Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern
- Journal
- Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern
- Volume
- 1936
- Issue
- 5 (15.5.1936)
- Date
- 1936-05-15
- Page
- Seite 15 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern 15 Für jedesKlima die zweckmSBigste Unterwäsche seit 50 Jahren Benger, R i b a n a,. Prof. Dr. Jaeger im Spezial-Haus für gute Qualitäten ADOLPH SCHLESINGER, MÜNCHEN Prielmayerstr. 12 Zusammenstellung, von Aussteuern. bringung der Bezüge dieser Lehrkräfte auf Dienstvertrag gelten die Art. 33 mit 37 SchGB. sinngemäß. Die Versicherungsbeiträge bleiben bei der Berechnung des Beitrages des Unternehmers der Schule außer Betracht. Etwaige Anträge auf Neuerrichtung privater jüdischer Volksschulen sind mir vor einem Entscheid mit den erwachsenen Verhandlungen und einer Stellungnahme der Regierung vorzulegen. 4. Die Bezüge der auf Dienstvertrag angestellten nichtarischen Volksschullehrkräfte an den jüdischen Klassen der allgemeinen öffentlichen Volksschulen (Ziff. 1) und die Bezüge der von der Regierung auf Dienstvertrag angestellten israelitischen Volksschullehrer an den israelitischen Volksschulen nach Art. 36 SchGB. (Zift\2) sind auf den Volksschulhaushalt unter „Hilfsleistungen durch nichtbeamtete Kräfte — Sonstige Hilfsleistungen" zu verrechnen. Ich ersuche mir bis zum 10. Mai in doppelter Fertigung zu berichten, in welchen Gemeinden jüdische Klassen an allgemeinen öffentlichen Volksschulen errichtet worden sind. Ich bitte hierbei auch die Zahl der Klassen und Schüler und die Personalverhältnisse der Lehrkräfte, sowie deren Besoldung (Brutto- und Nettobezug) anzugeben. 1. V.: gez. Dr. Boepple. 2. Erster Unterricht im Schreiben u. Lesen in den Volksschulen. E. d. Staatsmin. f. Unt. u. Kult. v. 3. 4. 36 Nr. IV 15849: An die Reg., d. Bezirksu. Stadtschulbehörden u. d. Leitungen d. Volkshauptschulen. Nach der Min.-Entschl. vom 5. Mai 1933 Nr. IV 18022 konnte im ersten Schreib- und Leseunterricht das Darstellen auch durch malende Wiedergabe der Steinschriftformen geschehen. BQcaaBtnciass BQQODSmil Angenehmer Landaufenthalt in waldreicher ruhiger Gegend an Schweizer Grenze. 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' An der grundsätzlichen Trennung des Lesen- und Schreibenlernens ändert sich dadurch nichts;_es ist also nach wie vor erst nach den Sommerferien mit dem Schreiben der deutschen Schrift zu beginnen. Auf die Notwendigkeit, im ersten Schuljahrsdrittel das Schreibturnen ausgiebig und gründlich zu betreiben, wird besonders aufmerksam gemacht. 3. Empfehlung bestimmter Fabrikate oder Firmen in den Schulen und klassenweiser Bezug von Lehrmitteln Bek. d. Staatsmin. f. Unt. u. Kult. v. 19. 3. 36 Nr. VIII 11477: Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus wird immer wieder darauf hingewiesen, daß Lehrer entgegen den bestehenden Vorschriften im Unterricht Lehrmittel bestimmter Firmen empfehlen oder sogar Lehrmittel und Schulbedarfsgegenstände für ihre Schüler besorgen. Die Anstaltsvorstände und Schulleiter haben die Lehrer auf die bestehenden Verbote hinzuweisen. Künftig werden Lehrer und Lehrerinnen, die sich gegen die einschlägigen Vorschriften verfehlen, zur Verantwortung gezogen werden. möBtt mix Von Ch. Mandelbaum u. K. Rothschild. Verlag M. W. Kaufmann, Leipzig. 6. Auflage. 1936. Mit der neuen Auflage feiert die Fibel ORAH W'SIMCHAH ihr 10jähriges Erscheinen. Während dieser 10 Jahre hat sie an ihrem Teil für den Gedanken des hebräischen Sprechens von der ersten Schulstunde an geworben. Die Zeit hat das ihrige dazugetan, dem Gedanken zum Sieg zu verhelfen, daß zur jüdischen Bildung die Sprache, die Trägerin der jüdischen Kultur, notwendig hinzugehört. Die Anerkenntnis dieser Forderung hat in den letzten Jahren eine Reihe von Sprachlehrbüchern auf den Markt gebracht. Aber der Schulanfänger bedarf ganz anderer Hilfsmittel. Es wäre nichts verhängnisvoller als die Ansicht, die ich gelegentlich von Kollegen hören konnte, daß durch die neuen hebräischen Lehrbücher die Sprachfibel üebrflüssig geworden sei. Ein philologischer Lernbetrieb mit Grammatikregeln und Vokabellernen, wie er auf der Mittelstufe notwendig wird, ist auf der Unterstufe unmöglich. Der 6- und 7jährige hat nicht die Reife .sich über die Sprache zu stellen und sie als Objekt zu betrachten. Die Sprache ist ihm ein subjektiv erfaßtes und unmittelbar gebrauchsfähiges Werkzeug zur Äußerung seiner Gedanken. So und nicht anders muß ihm auch die hebräische Sprache entgegentreten. Alle Änderungen und Verbesserungen, die wir auf Grund der Unterrichtserfahrung bei der Neuauflage angebracht haben, sind getragen von dem Bestreben, alle Texte noch enger an das Fibelbild anzuschließen, alles so zu formen, daß es im Sprechen angewandt werden kann, um so die natürliche Vorbereitung des Lesens im ungezwungenen Sprechen zu erleichtern. Auch das Üben und Befestigen des Neuerlernten muß ebenso natürlich und lustbetont sein wie die Neudurchnahme. Der neuen Auflage sind drei weitere Seiten zu lebendigem, spielendem Üben hinzugefügt worden. Eine Seite ist als Bilderlotto zum Ausschneiden gesondert beigefügt und wird besonders zur stillen Beschäftigung willkommen sein. Zwei der neuen Seiten sind zu einem anregenden Beschäftigungsspiel ausgestaltet worden. Anscheinend wahllos zusammengestellte Bilder und Wörter, ein „Kuddelmuddel", wie die Kinder >.agen, enträtselt sich sinnvoll durch ein der Fibel beigegebenes Deckblatt, aus dem 6 Quadrate ausgestanzt sind. Beim Auflegen erscheinen in den ausgestanzten Quadraten 6 Bilder und Wörter in einem sinnvollen Zusammenhang. Je nachdem man das Deckblatt auflegt, geht das in 8 verschiedenen Weisen. Dies „Zaubern" löst hellen Jubel aus. Die Begeisterung kommt der beabsichtigten Übung zugute. Wir hoffen, daß die kleinen Verbesserungen dieser „Jubiläumsauflage" Lust und Freude erwecken und damit ihren Zweck erfüllen. Für den Inhalt der „Mitteilungen" verantwortlich: Max Adler, München