Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 2 (15.1.1937)
- Date
- 1937-01-15
- Page
- Seite 32 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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32 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 2 Aufbaumöbel, Ein- und Zweibett- CouChes sowie komplette Zimmer-Einrichtungen MO BEL-BALLIN Theatinerstraße 7, Eingang Maffeistraße Billige Preise bei gediegener Qualität charach, gab einen umfassenden Jahresbericht, der sich insbesondere auf die Finanzgebarung der Gemeinde, die Kultuseinrichtungen, die Wohlfahrtspflege und die jüdische Winterhilfe erstreckte. Von besonderer Bedeutung für Amberg ist die Auflösung der Israelitischen Kultusgemeinde Sulzbach. Diese im Jahre 1666 gegründete Gemeinde, einst eine der größten und blühendsten jüd. Gemeinden Bayerns, und weitesten Kreisen durch ihre hebräische Druckerei bekannt, hat aufgehört zu bestehen, nachdem anfangs Oktober 1936 die letzte Familie von Sulzbach nach Nordamerika ausgewandert ist. Die altehrwürdige Synagoge wurde schon vor einigen Jahren an die Stadtgemeinde Sulzbach-Rosenberg veräußert, die ein Museum darin eingerichtet hat. Im übrigen ging das Vermögen der aufgelösten Gemeinde auf die Nachbargemeinde Amberg über, die ihr Gebiet auf das Gebiet der politischen Gemeinde Sulzbach-Rosenberg erstreckt hat. — Im Anschluß an die Versammlung fand in der festlich geschmückten Synagoge die feierliche Einführung des neuen Rabbiners unserer Gemeinde, Herrn Bezirksrabbiners Dr. S a 1 o m o n von Regensburg, statt. Nach einer "würdigen Begrüßung durch die Jugend sowie durch Ansprachen des Gemeindevorstands und des Oberlehrers und nach warmen Dankesworten des Herrn Bezirksrabbiners fand ein feierlicher Gottesdienst statt, der durch die Predigt des Herrn Rabbiners seine Weihe empfing. Am 13. Dezember 1936 versammelte sich die Gemeinde in der Synagoge zu einer Chanukkah-Weihestunde, deren Programm — Ansprachen, Vorträge und musikalische Darbietungen — hauptsächlich von der Jugend bestritten wurde. ' Am 20. Dezember 1936. trug die jugendliche Dichterin Hilde Marx aus eigenem Schaffen — Gedichte und Prosa — vor, so u. a. aus ihrer bekannten Gedichtsammlung „Dreiklang", ferner auch einige Proben aus ihrem demnächst bei Brandus in Berlin erscheinenden Werk „Ein Bündel Briefe". Durch ihre meisterhaft zu Gehör gebrachten Vorträge, in welchen sich das jüdische Schicksal unserer Zeit spiegelte, wußte sie ihre Zuhörer zu fesseln und bleibende Eindrücke in ihnen zu hinterlassen. Regensburg. Nach der neuesten Zählung umfaßt unsere Gemeinde 310 Seelen. Im abgelaufenen Jahre 1936 sind 24 Personen verzogen, während 15 Personen ihren Wohnsitz nach hier verlegt haben. Fünf Sterbefällen stehen nur zwei Geburten während des ganzen Jahres gegenüber. — Die „Jüdische Winterhilfe", die von Herrn Rechtsanwalt Dr. Justin Lehmann in mustergültiger, ehrenamtlicher Weise verwaltet wird, hat zu Chanukkah ihren Betreuten Kleidungsstücke, Lebensmittel u. dgl. zugehen lassen. — Am 13. Dezember fand im Gemeindesaale eine wohlgelungene Chanukkahfeier unter der Leitung von Herrn Rabbiner Dr. Sa 1 omon und Frau Suse Lehmann statt. — Der „Jüd. Kulturbund", der, mit den Filialgemeinden gerechnet, 200 Mitglieder umfaßt, bot uns im vergangenen Jahre ein Reihe Schreibmaschinen - für alle Länder BUrobedarf* Büromöbel A. BRUCK, Sonnenstraße 12, Laden Inh.R. Lewin Telefon 10786 hervorragender künstlerischer Abende. Es ist eine erfreuliche Tatsache, daß sämtliche Veranstaltungen stets einen guten Besuch aufwiesen. — Die von Herrn Rabbiner Dr. S a 1 o m o n ins Leben gerufene Bibelstunde erfreut sich regster Beteiligung von seiten unserer Gemeindemitglieder. M. Ltz. Gerolzhofen. Hier wurde am Mittwoch, 16. Dezember 1936, die Gattin des Kultusvorstandes Willy Brodmann, Frau Selma Brodmann, geb. Lichtenauer, im Alter von erst 48 Jahren zu Grabe getragen. Die zu früh Verblichene war eine seltene jüdische Frau. Sie stand nicht nur in vorbildlicher Weise ihrem Hause vor, in dem Gastfreundschaft und wahre Religiosität herrschte. In ihrer Liebe und Güte betätigte sie sich sozial innerhalb der Gemeinde. Viele Jahre hindurch war sie Vorsitzende des Jüdischen Frauenvereins. Im Trauerhause und am Grabe würdigte Herr Bezirksrabbiner Dr. Köhler (Schweinfurt) die edlen Tugenden der früh Vollendeten und srach dem Gatten, der Familie und der Gemeinde Trost zu. Im Auftrage des Israelitischen Frauenvereins Gerolzhofen dankte Herr Lehrer Reiter (Gerolzhofen) der Entschlafenen für ihr selbstloses und tätiges Wirken im Dienste der jüdischen Gemeinschaft an Lebenden und an Toten. Möge das Leben dieser Frau Trost und Beispiel sein für die Hinterbliebenen und für die ganze Gemeinde. Jüdischer Turn-u. Sportverein München e. V., Jius" Geschäftsstelle: Plinganserstraße 76, Telefon 72 6 99 Tennisplätze: 73 6 66 Sekretariat: Plinganserstr. 76. Sprechzeit: 10—13, 15—22 Uhr. Sportplätze an der Marbachstraße (Linie 6 Forstenriederstraße). Plinganserstr. 76. Turnhalle, Box-, Judo-, Tischtennis-Säle und Kegelbahn: Einladung zu der am Montag, den 25. Januar 1937 abends 8.15 Uhr in der Turnhalle, Plinganserstraße 76, stattfindenden ordentlichen Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht der Vorstamdschaft. 2. Entlastung. 3. Neuwahl. 4. Verschiedenes. Anträge zur Mitgliederversammlung müssen spätestens bis zum 20. Januar 1937 bei der Geschäftsstelle eingelaufen sein. Zutritt zur Mtgliederversamimltung halben nur Mitglieder über 16 Jahre gegen Vorweis der Mitgliedskarte, aus welcher die Erfüllung aller Verpflichtungen gegenüber dem Verein ersichtlich sein muß. Unsere Handballer in Frankfurt und Wiesbaden Das Ergebnis: 2 Siege, 1 Unentschiedn, 1 Niederlage Unsere Herren- und Damen-Handballmannschaften trugen an den Weiihraachtstagen dn Frankfurt und Wiesbaden) gegen führende Mannschaften der Südwestdeutschen Arbeitsgemeinschaft (Wiesibadenis Herren werden voraussichtlich Meister!) mit wechselndem Erfolg Wettspiele aus. Die Damen mußten gegen „Schild" Frankfurt eine 0:15-'Nidderiage hinnehmen, die nicht! 'einmal überraschend kam, .denn unsere Mannschaft war von vornherein zu schwach, um den FraraMurterinrnen, die im Endspiel der Reichsmeisterschaft standen, ernsthaften Widerstand leisten zu können. Das Resultat besagt alles — K-lasseniimterschied! In Wiesbaden wurde dann allerdings ein 'knapper, aber verdienter 3:2!-Sdeg errungen, der in erster Linde unserer Hintermannschaft zu verdanken war. Für dde Herren war die Fahrt ins Maingebiet ein Erfolg, obwohl zum erstenmal seit April 1936 ihre Siegesserie durch ein' Ll:ll-Unentsehieden in Frankfurt unterbrochen wurde. Trotzdem bestätigten unsere Herren-Handballer, daß sie zu den spielstärksten Mannschaften dm Reich gehören. Zudem 11:11 wollen wir ein neutrales Urteil anführen. Das „Israelitische Famiilienlbliatt". Berlin, schreibt darüber: „Der Itus München erschien mit einer Herren- und einer Dameneiriheit beim Schild FranikiSuTt und absolvierte am ersten Feiertage sehr spannende Spiele. Allgemein