Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 24 (15.12.1936)
- Date
- 1936-12-15
- Page
- Seite 531 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jljcaclitifctjc (Scmcinöcjcitung HactytbtytaiMatt^^ Erscheint am 1. u. 15. jeden Monats.—Verlag: B.Heller, München, PHnganserstr. 64. Fernruf 73 6 65. Postscheck München 39 87, Herausgeber: Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Bezugspreis RM. —.6» pro Vierteljahr, RM. 2.40 für das Jahr. Anzeigenpreis: Geschäftsanzeigen nach aufliegendem Tarif. Kleine Anzeigen und Stellenmarkt ermäßigter Sondertarif. XII. Jahrgang München, 15. Dezember 1936 Nummer 24 Inhalt: Alte und neue Kunst in Palästina — Aus der Gemeinde München — Aus bayerischen Cemeinden — Jüdischer Kulturbund in Bayern, Ortsgruppe München — Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern — Personalia — Amtlicher Anzeiger: Bekanntmachungen des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden: Bekanntmachung über Auflösung der Israelitischen Kultusgemeinde Sulzbach. Alte und neue Kunsf in Palästina* Von Dr. Max Osborn Wer heute als Jude eine Fahrt nach Palästina unternimmt, wird sicherlich nicht in erster Linie auf künstlerische Eindrücke erpicht sein. Gedanken, Erwartungen, Hoffnungen, Sorgen ganz anderer Art bewegen ihn. Aber wenn er dann das Land durchstreift, so wird er mehr und mehr von der Schatzkammer auch künstlerischer Werte gefesselt, die sich vor ihm öffnet, und er ' 1 Der Berliner Kunsthistoriker Max Osborn hat im Jüd. Kulturbund in München von Kurzem über „Alte und neue Kunst in Palästina" überaus gediegene und anschauliche. Vorträge gehalten. Auf Einladung der Schriftleitung hat Osborn in diesem Aufsatz das Vorgetragene zusammengefaßt und nach vielen Richtungen ergänzt. (Berlin). Mit 7 Bildern. wird sich täglich klarer bewußt, daß er das ganze Land, seine Geschichte, sein Geheimnis und seine Problematik, nicht minder Natur und Charakter seiner Bewohner in diesem untrüglichen Spiegel am tiefsten begreift. Gewiß, man findet hier kein Land, in dem eine Kunst von eigener, selbständiger Formanschauung und Geltung entstand. Palästina war immer ein Spielball größerer und stärkerer Mächte, die es auch wirtschaftlich und kulturell zu beherrschen suchten. Aber, gerade das Zusammentreffen bedeutender Fremdkulturen auf seinem Bodenhat eine einzigartige kunstgeschichtliche Lage Architekt Harrison: Residenz des englischen Oberkommissars in Jerusalem