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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-04-15 · 8 (15.4.1936) · p. Seite 188

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
8 (15.4.1936)
Date
1936-04-15
Page
Seite 188 (sequence 19)
Language
German
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188 Bayerische Israelitische Gemeindezeatung Nr. 8 (Schluß des Berichts Jtid. Turnu. Sportverein y. S. 180) Verieidigung/die den gegnerischen Stürm In wirksame Doppeldeckung genommen hatte, verhinderte einen Münchner Sieg. Das in fairer und kameradschaftlicher Weise durchgeführte Spiel zeigte, daß die Mannschaften den Winterschlaf zu lange ausgedehnt haben, intensives und planmäßiges Training daher für alle dringend notwendig ist. Waldlauf-Meisterschaften Alle aktiven Mitglieder des Vereins beteiligen sich bei den diesjährigen Waldlauf-Meisterschaften am Sonntag, den 26. April halb 10 Uhr auf dem Sportplatz an der Marbachstraße. Ausschreibung: Herren: Senioren 5 km, Anfänger 3 km, Alte Herren 2 km. Jugend: Klasse A 3 km, Klasse B 2 km. Damen: 2 km. Meldungen sind an die Geschäftsstelle oder an die Abteilungsleiter zu richten. — | TENNIS_ Die Plätze sind gerichtet, die Spielzeit hat begonnen. Fußball-Abteilung Itus aNürnberg I : JTSV München I 4 :2 (1 :2) Trotz des Sieges der Nürnberger ein gutes Spiel der Münchner Mannschaft, bei der unbedingt eine Formverbesserung festzustellen ist. Die Hiesigen führten bereits mit 2 Toren und hatten weitere Torchancen, die jedoch vom Innensturm nicht verwertet werden konnten. Hier fehlte jedoch beim Mittelstürmer die persönliche Schneid und Ausdauer. Schiedsrichter Koronczyk wie immer gut. Osterspiele Vom Wettergott wenig begünstigt erledigten wir unser Sportprogramm, das ich der eingehenden Feiertage wegen lediglich auf den Ostersonntag beschränkte. Unsere Gäste aus Mannheim waren bereits am Freitag eingetroffen, offiziell trafen wir uns erst am Samstag im Laufe des Nachmittags, um die uns in so überzahlreichen Weise zur Verfügung gestellten zehn Quartiere auf die 25 Gäste zu verteilen. Die Schwierigkeiten in der Beschaffung der Quartiere konnten die Stimmung jedoch nicht trüben, wenige Stunden des Beisammenseins genügten, um einen herzlichen Kontakt mit den Gästen herzustellen. Wenn dies ganz besonders bei den A. H. und den jungen Gattinnen der Mannheimer A.H. gelang, so ist nicht zum geringsten der gemütliche Aufenthalt in unserer Kegelbahn daran schuld. Uberhaupt waren unsere Gäste von der Platzanlage wie von der Halle restlos begeistert und beneiden uns um den überparteilichen Verein, der alleiniger. Nutznießer dieser Anlagen sein kann. Sonntag Abend war offizieller Empfangsabend bei Schwarz, wo herzliche Worte der Freundschaft von den Offiziellen beider Vereine gewechselt wurden. Im gemütlichen Teil ging man getrennte Wege, doch alle kamen auf ihre Kosten. RJF Mannheim A. H. : JTSV München A. H. 3 :2 (2 :1) Das Spiel wurde von München, speziell in der zweiten Halbzeit drückend überlegen durchgeführt, jedoch war unser, der zweiten Mannschaft entliehene, Sturm unfähig, Tore zu erzielen. Erst, als in der zweiten Halbzeit ein Spieler durch den 1. Vorsitzenden unseres Vereins ausgewechselt wurde, kam in den Sturm etwas Zug. In alter Frische leitete Pick die schönsten Aktionen ein, leider wurden jedoch nur zwei zählbare Erfolge erzielt, so daß die Gäste mit ihren drei Erfolgen, darunter ein Eigentor unserer Verteidigung, glückliche, aber verdiente Sieger blieben. RJF Mannheim I : JTSV München I 5 :0 (2 :0) Wir sind fest überzeugt, daß die Qäste mehr können, als sie diesmal gezeigt haben. Bekanntlich spielt aber eine Mahnschaft immer so gut, wie es der Gegner zuläßt. Diesmal spielten die Münchner; erstmals intelligent, das Spiel des Erfolges: freistellen und den Ball in Steil vorlagen auf den freien Raum. Der Erfolg konnte deshalb nicht ausbleiben und die Tore fielen wie reife Früchte. Für die Mannschaft heißt es nun zusammenhalten, trainieren und das endlich begriffene System beibehalten. Die Schiedsrichter beider Spiele, die Herren Max Herz und Theo Koronczyk gut, Besuch schlecht. (— man könnte nasse Füße bekommen!). |a) Samt, Seide und Wolle Seh 1845 geschmackvoll, haltbar und preiswert bei HAI MANN am Schillerdenkmal Mittag- und Abendtisch SchtttzenslraBe 6/11 Tel. 529 44 Eingang Luitpoldstrafie 1 Min. v. Hauptbahnh. Behagl., angenehme Räume. Allererste gepflegte Küche. Büdierschau Ein neues Buch über die „Prophetie" in den Schriften der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Dr. Abraham Heschel, dessen erfolgreiche Maimonides-Biographie dem Autor die Anerkennung der wissenschaftlichen Welt eingetragen hat, hat ein Buch unter dem Titel „Die Prophetie" geschrieben, das soeben in den Schriften der Polnischen Akademie der Wissenschaften erschienen und durch den Erich- Reiß-Verlag, Berlin W 15," Kaiserallee. 222, zu beziehen ist. Nicht die prophetischen Lehren und Ansichten werden dargestellt, sondern die Selbstzeugnisse der klassischen vorexilischen Schriftpropheten werden „phänomenologisch" als Einheit von Eingebung und Erlebnis unter Ablehnung jedes Psychologismus beschrieben. Die älteren Prophetengestalten (Moses, Nathan etc.) und die nachexilischen Propheten bleiben außer Betracht. Mit seiner Methode und scharfen Fragestellung gewinnt Heschel in der Tat neue überraschende Einsichten, die uns weder die bisherige systematische Theologie über den Prophetismus (z. B. Eichrodt) noch die historische Theologie (z. B. Sellin oder Troeltsch) gebracht haben. Auch die neueste Monographie von Alfredjepsen über den Nabistand (München, Beck 1934) ist in der Problemstellung nicht so fruchtbar wie Heschel; am nächsten kommt seine Behandlungsweise in neuerer Zeit der des Groninger Gelehrten G. van der Leeuw („Phänomenologie der Religion"). Diese „religionsphänomenologische" Seite des Pröphetismus ist das Anliegen des Verfassers. Er dringt so analytisch in das Zentrum des prophetischen Bewußtseins; ihr Pathos, ihre Affekte, kurz die grundsätzliche Weise des prophetischen Verhaltens zu Gott, Welt, Israel (über das blosse Zuhören ihrer „Eingebung" und das „Bestellen" der Botschaft hinaus) alles das wird hier in der bekannten modernen Forschungsart unser anthropologischen Philosophen mit deren Termini (nicht popularisierend und verflachend) in strenger wissenschaftlicher Zucht angepackt. Es handelt sich um ein wichtiges, wirklich Neues bringendes, religionswissenschaftliches Werk, das an anderer Stelle noch ausführlicher analysiert werden soll. Geschäftliches Herr Dipl.-Ing. M. E. Fulda, Heizungsanlagen, Nibelungenatr. 14, empfiehlt sich für die Ausführung von Heizungsanlagen aller Systeme, sowie für Reparaturarbeiten. S.Inserat! M. SIIiBERTHAU «& CO. KAUFIN GEKSTB ASSE 10 Das Haus für hübsche Geschenke in Uhren Schmuck Silherwaren Kultusgeräte

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