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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-04-15 · 8 (15.4.1936) · p. Seite 180

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
8 (15.4.1936)
Date
1936-04-15
Page
Seite 180 (sequence 10)
Language
German
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180 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 8 Die Eigentumsverhältnisse an den Sportanlagen bleiben unberührt. schützt Ihre Pelze durch fachmännische P©lz^ Aufbewahrung Neuhauserstr. 29 Tel. 10561/11 809 Anl.) von den JSB als alleinige Vertretung des Jüd. Sports in Deutschland anerkannt. b) Der Landesverband Bayern der JTuS löst sich auf, vorbehaltlich der Zustimmung des Beauftragten des Reichssportführers für den Gau XVI (Bayern). c) Die JSB schließen sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, der alle Vereine angehören müssen. Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft bedarf der Bestätigung durch den Reichsausschuß. II. a) Bis zum 31. Mai 1936 haben die JSB das Recht, uneingeschränkt an allen Veranstaltugen der dem RA angeschlossenen Verbände teilzunehmen mit der Maßgabe, daß jeder Sportler nur bei den Meisterschaften des einen oder anderen Verbands starten darf, b) Bis zum 31. Mai 1936 muß sich jeder Jüd. Sportverein in Bayern entscheiden, o b und welchem der beiden den Reichsausschuß bildenden Verbände er sich anschließen will. Die Vereine sind verpflichtet, bei ihren Maßnahmen zur Herbeiführung dieser Entscheidung den beiden Verbänden die Einflußnahme zu gewährleisten. III. Diejenigen bayer. Vereine, die sich bis zum 31. Mai 1936 nicht einem der beiden Verbände angeschlossen haben, verlieren die Berechtigung, an Veranstaltungen der beiden Verbände, teilzunehmen oder ihre Einrichtungen in Anspruch zu nehmen, d. h. sie können weder an Bezirks¬ oder Verbands-Meisterschaften teilnehmen, noch das Leistungsabzeichen der beiden Verbände erwerben, noch sonst verbandseigene Vorteile beanspruchen. IV. a) Es steht denjenigen Jüd. Sportvereinen in Bayern, die sich keinem der beiden Verbände anschließen, frei, sich neben der neu zu gründenden Arbeitsgemeinschaft zu einer Interessengemeinschaft zusammenzuschließen. b) Es steht der Arbeitsgemeinschaft in Bayern frei, eigene Meisterschaften durchzuführen, gegen deren Beschikkung durch Angehörige der beiden Verbände der RjS grundsätzlich nichts einzuwenden hat. c) Die Höhe der Beitragsleistung der Arbeitsgemeinschaft an den RA wird gemeinschaftlich vom RA und der Arbeitsgemeinschaft festgesetzt. V. In denjenigen Orten, in welchen neben den bestehenden Vereinen neue Vereine gegründet werden sollten, verpflichten sich die bestehenden Vereine, den neuen Vereinen die sportliche Betätigung und die Mitbenutzung der von ihnen unterhaltenen Sportanlagen einzuräumen. Moeferne Damentaschen Koffer in jeder Ausführung Aparte Geschenkartikel nirgends preiswerter als bfei Lederwaren-Klau - Bayerstraße 13 ' "tel. 54 8 42 Berlin, 4. März 1936. Anlage folgen die Unterschriften: Abschrift Berlin-Charlottenburg, 28. 9. 34 Der Reichssportführer Tg. Nr. 7017. In Verfolg meines Schreibens vom 14. ds. Mts. bestätige ich hiermit den RjS, dem der Deutsche Makkabikreis e. V. und der Sportbund des RjF angehören, als alleinige Vertretung des jüdischen Sports in Deutschland. Alle Verhandlungen über den jüdischen Sport in Deutschland werde ich nur mit dieser Organisation führen. i. V. gez. Breitmeyer KEGELN Städtewettkampf Jüd. Turnu. Sportverein Nürnberg : JTSV München Am 5. April konnte das wiederholt verschobene Vorspiel eines Städtewettkampfes zwischen den beiden Vereinsmannschaften stattfinden. Der Kampf war außerordentlich anregend, interessant und bis zu den letzten Schüben unbedingt offen. München holte im Figurenscheiben den Nürnberger Vorsprung aus den 50 Schub in die Vollen mit 42 Holz durch gute Leistung im Bilderscheiben mit 105 Holz nicht nur ein, sondern konnte das Vorspiel siegreich und zwar zum dritten Male mit einem Vorsprung von 68 Holz zu seinen Gunsten beendigen. Die Ergebnisse der beiden Zehnermannschaften waren: 50 Schub in die Vollen: Nürnberg 2423 Holz, München 2381 Holz. Bilderscheiben: Nürnberg 718 Holz, München 823 Holz. Der Mannschaftsführer der Gäste und zugleich der Landesverbandsobmann für Kegeln, Herr Sieradski, der Vertreter der Münchner Vorstandschaft und der Abteilungsleiter der Münchner Mannschaft, hoben in ihren Ansprachen einmütig die Sportkameradschaftlichkeit, sportliche Freundschaft und die Disziplin der beteiligten Mannschaften im Sinne einer wahren Überparteilichkeit hervor. Der Wettkampf hat dem Sportkegeln wieder neue Freunde gewonnen. Der Rückkampf um den schönen vom Landesverband gestifteten Pokal findet voraussichtlich am 19. April in Nürnberg statt. SCHACH Die kürzlich gegründete Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Schachspieler entfaltet eine rege Tätigkeit. So wird zur Zeit in Frankfurt ein Osterturnier veranstaltet, wozu Spieler ans allen Lagern eingeladen sind. Außer Moritz-Stettin nehmen sieben der besten Spieler von Süd- und Südwestdeutschland, darunter ein Vertreter unseres Vereins an dem Turnier teil. Die Überparteilichkeit dieser Schachgemeinschaft bewährt sich glänzend, indem alle starken Spieler erfaßt werden und Differenzen jeder Art vermieden werden. Itus Nürnberg : JTSV München 3 :3 (2 :1) Sonntag, 5. April 1936 Vor dem Fußballtreffen standen sich die Handballmannschaften der beiden Vereine gegenüber. Die ersatzgeschwächten Münchener lieferten nicht das von ihnen gewohnte Spiel. Trotz dauernder Feldüberlegenheit der favorisierenden Münchner konnten die Nürnberger ein für sie unerwartetes aber verdientes 3 : 3 unentschieden erzielen. Schon bald nach Beginn konnte Nürnberg durch einen Weitschuß in Führung gehen. Doch bald hatte München aufgeholt. Kurz darauf stand das Spiel 2 :1. Halbzeit-Ergebnis 2:1 für Nürnberg. Die Münchener Mannschaft hatte in der 1. Halbzeit stark enttäuscht. Die Hauptleistung lag zweifellos bei der Hintermannschaft der Nürnberger. Begünstigt durch außerordentlich schlechte Bodenverhältnisse konnten die Nürnberger die berühmten Münchner Sturmkanonen, fast dauernd abstoppen. Be-r sonderes Lob verdient der Nürnberger Torwart, der einige schwierige Würfe mustergültig hielt. Auch während der zweiten Halbzeit war München im Angriff. Allein die Nürnberger (Schluß des Berichts auf Seite 188)

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