles eine Linie. Herz im Tor hatte nicht zuviel Arbeit, die 'beiden Verteidiger erledigten das Meiste. Die Läufer waren ausgezeichnet. Man hatte seine- Freude wie unaufdringlich M. Scherz überall zerstörte, wo er nötig war und anderseits seinen Sturm unterstützte. Die Wiesbadener Mannschaft war nicht schlechter als die Frankfurter, aber unsere Leute hatten einem großen Tag und waren vor allem, gegen Frankfurt, voll ausgeruht. Schiedsrichter Reinsteim-Wiesbaden hatte beide Spiele einwandfrei geleitet. Für sämtliche Teilnehmer wird 'die Reise ein Erlebnis bleiben. Sie verlief in voller Harmonie und war ein wertvoller Dienst am jüdischen Sport. S. S« Weihnachtsfahrt 1936 Schlireise — Handballreise! was soll ich vorziehen? Wieviele unserer Sportler stellten sich diese Frage, als das Wettspiel in Frankfurt-Wiesbaden angesetzt wurde. Und alle folgten dem Ruf des Vereins und trafen pünktlich am Treffpunkt ein. Abfahrt von 32 jungen Menschen Donnerstag Abend um S Uhr. Gespannt von Erwartung der kommenden Tage, blendende Stimmung jedes einizelnen; unter diesen Voraussetzungen begann die Weihnachtsfahrt. Vollkommen munter trafen wir in Frankfurt ein. Und wie nun diese zwei Tage verliefen, wir wollen es den, Frankfurtern nicht vergessen und an dieser Stelle hier nochmals für die Organisation und die Aufopferung aller Beteiligten herzlichst danken. Leider mußten wir Mädels schon nach 5 Minuten Spielzeit erkennen, daß wir eine uns weitaus überlegene Mannschaft vor uns hatten. Das Ergebnis spricht ja für diese Erkenntnis. Unsere Herren sollten die Ehre unseres Vereins retten. Da wir auf dem 'Städtischen Platz spielten, war noch genügend Zeit, vor Beginn des Sabbat in die Stadt zu kommen. Fast alle gingen wir in die Synagoge. Samstag, den 23. Januar 1937 20 Uhr 30 im Museumsaal, Promenadestr. 12 Dr. Hans Friedenthal (Berlin) Präsidial-Mitglied der Reichsvertretung Jüdische Gegenwart — Kommende Aufgaben Die Judenfrage in der Welt / Europa und Übersee / Der Geist des Palästina-Mandats / Chaim Weizmann vor der Königlichen Kommission / Mittelmeer und Vorderer Orient / Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland / Vergänglichkeit und neue Schöpfung. Eintritt 60 Pfg. und 90 Pfg/(für Mitglieder der ZOG ermäßigt). Vorverkauf: ZOG, Schlossersira&e 2/1, und Ewer-Buchhandlung. ZIONISTISCHE ORTSGRUPPE MÜNCHEN