Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 16 (15.8.1936)
- Date
- 1936-08-15
- Page
- Seite 351 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. *6 Bayerische israelitische Gemeindezeitnng 351 Gentralveredn dier Juidien am. Deutschtet!) beteiligt. Uber die Trägerschaift weiterer Orsanisationen ward noch verhandelt. Jugendliche im Alter von IS—17 Jahren werden in Jaigur eine dreijährige hamdwerMidhie Au^ildung .genießen. Ate Beraifsaweige sirnd bisher vorgesehen): Tischlerei (Bau- und Möbeltischlerei), Schlosserei (Bau)- und Maschinenschlosserei), Klempnerei, Schmiede, Schweißerei. Es ist geplant, noch weitere Berufe foinzuÄuneihmen, sobailid man nach dieser Richtung 'hin genügend Erfahrungen gesammelt hat. Die räoinmliche Anlage dieser handwerklichen Schule gestattet jedienlfalls ohne große Schwierigkeiten die Errichtung weiterer Hallen. Es sei besonders -darauf 'hinigewiesen, daß es sich bei der Ausbildung in der Lehrwerkstätte Jaigur, wo hervorragende pädagogische und fachliche Lehrkräfte tätig sein werden, um eine besonders qualifizierte, abgeschlossene Berufsausbildung der Jugendlichen handelt. Die Au 9b i 1 du mg s kosten werden voraussichtlich 80 bis 85 RM. betragen; im 'Falle erwiesener Bedürftigkeit kann der Betrag auf 70 bis 75 RM. herabgesetzt werden. Soweit auch diese Summe nicht aufgebracht werden kann, können Zuschüsse gegelben werden. Nähere Auskünfte sowie Anmeldungen Jugendlicher im Alter von 1'5—17 Jahren bei der Jüdischen Jugendhilfe e.V., Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 15 8. Der 50. Bericht der Berliner Lehranstalt Der neue, fünfzigste Bericht der. „Lehranstalt für . die Wissenschaft des Judentums", der soeben erschienen ist, umfaßt die Jahre 1932—1935, die eine Reihe wesentlicher Änderungen im Betrieb der Lehranstalt mit sich gebracht haben: Das Lehrerkollegium list — namentlich durch die Berufung von Dr. Tore- ■ zyner und Professor Dr. Guttmann an die Hebräische Universität in Jerusalem — stark ■umgestaltet worden. Die Vorlesungen wurden über den spezifisch-jüdischen Rahmen hinaus auf allgemeinwissenschaftliche Themen ausgedehnt. Die Veränderungen innerhalb des Kreises der Studierenden sind durch den Rückgang der Zahl der ausländischen und der weiblichen Hörer, sowie durch die Tatsache gekennzeichnet, daß der Hechaluz eine Reihe von Chaluzim zur Vertiefung ihrer jüdischen Bildung an die Lehranstalt geschickt hat. — Bin betrübliches Zeichen der Zeit ist die außerordentlich ungünstige finanzielle Lage der Lehranstalt. Ist man heute in Sorge um die Erhaltung der Anstalt, so führt der im Beric'htsheft enthaltene Aufsatz von Professor 1. Elbogen über Leopold Zunz, den Schöpfer der „Wissenschaft des Judentums", in jene Zeit, da Zunz vergeblich für die Schaffung eines solchen Instituts kämpfte und sich in der Sorge nach der „schützenden Anstalt, die dem Fortschritt und tdler Wissenschaft eine Grundlage, der Gemeinde ein religiöser Mittelpunkt" sein 501116, verzehrte. Vergebens war das. stete Bemühen, die ständige Bereitschaft Leopold Zunz'. „Es ist gar nicht auszudenken," " schreibt Ellbogen am Ende seiner wertvollen Ausführungen, „was ein Mann von dieser ungeheuren Vitalität, auf den rechten Posten gestellt, hätte leisten, wie er die innere Entwicklung des Judentums hätte gestalten können.'1 Außer diesem sehr aktuellen und fesselnden Aufsatz von Elbogen enthält der Bericht noch eine ausführliche Abhandlung von Dr. Moses Sister. Bs handelt sich dabei um sprachvergleichende Bachja-Studien, die für Kenner von großer Bedeutung sind. M—z. Rabbinische Lehranstalt „Jeschiwa" zu Frankfurt am Main Das Wintersemester an der 'unter Leitung des Gemeinderabbiners Dr. Jakob Ho ff mann stehenden Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" beginnt am Sonntag, dien 2. March eschwan (18. Oktober). Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorbereitungsklasse, Unter-, Mittel- und Oberstufe) werden schon jetzt entgegen- »NACH MASS« in unserem Sinne; edle Stoffe und beste, nach Maßtarif 1 entlohnte Schneiderarbeit Unsere Maß-Anzug-Preise: 145.-165.-185.-205.- BAMBERGER* HERTZ die zuverlässigen Kleiderfachleute genommen, müssen jedoch bis spätestens 30. September eingereicht sein. Der Unterricht erstreckt sich auf: Pentateuch mit Kommenitar en, biblisches Schrifttum, Mischna, Talmud mit Kommentaren, Decisoren, Hehr. Grammatik, Neuhebräisch (Lektüre und Konversation), Jüdische Geschichte und Paläst i n a k u n d e. Für den Lehrgang in 'der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen!, die nur geringe Kenntnisse in den 'jüdischen Fächern haben. Anmeldungen mit genauen Altersdaten und Zeugnisse über jüdische Vorbildung und religiöse Lebensführung sind an das Kuratorium der Rabbiniischen Lehranstalt Jechiwa, Frankfurt am Main, Theobald-Christ-Straße 6, zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft gern bereit ist. Das 'Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt. Aus der Gemeinde München Jugendführer-Kurs Die Reihe der Jugendführerscfeulungskurse, welche die Israelitische Rultusgemeiniäe München gemeinsam mit dem Ortsrirog der jüdischen Jugendverbände München und der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung veranstaltet, wird wiederaufgenarnmen mit einem Kurs am 29. und 30. August, den Herr Professor Dr. Ernst Kantorowicz (Frankfurt) über „Fragen der G es e 11 s ch a f t s k un d e" abhält. Teilnehmerkarten in beschränkter Zahl durch Hans Lamm, München 22, Schließfach. Jüdisches Jugendheim Die Bücherei des Jüdischen Jugendheimes, Von-der-Tann-Straße 19/0, nimmt vom 16. August bis 1. September keine Ausleihe vor. Sie ersucht vielmehr alle Benutzer baldigst um Rückgabe aller Bücher, die zur Revision der Bücherei benötigt werden. Rückgabe jederzeit. Die Ausleihe wird am 1. September wieder aufgenommen, •und zwar zunächst weiterhin jeweils Mittwoch, von 4—5 Uhr und Donnerstag, von 7—8 Uhr. Die zukünftigen Leihzeiten und -bediingungen werden in dem neuen Katalog enthalten sein, der Anfang September erscheint und von allen Interessenten angefordert werden kann. ÄLl- CX^^^^jJL^ <JbtMt tin^a-cjjl ^t^tLwuj^JL. o-O-k-