Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 8 (15.4.1936)
- Date
- 1936-04-15
- Page
- Seite 178 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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178 Bayerische Israelitische' Gemeindezeitung Nr. 8 jetzt Theatlnerslraße 7, Eingang Maffelstr. Billige Preise bei gediegener Qualität I dendem Rhythmus-geschrieben sind. Die „Vision der modernen Welt" hat in Jules Rornains d e n Dichter gefunden.; - Der soeben erschienene dritte Band der Dichtung „Junge Liebe" wird an dieser Stelle in Kürze gesondert behandelt werden. Man-fredSturmann. Aus der Gemeinde München Gemeinde-Bibliothek Öffnungszeiten in den Sommermonaten Die Bücherei der Kultusgemeinde (Herzog-Max-Straße 7/II) ist ab Donnerstag, den 16. April, zu folgenden Zeiten zugänglich: Montag 17/4—19 Uhr (nur Leihanträge und Sprechstunde). Donnerstag 17%—19 Uhr (Ausgabe der bestellten Bücher, Leihanträge und Sprechstunde). . Bächerbestellungen mit genauer Angabe des Buch- Titels und der Adresse des Ausleihers (möglichst unter Beisetzung der Signatur nach vorheriger Informaniton aus dem Sachkatalog oder nach Rücksprache mit dem Bibliothekar) können auch im Sekretariat der Gemeinde abgegeben oder durch die Post eingesandt werden. Leseabende: An .einem Abend der Woche (20—22 Uhr) sollen ab Mai im Bedarfsfall. L e s e.a b e n d e (Bücherkunde über ältere und neuere jüdische Literatur) eingerichtet werden; über die Ausgestaltung im einzelnen wird noch Näheres in der Gemeinde-Zeitung vom 1. Mai mitgeteilt. Feier der schulentlassenen Jugend Wie alljährlich veranstaltete die Kultusgemeinde kurz vor dem Pessach-Fest für die Absolventen der Mittelschulen und ihre Angehörigen eine Abschiedsfeier. Herr Rabbiner Dr. Baerwald und der Vorsitzende der Gemeinde gaben den Scheidenden herzliche Worte über die Bedeutung des Tages in der Lage der heutigen jüdischen Jugend mit auf den Weg; den Schülern und Schülerinnen wurde eine Buch-Erinnerungsgabe überreicht. Den Lehren, Eltern und der Gemeinde sprach für die Schüler J a - k o b F r e i (9. Klasse des Wilhelmsgymnasiums) den Dank aus. Für die musikalische Ergänzung der würdigen Feier sorgten ausgezeichnet der Schüler Granat, Herr Abraham Müller und Erich Eisner. Palästina-Tonfilm „Land der Verheißung". Der Keren Hajessod hatte einen Kreis geladener Gäste'zu der Erstaufführung des Tonfilms „Land der Verheißung" in den Großen Münchner Museumssaal gebeten. Nach Improvisation für Klavier von Kapellmeister Josef Ziegler hielt Dr. Franz Meyer (Berlin) von der Leitung der Z.V.f.D. und Mitglied des Präsidialausschusses der Reichsvertretung das Wort zu einer Ansprache, in der er an die besonderen Aufgaben des Councils for German Jewry in London erinnerte und darauf hinweis, daß, so selbstverständlich der Strom der jüdischen Auswanderer aus Deutschland überall dorthin gelenkt wird, wo Möglichkeiten Und jetzt! zu. erhoffen sind, dennoch nur in. Palästina eine planvolle gruppenmäßige Kolonisation möglich geworden ist. Der Film j.Land der Verheißung-' will, wenn er auch nicht die einzigartigen Luft- und Lichtverhältnisse Erez Israels widerspiegeln kann, die vier Säulen, auf denen der junge Aufbau fest gegründet ist, zeigen: Volk, Land, Sprache und Arbeit Dadurch, daß keine Schauspieler, sondern das jüdische Volk im täglichen Aufbauwerk die Darsteller des Films sind, gelingt dieser Versuch. Das Phänomen der Wiedererweckung der hebräischen Sprache, die rein jüdische Stadt, die jüdische Arbeit auf dem Land: sie alle werden uns nahe gebracht. Der Film soll uns mehr als ein bloßes Spiel sein: er soll ein Werk zeigen, das uns alle berührt, er soll uns alle zur Mitarbeit verpflichten. Der Film entsprach dieser Ankündigung, er gab — nachdem unzählige Buch- und Zeitschriften-Aufsätze sowie eine Fülle von Lichtbildstreifen dazu vorbereitet. hatten — einen ungeschminkten Einblick in das Leben der Menschen des neuerwächten Landes. Zunächst Bilder der uralten Kultur, der alten Kultstätten, der Landschaft, des arabischen Volkslebens, der Heiligtümer dreier Bekenntnisse, dann: Alija, Ankunft junger Menschen, Land- und Stadtarbeiter. Weiter führte der Film, in die Siedlungen, vor allem nach Giwat-Brenher, ins Bet-Am, in das Zentrum des öffentlichen und kulturellen Lebens, in die Stadt mit ihrem rasch pulsenden Tagewerk, in die~ neuzeitlichen Fabriken, in die Läden und Straßen. Man sah herrliche Ländschaftsbilder und rührend umhegte und gepflegte Kinder, u. a. auch die Jubiläumsfeierlichkeiten der Universität, Aufzüge, und Feiern in Jerusalem und in der Kwuza. Der Film ließ an der Verwandlung eines „Landes der Verheißung" in ein „Land der Erfüllung" teilnehmen; er ist ein eindrucksvolles Filmkunstwerk und verdient von jedermann gesehen zu werden. Zionistische Ortsgruppe München schiosserstr.2/1 Tel.53052 Hebräische Sprachkurse München. Der Leitung der Hebräischen Sprachkurse München ist es gelungen, neben den bisher beschäftigten Lehrern, Dr. Ehrenkranz und Abraham Shainermann, einen weiteren hervorragend qualifizierten Lehrer in der, Person von Dr. Walter Eichelbe r g zu gewinnen, .der bisher die hebräische Sprachschule in Düsseldorf geleitet hat. Der starke Aufschwung der hebräischen Sprachbewegung-in München machte in den letzten Monaten eine ständige Erweiterung der Kurse notwendig, der nun auch durch eine entsprechende Ergänzungdes Lehrpersonals Rechnung getragen wurde. Auch die Hebräischen Sprachkurse in¬ Augsburg werden von den Hebräischen Sprachkursen München betreut werden. Mitte Anril beginnen verschiedene neue Kurse. Der Eintritt ist an diesem Zeitpunkt für alle Kenntnisstufen möglich und besonders günstig. Meldungen weiden umgehend an die Zionistische Ortsgruppe München, Schlosserstraße 2 (Abteilung Hebräische Sprachkurse) erbeten. Die jetzige Gestalt des Lehrprogramms wird durch die „Gemeinde-Zeitung" bekanntgegeben. Wiederholung des Palästina-Tonfilms Die starke Nachfrage nach Karten für die kommenden Vorstellungen, welche nach dem großen Erfolg der ersten Aufführungen eingesetzt hat, läßt es empfehlenswert erscheinen, die Eintrittskarten möglichst frühzeitig bei den Vorverkaufsstellen zu besorgen. Alles Nähere ist aus der Anzeige in dieser Nummer ersichtlich. Besichtigen Sie bitte unverbindlich unsere Frühjahrs - Neuheiten fcSporl-Hpstüme, Trachten-Kostüme, ini^1\4änt6l|iGomplets, Blusen, Strickwaren-^ |{ iFll Reidisbund JÜd. Frontsoldaten " - _ " Orisgroppe Münzen Fachgeschäft für Dameribek leidung; D'äcfcäue r s t r^a ß e 9 (neben Cafß Rheinland) Kameradschaftlicher Abend am Montag; den 27. April 1936, in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2.