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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-04-15 · 8 (15.4.1936) · p. Seite 181

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
8 (15.4.1936)
Date
1936-04-15
Page
Seite 181 (sequence 11)
Language
German
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JIM. Kulturbund in Bayern Ortsgruppe AlHachcu Mitteilung an unsere Mitglieder Die Aprilrate des Jahresbeitrags ist fällig und wird ab 20. April bei denjenigen Mitgliedern, welche sie noch nicht entrichtet haben, durch den Kassier mit einem Unkostenaufschlag von 30 Rpf. eingehoben. — Wer bei Erscheinen des Kassiers die Rate nicht begleicht und sie nachträglich an der Kulturbundkasse entrichten will, hat dort den gleichen Unkostenaufschlag zu bezahlen. Als nächste Veranstaltungen finden statt: Am 22. April ein Rezitationsabend Edith Herrnstadt-Oettingen (Berlin) in der Synagoge Herzog-Max-Straße; am 28., 29. und 30. April drei Vorträge von Dr. Ludwig Feuchtwanger (München) im Museumsaal (näheres siehe nächste Seite); am 9. Mai abends, 10. Mai nachmittags und abends (Lag b' omer) eine heitere Veranstaltung im Museumsaal; am 21. Mai ein Symphoniekonzert des Kulturbundorchesters München (verstärkt durch Mitglieder des Berliner Kulturbundorchesters — Solist: Boris Schwarz, Berlin) in der Synagoge Herzog-Max-Straße. Die Eintrittskarten für vorstehende Veranstaltungen liegen in der Kulturbundkasse zur Abholung bereit. Bei Vorauszahlungder Mairate des Jahresbeitrags können auch die Karten für die Maiveranstaltungen abgeholt werden. Als Ersatz für die beiden im Februar entfallenen regulären Veranstaltungen werden anfangs Juni noch zwei Veranstaltungen stattfinden, welche von denjenigen Mitgliedern, die ihren Beitrag einschließlich Mai entrichtet haben, unentgeltlich besucht werden können. Nähere Bekanntgabe dieser Veranstaltungen erfolgt noch. Konzerf des Mendelssohn-Trios über dieses Konzert zu sagen, daß es für den Kulturbund ein künstlerisches Ereignis darstellte, würde den Eindruck des Abends nicht erschöpfend wiedergeben. Denn nicht dies war entscheidend, daß der Abend alle künstlerischen Ansprüche befriedigte und für das kunstverständige Publikum eine reine Freude war; entscheidend war, daß er auch dem Teil des Publikums, der früher selten oder nie Kammermusik hören konnte, die Freude des vollkommen Schönen zu vermitteln vermochte. Damit ist zugleich den Künstlern des Abends der schönste Dank ausgesprochen, der ihnen gegeben werden kann. In Hella Chitrik hörte man eine Pianistin mit nicht alltäglicher Technik und starkem musikalischen Ausruckswillen, deren Leidenschaftlichkeit und Hingabe an das Werk besonders fesselte. Leo Schwarz, ehemals Konzertmeister am Leipziger Gewandhaus, ist ein Geiger von Rang, der über ein großes technisches Können verfügt und einen besonders schönen, vollen Ton aufzuweisen hat; man möchte dem Künstler gerne ein kostbares Instrument wünschen, das seine Fähigkeiten noch gesteigert zur Geltung kommen ließe. Auch Paul Blumenfeld, der junge Cellist, ist ein prächtiger Musiker; sein feines, vornehmes Spiel berührte ungemein sympathisch. Hohes Lob verdient, das gewissenhafte, sorgfältige Studium, das aus den drei Künstlern erst ein Trio geschaffen hat, und das vorbildlich schöne, ausgeglichene Zuyammenspiel, das Dienst am Werke im schönsten Sinne war. Das glücklich gewählte Programm (Mendelssohn c-moll, Mozart G-dur, Tschaikowsky a-moll) gab nicht nur dem Trio Gelegenheit, sein volles Können zu entfalten; es offenbarte, auch den Hörern die Schönheit der Kammermusik in reinstem Lichte. Die vielen hundert Menschen, die erschienen waren, dankten den Künstlern freudig und ergriffen. a. Reichsausstellung jüdischer Künstler im Jüdischen Museum zu Berlin Das im Reichsverband jüdischer Kulturbünde begründete Sekretariat für Bildende Kunst veranstaltet in Gemeinschaft mit der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin, der Reichsvertretung der Juden in Deutschland und dem Jüdischen Museum eine Ausstellung von Werken jüdischer Künster im Reich, die am Sonntag, dem 26. April, in den Räumen des Jüdischen Museums feierlich eröffnet wird. Es werden Arbeiten von Künstlern aus Breslau, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover, Köln, Mannheim, München, Stuttgart ge- zeigt. Die Berliner Künstler haben im Interesse ihrer Kollegen, in den anderen Städten diesmal auf eine Beteiligung an der Frühjahrsausstellung verzichtet. Edith Herrnstadt-Oettingen zu ihrem Rezitationsabend am Mittwoch, den 22. April.

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